
Die UEFA Europa League 2025/26 geht in die entscheidende Phase. Nach der Liga-Phase stehen die Play-offs an, in denen sich die Plätze 9 bis 24 der Tabelle für das Achtelfinale qualifizieren. Darunter auch der VfB Stuttgart, der nach einem nervenaufreibenden Saisonfinale als Tabellenelfter die direkte Achtelfinal-Qualifikation verpasste. Die Schwaben treffen in den Play-offs entweder auf Celtic Glasgow oder Ludogorets Rasgrad – die Auslosung am 30. Januar in Nyon entscheidet über den Gegner.
Gespielt wird am 19. und 26. Februar, wobei der VfB im Rückspiel Heimrecht genießt.
Sieg gegen die Young Boys nützt dem VfB nicht viel
Stuttgart sicherte sich in der letzten Runde mit einem 3:2-Erfolg gegen Young Boys Bern den Einzug in die Play-offs, musste dabei jedoch Nerven zeigen.
Nach einer schnellen 2:0-Führung durch Deniz Undav und Ermedin Demirović geriet der Bundesligist mehrfach unter Druck. Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich trotz des Sieges gelassen: „Wir wussten vorher, dass es wahrscheinlich so kommen wird. Jetzt konzentrieren wir uns auf eine der beiden Mannschaften und bereiten uns gezielt vor.“
Kapitän Atakan Karazor betonte, dass der VfB an Reife zulegen müsse, während Undav die Schwächen im Team aufzeigte: „Nach 35 Minuten war unser Spiel nicht mehr gut. Spitzenmannschaften nutzen solche Momente gnadenlos aus – daran müssen wir arbeiten.“ Hoeneß ergänzte, dass man solche Nachlässigkeiten „schnell abstellen“ müsse, um im weiteren Verlauf der Europa League konkurrenzfähig zu bleiben.
Mögliche VfB-Gegner in den Play-offs
Der VfB trifft in den Play-offs auf eines von zwei Teams, die sich ebenfalls über die Liga-Phase qualifiziert haben:
- Celtic Glasgow: Die Schotten präsentierten sich in dieser Saison stabil, sind aber in der Liga-Phase nur auf Platz 21 gelandet.
- Ludogorets Rasgrad: Die Bulgaren belegten Platz 22 und sind bekannt für schnelle Umschaltmomente.
Die Sieger dieser Duelle sichern sich einen Platz im Achtelfinale, in dem bereits acht Teams direkt gesetzt sind – darunter Olympique Lyon, Aston Villa, Betis Sevilla, SC Freiburg und AS Rom.
Termine, Modus und Perspektiven
Die Play-offs starten mit den Hinspielen am 19. Februar, das Rückspiel folgt am 26. Februar. Die Auslosung des Achtelfinals findet am 27. Februar statt. Danach werden die K.-o.-Runden klassisch ausgespielt: Achtelfinale (12. & 19. März), Viertelfinale (9. & 16. April), Halbfinale (30. April & 7. Mai) und Finale am 20. Mai 2026 im Beşiktaş-Stadion in Istanbul. Der Sieger sichert sich zudem ein Ticket für die Champions League 2026/27.
Seit der Reform 2024/25 gibt es keine klassische Gruppenphase mehr: 36 Teams spielen eine gemeinsame Liga-Phase, die Top 8 ziehen direkt ins Achtelfinale ein, die Plätze 9–24 kämpfen in den Play-offs um die restlichen acht Plätze. Die Plätze 25–36 scheiden aus.
Ziel des VfB-Stuttgart: Konstanz statt Zittern
Für den VfB Stuttgart heißt es nun, die Lehren aus der Zitterpartie gegen Young Boys umzusetzen und die Defensive zu stabilisieren. Nur mit einer konstanten Leistung kann der Bundesligist die Chance auf das Achtelfinale wahren.
Trainer Hoeneß bleibt zuversichtlich: „Wir wissen, worauf es ankommt, und müssen konzentriert arbeiten.“ Für Fans bleibt spannend, ob die Schwaben gegen Celtic oder Ludogorets die nächste Runde erreichen und im europäischen Wettbewerb weiter für Furore sorgen können.