Sportwetten Hessen – ein Meisterstück der Inkompetenz

hessen rote karte

Die Ankündigungen der Politiker zur Einführung der Wettsteuer im Juli 2012 im Bundestag waren vollmundig. Innerhalb kürzester Zeit sollte der deutsche Markt durch die Vergabe von offiziellen Lizenzen reguliert werden. Man muss wahrscheinlich schon Politiker sein, um derartige Lügen ohne Rot zu werden, in die Kameras der Journalisten zu sprechen. Heute vier Jahre später kann ein klares Fazit gezogen werden:

  1. Es sind keine gültigen Wettlizenzen vergeben worden.
  2. Es wurden Steuergelder und Ressourcen verschleudert.
  3. Der Markt in Deutschland ist nicht reguliert.
  4. Dem Staat entgehen Einnahmen in Millionenhöhe.

 

Bemisst man die Lizenzvergabe an privatwirtschaftlichen Maßstäben, wären die beauftragten Firmen insolvent und die Geschäftsführer müssten sich wegen Untreue und Betrug vor Gericht verantworten, doch der Reihe nach.

Was hat Hessen damit zu tun?

hessenWeit verbreitet ist der Begriff Sportwetten Hessen. Das Innenministerium des Bundeslandes wurde Anfang 2013 beauftragt, 20 Konzessionen an ausgewählte Buchmacher zu vergeben. Und genau hier begannen die Probleme, welche jeder normal denkende Mensch – außer die Berliner Regierung – voraussehen konnte. Es gab von Beginn an keine feste Grundlage, anhand welcher die Beurteilung der Onlinebuchmacher erfolgen sollte. Wieso genau 20 Lizenzen vergeben werden sollten, konnte ohnehin kein Gesetzesmacher einleuchtend erklären. Wieso sollten die gleichwertigen Wettanbieter auf den Plätzen 21 und 22 abgelehnt werden?

Es kam wie es kommen musste. Das Innenministerium Hessen traf seine Entscheidung. Innerhalb von nur wenigen Tagen liefen die nicht bedachten Buchmacher gegen die Auswahl Sturm. Mehrere gerichtliche Entscheidungen stoppten das fast zweijährige Verfahren. Schlussendlich hat das Verwaltungsgericht die komplette Lizenzvergabe endgültig für Null und Nichtig erklärt. Die Folge ist – die Buchmachersituation hat sich seit 2012 nicht verändert.

In Bezug auf die Sportwetten Hessen wäre es nun aber falsch, wirklich nur dem Innenministerium in Wiesbaden den „schwarzen Peter“ zu zuschieben. Die dortige Sportwetten-Kommission stand vom ersten Tag an vor einer unlösbaren Aufgabe. In Berlin hingegen sonnen sich erneut die Oddset Lobbyisten. Die Aussage ist klar. „Wir wollten die Sportwetten Lizenzen doch vergeben, aber das Gericht hat anders entscheiden.“ Mit diesem einfachem Satz wird das Komplettversagen ad acta stellt.

Selbst Hessens Innenminister Peter Beuth musste einräumen, dass die Sportwetten Hessen Lizenzvergabe vom ersten Tag an eine „Todgeburt“ gewesen ist.

Diese Wettanbieter haben ein nutzloses Siegel

Wir wollen Euch die ausgewählten Buchmacher der Sportwetten Hessen Genehmigung an dieser Stelle nicht vorenthalten. Fakt ist, die Unternehmen haben zwar ein neues Qualitätssiegel aufgrund der strengen Kontrolle erworben, doch „kaufen“ können sie sich von der ungültigen Lizenz nichts.

Die Sportwetten Hessen Buchmacher sind:

  • Cashpoint 
  • Admiral Sportwetten
  • ODDSET
  • Oddsline Entertainment AG
  • Primebet International Ltd.
  • Bwin
  • Digibet
  • Bet-at-home
  • Ladbrokes
  • Bet90
  • Deutsche Sportwetten GmbH
  • Mybet
  • Betfair
  • Intermedia GmbH
  • Bernd Hobiger Wettbüro Goldesel
  • RULEO Alpenland
  • Racebets International
  • Albers Wettbörsen Deutschland
  • Bet3000
  • Star Sportwetten

 

Allein diese Liste wirft natürlich Fragen auf. Jeder erfahrene Sportwetter wird an dieser Stelle den Kopf schütteln. Solche Schwergewichte bei Tipico, bet365 oder Sportingbet sind in der Auswahl nicht zu finden – ein No-Go.

Schaut man sich nur einmal den heimischen Marktführer Tipico an. Das Unternehmen arbeitet mit Lizenzen aus Malta sowie vom Innenministerium in Schleswig Holstein. Tipico ist mehrfach vom TÜV Rheinland verifiziert. Auf den deutschen Bundesliga Stadien ist der Buchmacher nicht mehr wegzudenken. Tipico ist unter anderem Premium Partner beim FC Bayern München. Und dieser seriöse Wettanbieter ist durch die Sportwetten Hessen Auswahl gefallen – wieso?

Sportwetten Hessen – wie geht’s weiter?

Interessanterweise hat ausgerechnet die grün-schwarze Landesregierung in Hessen Ende 2015 einen erneuten Vorstoß gewagt. Anregt wird ein neues Vergabeverfahren. Alle Buchmacher, welche bestimmte Voraussetzungen erfüllen, erhalten eine Sportwetten-Lizenz. Aus unserer Sicht ist dieser Plan der einzig richtige. Trotzdem muss aktuell festgestellt werden, dass sich die anderen Landesparlamente noch nicht zu diesem Vorschlag geäußert haben. Die Bundesregierung hüllt sich ohnehin in Schweigen. Der alte Trapattoni Spruch „Was erlauben Strunz?“ kann an dieser Stelle durchaus in „Was erlauben Merkel und Schäuble“ abgewandelt werden. Das Schauspiel um die Sportwetten Hessen ist an Unwürdigkeit kaum zu übertreffen.

Doch wie geht’s nun wirklich weiter? Diese Frage können wir an dieser Stelle nicht mit Sicherheit beantworten. Die Rechtslage hierzulande ist derart verworren, dass das Thema der Sportwetten Hessen vermutlich in den nächsten Wochen und Monaten nicht wieder auf die Tagesordnung kommt. Wann den Gesetzeshütern der Durchbruch gelingt, bleibt abzuwarten. Hoffnungsvoll ist der neutrale Beobachter nicht wirklich gestimmt.

Ist das Sportwetten in Deutschland trotzdem sicher und legal?

Deutschland-Fussball-FlaggeSportwetten Hessen hin oder her. Für die Kunden ist natürlich entscheidend, dass sie ihre Tipps im Internet in einer sicheren Umgebung platzieren. Wir können an dieser Stelle den vorsichtigen Usern jegliche Angst nehmen. Die Online-Sportwetten könnten sicherer nicht sein. Die Unternehmen im Hintergrund arbeiten alle mit werthaltigen Lizenzen, welche in der Regel von anderen EU-Staaten ausgestellt wurden. Des Weiteren sind einige Buchmacher sogar an der Börse registriert und stehen zusätzlich unter der Aufsicht der Finanzbehörden. Seriöser kann das Wetten im Internet nicht sein.

Wesentlich zum Renommee der Branche haben die Buchmacher natürlich selbst beigetragen. Im Tagesgeschäft präsentieren die Anbieter einen sehr hohen Qualitätsstandard. Das Wettangebot ist umfangreich und mit fairen und hohen Wettquoten versehen. Die Onlinebookies arbeiten in der Regel mit sehr geringen Gewinnmargen zwischen vier und acht Prozent.

Die Frage der Legalität müsste aus deutscher Sicht mit „Nein“ beantwortet werden, doch glücklicherweise gibt’s nicht nur Deutschland auf der Welt. 

 

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