Nach dem Skandal-Finale gegen Senegal: Marokkos Königshaus bricht das Schweigen zur AFCON 2025

Armin Schwarz | am:

Wenige Tage nach dem dramatischen Endspiel des Afrika-Cups (AFCON), das Gastgeber Marokko gegen Senegal verlor, hat sich das Königliche Kabinett mit einer emotionalen und deutlichen Erklärung zu Wort gemeldet. Im Fokus: Der Stolz auf die Organisation, aber auch klare Worte zu den hässlichen Szenen der Schlussminuten.

Die 35. Ausgabe des Afrika-Cups (21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026) ist Geschichte, doch das Echo hallt nach. Sportlich musste sich das Gastgeberland Marokko im Finale den „Löwen von Teranga“ aus Senegal geschlagen geben. Doch mehr als das Ergebnis beschäftigten die Öffentlichkeit die tumultartigen Szenen kurz vor Abpfiff.

Nun versucht König Mohammed VI. persönlich, die Wogen zu glätten und den Fokus auf das große Ganze zu lenken.

„Leidenschaften kühlen ab“: Der Ruf nach afrikanischer Brüderlichkeit

In der offiziellen Pressemeldung geht das Kabinett explizit auf die hitzige Schlussphase des Finales ein. Man räumt ein, dass das „große Fußballfest“ durch einen „unglücklichen Vorfall“ und „zutiefst verstörende Handlungen“ in den letzten Minuten des Spiels überschattet wurde.

Die Botschaft ist jedoch versöhnlich:

„Sobald die Leidenschaften abkühlen, wird die inter-afrikanische Bruderschaft natürlich wieder aufleben.“

Das Königshaus betont, dass der Erfolg Marokkos als Ausrichter auch ein Erfolg für ganz Afrika sei und man sich nicht durch momentane Emotionen spalten lassen werde.

Infrastruktur und Stolz: Marokko sieht sich als Gewinner

Trotz der sportlichen Niederlage im Endspiel wertet Marokko das Turnier als massiven Erfolg. Der König dankte den „Millionen von Marokkanern“, die das Nationalteam – aktuell Weltranglistenplatz 8 – bedingungslos unterstützt haben.

Besonders hervorgehoben wird der „qualitative Sprung“ in der Infrastruktur. Dies ist ein wichtiger Fingerzeig in Richtung Zukunft, da Marokko seine Ambitionen als globale Fußballmacht (auch im Hinblick auf die WM 2030) untermauern will. Die Erklärung spricht von einem „einzigartigen marokkanischen Modell“, das trotz externer Kritik und „feindlicher Absichten“ Bestand habe.

Fazit für Fans und Beobachter

Die Botschaft aus Rabat ist klar: Man lässt sich die Party nicht verderben. Die Niederlage gegen Senegal schmerzt, und die Szenen am Ende waren unschön, aber Marokko positioniert sich weiterhin als treibende Kraft im afrikanischen Fußball.

Für den Senegal bleibt der Titel, für Marokko die Gewissheit, ein Turnier der Superlative ausgerichtet zu haben – auch wenn das Ende einen bitteren Beigeschmack hatte.

Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst bei Sportwetten24.com. Seit 2012 ist er als Experte in der Sportwetten-Branche tätig und spezialisiert auf mathematische Quoten-Analysen und Value-Bets. Sein Fokus liegt auf der Identifizierung von Marktanomalien und objektiven Buchmacher-Tests. mehr lesen