Tyson Fury kündigt Comeback an: Diese Gegner kommen für den Rückkehrkampf infrage

Armin Schwarz | am: 09.01.26
Tyson Fury
Tyson Fury

Die Gerüchteküche brodelt – nun ist es offiziell: Tyson Fury wird in den Boxring zurückkehren. Nach monatelangen Andeutungen in den sozialen Medien hat der frühere Schwergewichts-Weltmeister sein Comeback bestätigt. Offen bleibt bislang nur eine zentrale Frage: Gegen wen steigt der „Gypsy King“ bei seiner Rückkehr in den Ring?

Fury stand zuletzt im Dezember 2024 im Seilgeviert. Damals verlor er zum zweiten Mal nach Punkten gegen Oleksandr Usyk – eine Niederlage, die nicht nur seine Unbesiegtheit beendete, sondern auch eine erneute Rücktrittsankündigung nach sich zog. Doch wie schon mehrfach zuvor folgte auf den Abschied nun das nächste Kapitel.

Rückkehr nach schwerem Jahr – Fury vor sportlicher Neuorientierung

Die beiden Niederlagen gegen Usyk über insgesamt 24 Runden hinterließen Spuren. Fury wirkte in beiden Kämpfen taktisch unterlegen und konnte seine gewohnte Dominanz nicht entfalten. Dennoch ist der Brite überzeugt, noch einmal angreifen zu können – auch wenn er zuletzt selbst andeutete, dass ein weiteres Comeback körperliche Risiken mit sich bringen könnte.

Der Zeitpunkt seiner Rückkehr und das Gegnerprofil werden daher entscheidend sein. In der Boxwelt kursieren aktuell mehrere Namen, die realistische Optionen für Furys nächsten Fight darstellen.

Arslanbek Makhmudov – der naheliegende Aufbaukampf

Ein Name fällt dabei besonders häufig: Arslanbek Makhmudov. Der gefürchtete Puncher bringt eine beeindruckende Knockout-Quote von über 90 Prozent mit und gilt als physisch gefährlich. Zuletzt setzte er sich souverän gegen den britischen Kultboxer Dave Allen durch.

Auf dem Papier bietet dieses Duell ein kalkulierbares Risiko. Trotz seiner Schlagkraft bewegt sich Makhmudov sportlich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Fury. Für den Ex-Weltmeister wäre es ein klassischer Rückkehrkampf, um Ringrost abzuschütteln und Selbstvertrauen zu tanken – mit Blick auf größere Aufgaben später im Jahr.

Fabio Wardley – Titelchance statt Schonprogramm?

Deutlich ambitionierter wäre ein Fight gegen Fabio Wardley. Der aktuelle WBO-Weltmeister hat sich als ernsthafter Name im Schwergewicht etabliert und selbst Interesse an einem Duell signalisiert.

Auch Fury hat öffentlich angedeutet, dass Wardley eine Option sein könnte – allerdings eher im weiteren Verlauf von 2026. Ein Sieg würde Fury die Chance eröffnen, sich erneut zum dreifachen Schwergewichts-Weltmeister zu krönen. Nach über einem Jahr Pause direkt in einen WM-Kampf einzusteigen, gilt jedoch als sportlich riskant.

Wardley selbst zeigte sich offen: Er habe Fury ohnehin auf seiner Liste gehabt und wäre „jederzeit bereit“. Die gegenseitigen Aussagen verleihen diesem Szenario durchaus Substanz.

Agit Kabayel – WBC-Interimstitel als Lockmittel

Ein weiterer spannender Name ist Agit Kabayel. Der deutsche Schwergewichtler hält aktuell den WBC-Interimstitel und befindet sich in starker Form. Am kommenden Wochenende steht für Kabayel zunächst der Heimkampf gegen Damian Knyba in Oberhausen an – ein weiterer Gradmesser.

Für Fury könnte Kabayel aus mehreren Gründen interessant sein: Der WBC-Gürtel bietet sportliche Relevanz, gleichzeitig genießt Kabayel international hohes Ansehen. Allerdings wäre auch dieses Duell vermutlich kein idealer Einstiegskampf, sondern eher eine Option für später im Comeback-Jahr.

Außenseiter-Option: Mahmoud Charr

Ebenfalls ins Spiel gebracht wurde Mahmoud Charr. Der frühere WBA-(Regular)-Champion meldete sich zuletzt öffentlich zu Wort und forderte Fury heraus. Sportlich gilt Charr jedoch eher als Randoption, nachdem er seinen Titel 2024 an Kubrat Pulev verlor.

Wie geht es weiter für den Gypsy King?

Noch ist nichts entschieden. Klar ist nur: Tyson Fury will zurück – und die Auswahl seiner Gegner wird darüber entscheiden, ob dieses Comeback ein letzter großer Anlauf oder lediglich ein emotionales Nachspiel seiner Karriere wird.

Ein moderater Aufbaukampf scheint wahrscheinlich, ehe es – falls der Körper mitspielt – wieder um Titel, Legacy und die ganz großen Börsen gehen könnte. Die kommenden Wochen dürften zeigen, welchen Weg Fury einschlägt und welcher Name am Ende auf dem Vertragsbogen steht.

Armin Schwarz Armin Schwarz Sportwetten-Experte & Chef-Analyst Seit 2012 in der Branche aktiv. Armin ist Spezialist für Quoten-Analyse und Wett-Strategien abseits des Mainstreams. Bei Sportwetten24 prüft er Anbieter auf Herz und Nieren und liefert datenbasierte Prognosen, die tiefer gehen als die bloße Tabelle. Fokus: Value-Bets, Live-Wetten, Anbieter-Checks. mehr lesen