Wenn am 15. Januar in Herning der Anpfiff ertönt, ist es für die deutsche Nationalmannschaft mehr als nur ein Auswärtsspiel. Die Jyske Bank Boxen liegt nur eine knappe Autostunde von der deutschen Grenze entfernt. Tausende Fans werden die Halle in ein Schwarz-Rot-Goldenes Meer verwandeln. Doch Euphorie allein gewinnt keine Spiele. Nach den durchwachsenen Turnieren der letzten Jahre stellt sich die Frage: Ist der DHB-Kader 2026 reif genug, um die Übermächte Dänemark und Frankreich ernsthaft zu gefährden? Wir blicken tief in die Analyse von Taktik, Form und Value-Quoten.
Fakten-Box: Deutschland (DHB)
- Trainer: Alfred Gislason (im Amt seit 2020)
- Schlüsselspieler: Juri Knorr (RM), Julian Köster (RL/Abwehr), Andreas Wolff (TW)
- Kapitän: Johannes Golla
- Weltrangliste: Top 5
- Größte Erfolge: Europameister (2004, 2016), Weltmeister (1938, 1978, 2007)
- EM-Sieger Quote: 21.00 (bei Betista)
Die Mannschaft: Eine neue Generation übernimmt Verantwortung
Der Umbruch der letzten Jahre ist abgeschlossen. Deutschland tritt 2026 mit einer Mannschaft an, die eine klare Hierarchie gefunden hat. Es ist nicht mehr nur das Team der „Talente“, sondern eine gestandene Einheit.
- Das Prunkstück (Abwehr & Tor): Das Herzstück des deutschen Spiels bleibt die Defensive. Mit dem Mittelblock aus Johannes Golla und Julian Köster verfügt Deutschland über einen der beweglichsten und physisch stärksten Innenblöcke der Welt. Dahinter steht mit Andreas Wolff ein Torhüter, der den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen kann („The Wall“). Mit David Späth steht zudem ein emotionaler Backup bereit, der Spiele kippen kann.
- Der Angriff (Die Knorr-Abhängigkeit?): Lange Zeit war das deutsche Spiel zu statisch und zu abhängig von Juri Knorr. Das hat sich geändert. Knorr ist weiterhin der Denker und Lenker, doch mit Renārs Uščins im rechten Rückraum ist endlich Torgefahr aus der Distanz hinzugekommen. Die Außen sind traditionell stark, müssen aber im Turnierverlauf konstanter treffen.
- Die Schwachstelle: Die Breite im Kader auf absolutem Weltklasse-Niveau fehlt im Vergleich zu Dänemark. Wenn Knorr oder Golla eine Pause brauchen, gibt es oft einen leichten Bruch im Spielrhythmus.
Der Trainer: Der „Alte Fuchs“ an der Seitenlinie

Alfred Gislason ist mehr als nur ein Trainer; er ist eine Institution. Der Isländer kennt die Bundesliga und seine Spieler in- und auswendig. Seine Philosophie hat sich leicht gewandelt: Früher bekannt für konservativen Handball, lässt Gislason mittlerweile deutlich schneller spielen. Er fordert die „schnelle Mitte“ und das Tempospiel, um einfache Tore zu erzielen – eine Lehre aus den Niederlagen gegen die Skandinavier. Taktisch setzt er meist auf eine massive 6:0-Deckung, kann aber mit Julian Köster auf der „Halb-Position“ auch variabel auf eine 3:2:1-Formation umstellen, um den gegnerischen Rückraum zu stressen. Seine Ruhe in hektischen Phasen ist ein Asset für das Team.
Wie ist die Form und Kondition der Mannschaft?
Die Formkurve zeigt pünktlich zum Turnierstart steil nach oben („Peaking at the right time“). Die Vorbereitungsspiele haben zwei wichtige Erkenntnisse geliefert:
- Physische Top-Verfassung: Die Mannschaft wirkt spritziger als bei vergangenen Turnieren. Die Belastungssteuerung in der Liga scheint funktioniert zu haben.
- Offensiv-Explosion: Das 42:31 gegen Island war ein echtes Statement. Deutschland hat bewiesen, dass es auch in einem „High-Scoring-Game“ mithalten kann.
- Mentalität: Der Arbeitssieg gegen Kroatien (32:29) zeigte, dass das Team auch unter Stress und Härte nicht mehr so schnell zusammenbricht wie noch 2024.
Wie war die Qualifikation?
Deutschland musste als Gastgeber der letzten EM bzw. durch gute Platzierungen keine klassische Qualifikationsmühle durchlaufen, sondern nahm am EHF Euro Cup teil. Das ist Fluch und Segen zugleich:
- Der Vorteil: Man spielte ausschließlich gegen Top-Nationen wie Spanien, Schweden und Dänemark. Die Mannschaft ist „Battle-Hardened“ und kennt das Tempo der Weltspitze.
- Der Nachteil: Es fehlten die Pflichtspiele, in denen es um „Alles oder Nichts“ ging. Dennoch waren die Ergebnisse im Euro Cup solide und zeigten, dass man mit den Top 3 mithalten kann, wenn die Tagesform stimmt.
Welche Chancen hat das Team auf den Titel?
Bleiben wir bei der analytischen Wahrheit: Deutschland gehört zum erweiterten Favoritenkreis (Tier 2), aber nicht zu den Top-Favoriten (Tier 1).
- Tier 1 (Top-Favoriten): Dänemark, Frankreich.
- Tier 2 (Herausforderer): Schweden, Deutschland, Spanien.
Was für Deutschland spricht: Der Spielplan und der Spielort. Deutschland spielt das gesamte Turnier (Vorrunde, Hauptrunde und Finalrunde) in Herning. Keine Reisetage, kein Hotelwechsel. Das ist ein massiver logistischer Vorteil gegenüber Teams, die von Norwegen oder Schweden anreisen müssen.
Prognose: Das Halbfinale ist ein realistisches Ziel und wäre ein Erfolg. Für den Titel müsste im Halbfinale und Finale alles perfekt laufen (Torwartleistung 40%+, keine technischen Fehler).
Unser Sportwetten24 Fazit zur Form des Teams bei der Handball EM 2026
Die deutsche Mannschaft ist 2026 definitiv stärker einzuschätzen als bei den letzten Turnieren. Die Abwehr steht, das Tempospiel greift, und der „Heimvorteil“ in Herning ist ein echter Faktor.
Expertise für deine Wetten:
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Handicap-Wetten: In der Vorrunde gegen Österreich und Serbien wird Deutschland physisch dominieren. Ein Handicap von -3.5 bis -4.5 ist hier oft spielbar, da die deutsche Bank tiefer besetzt ist als die der Gruppengegner.
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Unter/Über Tore: Da Deutschland nun schneller spielt, aber immer noch eine Top-Abwehr hat, sind die „Lines“ der Buchmacher oft schwer zu greifen. Tipp: Wenn Deutschland gegen andere Top-Teams (wie Spanien) spielt, setze eher auf Unter-Tore, da Gislason dann die Defensive priorisiert.
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Langzeitwette: Die Quote von 21.00 auf den Turniersieg (bei Betista) ist hoch, aber riskant. Viel mehr Value bietet oft die Wette „Deutschland erreicht das Halbfinale“ (Top 4 Finish), da der Weg dorthin durch den Heimvorteil geebnet ist.
Bester Anbieter für Deutschland-Wetten: Wir empfehlen BetLabel für die besten Live-Quoten während der Deutschland-Spiele und Supabet für Spieler-Spezialwetten (z.B. Tore Juri Knorr).
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