Wenn es um Härte, Leidenschaft und pure Physis geht, macht Serbien niemand etwas vor. Doch bei der EM 2026 in Dänemark stehen die „Adler“ vor einer Herkulesaufgabe. In der Gruppe A (die „Todesgruppe“ des Turniers) warten Gastgeber Deutschland, das taktisch brillante Spanien und der Angstgegner Österreich. Für Serbien ist alles möglich: Ein sensationeller Einzug in die Hauptrunde oder ein bitteres Aus nach drei Spielen. Wir analysieren das Team, das oft als „Schlafender Riese“ gilt, aber selten aufwacht.
Fakten-Box: Serbien (Die Adler)
- Trainer: Boris Rojević
- Schlüsselspieler: Dejan Milosavljev (TW), Mijajlo Marsenić (KM), Lazar Kukić (RM)
- Besonderheit: Die „Berliner Achse“ (Milosavljev & Marsenić)
- Weltrangliste: Top 15
- Größte Erfolge: Vize-Europameister 2012 (im eigenen Land)
- EM-Sieger Quote: 100.00 (bei Betista) – Klarer Außenseiter
Die Mannschaft: Beton-Abwehr trifft auf Weltklasse-Torwart
Serbien definiert sich nicht über das feine Florett, sondern über den Vorschlaghammer.
- Die Lebensversicherung: Im Tor steht mit Dejan Milosavljev (Füchse Berlin) einer der Top-3-Torhüter der Welt. „The Wall“ kann Spiele im Alleingang gewinnen. Wenn er heiß läuft, verzweifeln auch Weltklassespieler.
- Die Kante am Kreis: Mijajlo Marsenić ist der emotionale Anführer. Er schafft Räume und ist in der Abwehr ein Turm.
- Das Gehirn: Lazar Kukić ist der kreative Kopf, der versucht, Struktur in das oft chaotische Angriffsspiel zu bringen.
- Das Problem: Der Rückraum ist oft zu statisch. Wenn Kukić zugestellt wird, fehlen oft die einfachen Tore aus der Distanz. Zudem neigt das Team zu Undiszipliniertheiten (viele 2-Minuten-Strafen).
Der Trainer: Emotion pur
Boris Rojević hat das schwere Erbe angetreten, Konstanz in dieses talentierte Team zu bringen. Er gilt als harter Hund, der Disziplin einfordert. Sein Fokus liegt klar auf der Defensive. Er will Spiele „zerstören“, den Gegner in physische Zweikämpfe verwickeln und das Tempo verschleppen, um die technischen Defizite im Angriff zu kaschieren.
Wie ist die Form und Kondition der Mannschaft?
Serbien ist schwer einzuschätzen.
- Kondition: Physisch sind sie top. Sie können 60 Minuten lang „prügeln“. Aber mental brechen sie oft ein, wenn sie mit 3-4 Toren zurückliegen.
- Form: In der Vorbereitung gab es solide Ergebnisse, aber gegen die absolute Weltspitze (wie Dänemark oder Frankreich) fehlte zuletzt der Zugriff.
Wie war die Qualifikation?
Serbien hat sich solide qualifiziert, tat sich aber gegen Mannschaften, die schnell spielen, oft schwer. Die Qualifikation war Pflicht, aber kein Glanzstück.
Welche Chancen hat das Team auf den Titel?
Chance: < 1%. Der Titel ist Utopie. Für Serbien ist das Erreichen der Hauptrunde das Äquivalent zu einer Goldmedaille.
- Die Konstellation: Um weiterzukommen, müssen sie entweder Deutschland oder Spanien schlagen – oder Österreich besiegen und auf Schützenhilfe hoffen.
- Prognose: Es wird ein harter Kampf um Platz 3 in der Gruppe. Das Ausscheiden in der Vorrunde ist leider das wahrscheinlichste Szenario, wenn die Offensive nicht explodiert.
Unser Sportwetten24 Fazit zur Form des Teams bei der Handball EM 2026
Serbien ist für Wettfreunde vor allem bei Spezialwetten und „Unter“-Toren interessant.
Unsere Wett-Empfehlung:
- Unter-Tore-Strategie: Serbien spielt langsam und hart. Spiele mit serbischer Beteiligung enden selten in Schützenfesten (außer der Gegner kontert sie aus). Eine Wette auf Unter 58.5 Tore ist gegen Gegner wie Spanien oder Österreich oft eine Bank. (Checke Winbetz für die Lines).
- Torwart-Wetten: Wenn verfügbar, setze auf „Dejan Milosavljev über X Paraden“. Er wird gegen Deutschland und Spanien viel zu tun bekommen und ist die einzige Hoffnung der Serben.
- Das Österreich-Spiel: Das ist das „Do-or-Die“ Spiel. Hier werden die Emotionen hochkochen. Eine Wette auf „Über X 2-Minuten-Strafen“ oder „Rote Karte im Spiel“ bei Supabet hat extremen Value, da beide Teams sich nichts schenken werden.