Der Afrika-Cup steuert auf ein Traumfinale zu. Nach einem dramatischen Halbfinal-Tag stehen sich am 18. Januar mit Senegal und Marokko die zwei Schwergewichte des Kontinents gegenüber. Es ist nicht nur das Duell der Superstars, sondern der Triumph der afrikanischen Trainer-Gilde.
Quick-Facts: Das Weg zum Endspiel
- Das Finale: Senegal vs. Marokko
- Datum: Sonntag, 18. Januar 2026
- Story des Halbfinals: Mané eliminiert Salahs Ägypten.
- Der Krimi: Marokko siegt nach 120 Minuten im Elfmeterschießen.
- Besonderheit: Das erste rein afrikanische Trainer-Duell im Finale seit Jahren (Regragui vs. Thiaw).
Atlas-Löwen beenden 50 Jahre warten
Es war ein Abend in Rabat, den niemand so schnell vergessen wird. Marokko steht erstmals seit Jahrzehnten wieder kurz vor der Krone Afrikas. Doch der Weg dahin war ein Abnutzungskampf purer Intensität. Gegen ein starkes Nigeria fielen in 120 Minuten keine Tore – die Defensive um Trainer Walid Regragui hielt stand, die Offensive biss sich die Zähne aus.
Die Entscheidung musste vom Punkt fallen. Im Elfmeterschießen behielten die Marokkaner die Nerven und siegten mit 4:2. Für die Fans der „Atlas-Löwen“ ist der Traum vom ersten AFCON-Titel seit einem halben Jahrhundert nun greifbar nah.
Das Drama der Liverpool-Legenden: Mané lässt Salah weinen
Während Marokko zitterte, lieferte der Senegal im zweiten Halbfinale eine Machtdemonstration ab. Das Spiel war brisant: Sadio Mané gegen Mohamed Salah – Freunde im Verein, Rivalen im Nationaldress.
Diesmal behielt Mané die Oberhand. Sein früher Treffer brach den Widerstand der „Pharaonen“ und zerstörte die vielleicht letzte Chance des 33-jährigen Salah, endlich diesen Pokal in die Höhe zu stemmen. Trotz sieben Titeln in der Historie Ägyptens blieb Salah die Krönung erneut verwehrt – eine persönliche Tragödie für einen der besten Spieler seiner Generation. Der Senegal hingegen greift nach dem Triumph von 2021 nun nach der Titelverteidigung.
Regragui vs. Thiaw: Ein Sieg für den afrikanischen Fußball
Das Finale am 18. Januar ist mehr als nur ein Spiel um einen Pokal. Es ist ein Statement für die Qualität lokaler Trainer. Auf der einen Seite steht Walid Regragui, der Architekt des marokkanischen Erfolgs, der sein Team mit taktischer Disziplin und Leidenschaft ins Finale führte. Auf der anderen Seite Pape Thiaw, der den Senegal nach Rückschlägen stabilisierte und nun kurz vor der Unsterblichkeit steht.
Unabhängig davon, wer am Sonntag gewinnt: Der Pokal bleibt in den Händen eines heimischen Trainers – ein starkes Signal für die Entwicklung des Fußballs auf dem gesamten Kontinent.