Buchmacher Kalkulation

Wie kalkuliert ein Buchmacher

 

Sportwetten ist immer ein kleiner Kampf zwischen dem Buchmacher und dem Kunde. Der Wettanbieter gibt die Quoten vor. Der User hat die Möglichkeit diese anzunehmen, also sich aufs Geschäft einzulassen oder halt abzulehnen. Der Bookie ist dabei aus zweierlei Gründen im Vorteil. Erstens bestimmt er die Wettquote und zweitens ist er mathematisch aufgrund der Buchmachermarge ohnehin im „grünen Bereich“.

Trotzdem hat der Kunde natürlich realistische Chancen den Wettanbieter quasi mit seinen eigenen Mitteln zuschlagen. Dazu sollte er jedoch wissen wie der Buchmacher tickt.

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Abb. Kombiwetten bei Tipico

Die Wettquoten – so denkt der Bookie

Der Buchmacher schätzt die Ausgangswahrscheinlichkeit eines Events ein, anhand deren er die Wettquoten festlegt. Wir wollen dies an einem einfachen Beispiel erklären. Nehmen wir die Bundesligapartie zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund. Der Wettanbieter kommt zu folgender Eintrittswahrscheinlichkeit:

    • Heimsieg für den FC Bayern München: 50 Prozent
    • Unentschieden in der Allianz Arena:30 Prozent
    • Auswärtssieg des BVB: 20 Prozent

 

Anhand dieser Vorhersage werden die fairen Wettquoten nach der Formel 100 / Eintrittswahrscheinlichkeit errechnet:

 

    • Heimsieg für den FC Bayern München: 2,00
    • Unentschieden in der Allianz Arena: 3,33
    • Auswärtssieg des BVB: 5,00

 

Würden sich die Tipps nun gleichmäßig auf alle Ausgänge verteilen, hätte der Buchmacher logischerweise keinen Gewinn. Daher wird nun noch die Buchmachermarge eingefügt. Im Beispiel nehmen wir an, dass der Onlinewettanbieter fünf Prozent verdienen möchte, also mit einem Quotenschlüssel von 95 Prozent arbeitet. Die Formel hierzu lautet: Faire Quote x 0,95. Daraus ergeben sich folgende endgültige Wettquoten:

 

    • Heimsieg für den FC Bayern München: 1,90
    • Unentschieden in der Allianz Arena: 3,16
    • Auswärtssieg des BVB: 4,75

       

Vorsicht vor der Werbefalle – Der Trick der Buchmacher

Ein besonderer Trick der Wettanbieter ist das Bewerben von Topmannschaften, sprich Favoritenwetten. Lassen Sie sich von diesen Angeboten nicht blenden. Das Risiko steht meist in keinem Verhältnis zur offerierten Quote. Nahezu täglich kippen vermeintliche Favoriten selbst bei „Mini-Kursen“ von 1,1 bis 1,2 um.

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Abb. Das XTip Bundesliga Angebot

Die Chancen für den Sportwetter

Die Wettanbieter müssen täglich oft mehrere tausend Sportevents quotieren. Bei den absoluten Highlights kommt es dabei meist auch zu sehr realistischen Einschätzungen. Praktisch ist es jedoch fast unmöglich, dass der Bookie von allen Mannschaften und Sportler die neusten Informationen verfügt und diese in die Quoten einfließen lassen kann. Je tiefer beispielsweise eine Fußballliga angesiedelt ist, desto „schludriger“ erfolgen die Beurteilungen.

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Abb. Sporwetten bei Interwetten

Jeder Sportwetter hat hier die Chance sich mit Fachwissen zu den Mannschaften und den Wettbewerben einen entscheidenden Vorteil gegenüber seinem Buchmacher zu erarbeiten. Wer beispielsweise in Sachen regionale Derbys oder Spielerausfälle auf dem Laufenden ist, kommt gegebenenfalls zu einer komplett anderen Beurteilung der Begegnung. Es ist kein Geheimnis, dass beispielsweise ein Spielerausfall in der Bundesliga kaum ins Gewicht fällt, da meist genügend gleichwertige Akteure in der zweiten Reihe stehen. Im Amateurbereich hingegen sieht dies schon ganz anders aus. Fehlt beispielsweise der Spielmacher kann eine komplette Mannschaft aus den Fugen geraten.

In zweites schönes Beispiel für das „Schwächeln“ der Buchmacher ist Tennis. In der Regel werden die Quoten nur anhand der letzten Turniere und sowie der Weltranglistenposition bestimmt. Nur sehr selten hat der Bookie die Möglichkeit besondere Belagsvorlieben in die Berechnung einzubeziehen. Eine weitere sehr gute Chance sind die Doppelspiele, für welche es ausgesprochene Spezialisten gibt, die in der Einzelweltrangliste ansonsten nur unter ferner liefen rangieren.

Die grundlegende Voraussetzung um den Bookie zu schlagen – das Wissen

Wer einfach drauf loswettet, nur weil er glaubt eine „gute Quote“ entdeckt zu haben oder sich von den Sympathien für bestimmte Mannschaften und Sportler leiten lässt, mag als Freizeitzocker sicherlich seinen Spaß haben – mehr jedoch nicht. Die entscheidende Grundvoraussetzung für einen langfristigen Erfolg ist das Wissen. Beschäftigen Sie sich mit den Events und den antretenden Gegnern. Statistiken sind behilflich, doch glauben Sie letztlich nur einer Statistik, welche Sie selbst „gefälscht“ haben. Als Beispiel: Eine Mannschaft hat beispielsweise 20mal hintereinander nicht unentschieden gespielt. Aufgrund dieser Tatsache sind sie nun der Meinung, dass das Team nun endlich mit einem Remis vom Platz gehen wird. Diese Denkweise ist jedoch wenig schlüssig. Sie könnten anderseits nämlich argumentieren, dass die Elf eine besonders riskante Spielweise nach dem Motto „hopp oder topp“ pflegt.

Wichtig ist immer das Ereignis genau zu analysieren. Selbst das Wetter kann hierbei eine Rolle spielen. Wieviele spanische oder italienische Topmannschaften haben beispielsweise in der Champions- oder in Europa League in den kalten Wintermonaten in Russland schon schlecht ausgesehen? Derartige Details finden nur selten Einzug in die Beurteilung der Wettanbieter.

Das Fachwissen zu den Sportwetten selbst setzen wir an dieser Stelle einfach voraus. Sie sollten sich schon im Klaren sein, was die einzelnen Wettmärkte und –optionen bedeuten, ehe Sie einen Tipp setzen.

Fazit: Mit Fachwissen haben Sie die realistische Chance den Buchmacher zu schlagen. Daher sollten Sie auch nur Sportarten wetten, in welchen sie sich wirklich auskennen. Ein Fußballexperte wird niemals auf Dauer beim Badminton stabile Erträge einfahren.

 

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