Die Entlassung von Trainer Xabi Alonso bei Real Madrid beherrscht zurzeit nicht nur die Schlagzeilen der spanischen Medien. Auch in Deutschland hat der Abgang, der eine „einvernehmliche Trennung“ gewesen sein soll, hohe Wellen geschlagen. Von einer Krise kann bei den Königlichen nämlich eigentlich keine Rede mehr sein, auch wenn sie erst vor wenigen Tagen den Supercup gegen den FC Barcelona verloren. Seit der Niederlage gegen Manchester City Anfang Dezember war Madrid immerhin ungeschlagen. Nichtsdestotrotz musste Alonso gehen, Präsident Florentino Pérez schweigt zu seinen Gründen. Neu-Trainer Álvaro Arbeloa gibt nun gegen die AS Monaco sein Debüt in der Königsklasse.
Arbeloa, der nur einen Tag nach der Supercup-Pleite vorgestellt wurde, kommt dabei aus den eigenen Reihen des 15-fachen Champions League-Siegers.
Er spielte selbst für die Königlichen und war zuvor als Coach der Zweitmannschaft Real Madrid Castilla tätig. Schafft er an der Seitenlinie eines der erfolgreichsten Clubs Europas nun den Sprung auf die große Bühne? Gespielt wird am Dienstag, 20. Januar 2026, um 21:00 Uhr im Estadio Santiago Bernabéu in Madrid.
Real Madrid – AS Monaco: Das ist die Ausgangslage
Am vorletzten Spieltag der Champions League-Ligaphase spielt Real Madrid nach dem kürzlich erfolgten Trainerwechsel um einen direkten Startplatz im Achtelfinale des Wettbewerbs. Mit 12 Punkten sind die Königlichen Tabellensiebter und haben einen Rückstand von sechs Zählern auf den Tabellenführer Arsenal.
Es ist schwer abzusehen, wie sich der spanische Rekordmeister präsentieren wird, denn ich denke, dass Neu-Trainer Arbeloa direkt einige Veränderungen vornehmen wird. Immerhin könnte diese Partie nicht entscheidender sein. Sollte Real die Top 8 verpassen, droht eine Teilnahme an den Playoffs oder sogar das Aus in der Vorrunde. Sicher ist aber, dass Arbeola auf Topscorer Kylian Mbappé, der in 2025/26 bereits 29 Tore erzielt hat, wird zurückgreifen können.
Einige Namen aus dem Starensemble werden allerdings nicht auf der Kader-Liste stehen, denn Ferland Mendy, Trent Alexander-Arnold, Antonio Rüdiger und Éder Militão sind verletzt. Álvaro Carreras ist gesperrt. In der Partie gegen die AS Monaco wird der aktuelle Tabellenzweite der La Liga aber logischerweise dennoch in der Favoritenrolle stehen.

Auch die AS Monaco hat in dieser Saison schon einen Trainerwechsel durchgemacht, denn im Oktober 2025 musste der in Deutschland bestens bekannte Adi Hütter seinen Posten räumen. Der Neue an der Seitenlinie ist Sébastien Pocognoli, der zuvor bei Union Saint-Gilloise unter Vertrag stand. Zwei Spieltage vor dem Ende der Ligaphase steht seine Mannschaft in der Königsklasse auf Platz 19 und muss auf eine Qualifikation für die Playoffs haben, um in die Runde der besten 16 einzuziehen.
Monaco hat allerdings zum Ligaauftakt der französischen Ligue 1 gegen Olympique Lyon verloren. Immerhin gab es im Coupe de France einen Sieg im Sechzehntelfinale in Orleans. Der Tabellenneunte der Liga wird in der Partie in Spanien auf Mohammed Salisu, Paul Pogba, Mamadou Coulibaly, Ansu Fati und Takumi Minamino verzichten müssen. Das Fehlen von Minamino und Fati dürfte den Club aus dem Fürstentum schwer treffen, denn gemeinsam sind die beiden Spieler bereits für zehn Tore verantwortlich.
Real Madrid – AS Monaco: Der direkte Vergleich
Erst zweimal standen sich Real Madrid und die AS Monaco in einem Pflichtspiel gegenüber. Beide Partien fanden im Viertelfinale der Champions League im Jahr 2004 statt und sind daher für einen aktuellen Vergleich nicht von großer Bedeutung.
Damals konnten sich beide Teams jeweils zuhause durchsetzen und es fielen viele Tore. Dies ist bei der Begegnung in der kommenden Woche ebenfalls zu erwarten, denn ich denke, dass Monaco, wie schon in den anderen Auswärtspartien in diesem Jahr defensiv auftreten wird, Real aber die engen Räume zu nutzen weiss. Wie schon in 2004 (4:2) sollte Real einige Treffer erzielen, wenn die Probleme aus den letzten Partien behoben werden konnten.
Dies sind die Ergebnisse der letzten zwei Begegnungen:
- Monaco – Real Madrid 3:1
- Real Madrid – Monaco 4:2
Real Madrid – AS Monaco: Die Wettquoten
Real Madrid steht im Heimspiel der Champions League-Ligaphase mit einer Quote von 1,25 in der Favoritenrolle. Monaco reist mit 9,50 als krasser Außenseiter in die spanische Hauptstadt. Eine Wette auf ein Unentschieden kann mit einer Quote von 6,70 platziert werden.
Die Formkurve: Real Madrid
Real Madrid verlor gerade überraschend im Copa del Rey mit 2:3 bei Albacete Balompie. Vorausgegangen war die 2:3-Niederlage gegen den FC Barcelona im Supercup und ein 5:1-Sieg über Real Betis Sevilla beim ersten Ligaspieltag nach der Winterpause. Vor den Weihnachtsferien setzte sich Real mit 2:0 gegen den FC Sevilla durch und gewann auf Ligaebene mit 2:1 bei Alaves.
Real Madrid hat in den letzten Wochen durchwachsene Leistungen gezeigt. Sogar in der Liga und in der Champions League verloren die Königlichen im eigenen Stadion, unschlagbar sind sie also nicht.
Die Formkurve: AS Monaco
Die AS Monaco meldete sich mit einer 1:3-Niederlage gegen Olympique Lyon aus der Winterpause der Liga zurück. Im Coupe de France gab es außerdem einen 3:1-Sieg in Orleans. 2025 endete für Monaco mit einem 1:0-Erfolg über Galatasaray Istanbul in der Champions League, einer 0:1-Niederlage in der Liga bei Olympique Marseille und einem 2:1-Sieg im Pokal in Auxerre.
In der Ligaphase der Champions League bekam es die AS Monaco in dieser Saison auswärts noch mit keinem Hochkaräter zu tun. Formen wie das 1:0 bei Bodö/Glimt sind schwer einzuordnen.
Wett-Tipp & Prognose: Real Madrid – AS Monaco: (20.01.2026)
Real Madrid ist der logische Favorit im Heimspiel der Champions League-Ligaphase gegen die AS Monaco. Auch wenn die letzten Leistungen durchwachsen waren, gehe ich davon aus, dass die Königlichen sich mit frischen Impulsen des neuen Trainers durchsetzen werden. Da die einfache Siegquote sehr gering ausfällt, entscheide ich mich aber trotzdem für eine Spielerwette. Ein Star wie Kylian Mbappé wird sicher auch in diesem Spiel seine Chance bekommen.
Erzielt er ein Tor, winkt eine starke Quote von 1,50. Trifft er doppelt, könnten sogar 2,90 abgeräumt werden. Da Kylian Mbappé schon 29 Tore erzielt hat, ist er auch in der Partie gegen Monaco als Schütze zu erwarten.

