Preußen Münster steckt weiter tief im Abstiegskampf. In Nürnberg zeigte das Team von Alexander Ende vergangenen Freitag zwar erneut eine solide Leistung, das 1:1 hilft den Preußen aber nicht so richtig weiter. Ganz anders der nächste Gegner: Der VfL Bochum, der in der Hinrunde, vor dem Trainerwechsel im Oktober, seinerseits tief im Keller rangierte, entwickelte sich unter Uwe Rösler ganz prächtig. Kurz vor und nach der Winterpause konnte man den Topteams der Liga (Hannover, Karlsruhe, Darmstadt, Elversberg) ein ums andere Mal einen Punkt abringen. Am vergangenen Samstag bezwang dann die Rösler-Elf schließlich sogar den Tabellenführer aus Gelsenkirchen (mit 2:0). Bochum, das am 8. Spieltag noch auf einem Abstiegsplatz stand, hat sich so mittlerweile in die obere Tabellenhälfte vorgearbeitet.
Das Hinspiel konnte allerdings Münster auswärts mit 2:1 für sich entscheiden. Damals saß freilich noch Dieter Hecking auf der Bochumer Trainerbank.
Kommenden Freitag ist im Preußenstadion um 18:30 Uhr Spielbeginn.
Preußen Münster gegen VfL Bochum: Münster trifft im Abstiegskampf auf Bochumer im Aufwärtstrend
Preußen Münster steht nach dem Remis in Nürnberg weiterhin unmittelbar über dem Strich. Mit seinen 21 Punkten hat Münster so viele wie Bielefeld auf dem 14. Platz, einen mehr als Dresden und Magdeburg auf den Plätzen 16 und 17 und auch nur zwei mehr als das Schlusslicht Fürth. Bei einer Niederlage am Freitag könnte man also rein theoretisch schon am Tabellenende landen.
Preußen Münster Ausfälle: Antonio Tikvic, Simon Scherder, Malik Batmaz, Oscar Vilhelmsson, Lars Lokotsch (alle verletzt), Yassine Bouchama, Jannis Heuer (beide gesperrt)
Der VfL Bochum hat nach dem Erfolg über Schalke direkt drei Plätze gut gemacht. Die Rösler-Elf steht jetzt mit 26 Punkten auf dem 8. Platz.
Nach ganz oben ist es zwar noch ein weiter weg (Spitzenreiter Schalke hat auch nach der Pleite beim VfL immer noch 39 Punkte); das Thema Abstiegskampf scheint für Bochum aber endgültig abgehakt.
VfL Bochum Ausfälle: Luis Hartwig, Matus Bero, Ibrahim Sissoko (alle verletzt), Kevin Vogt, Luis Hartwig, Mats Pannewig (sind krank, leicht verletzt oder außer Form, aber möglicherweise bald wieder fit)
Preußen Münster – VfL Bochum Taktik: Alexander Ende vs. Uwe Rösler
Alexander Ende setzte zuletzt immer auf ein 4-1-2-1-2, also auf vier Verteidiger, ein kompaktes Mittelfeld, und ein Sturmduo (Batista Meier und Amenyido). Münsters Defensive steigt unter Druck manchmal etwas zu hart ein, so dass man nicht immer vollzählig ins Ziel kommt.
Uwe Rösler setzt oft auf ein 4-2-3-1, beim Erfolg gegen Schalke allerdings auf ein mutigeres 4-1-3-2. Das erwies sich als perfekte Taktik gegen das defensivstärkste Team der Liga.
Preußen Münster – VfL Bochum: Der direkte Vergleich (h2h)
Münster und Bochum standen sich bislang 19mal gegenüber: Der VfL hat dabei mit 9 zu 7 Siegen bei drei Remis nur leicht die Nase vorn. Allerdings: die allermeisten dieser Begegnungen fanden im vergangenen Jahrhundert statt, haben also für die bevorstehende Partie kaum Aussagekraft.
In diesem Jahrhundert sah man sich lediglich zweimal: einmal in einer Pokal-Begegnung des Jahres 2008 (5:6 n.E für Bochum) und dann in der Hinrunde der laufenden Zweitliga-Saison. Das Hinspiel gewann Münster in Bochum mit 2:1.
Preußen Münster vs. VfL Bochum: Die Wettquoten
Die Wettanbieter sehen hier die Chancen in etwa gleich verteilt. Münster erhält Heimsieg-Quoten von um 2.60, für den Bochumer Auswärtserfolg werden Quoten von 2.50 bis 2.60 berechnet.
Die Quoten für das Unentschieden liegen mit 3.30 bis 3.40 eher am unteren Ende des Üblichen; das heißt eine Punkteteilung hat hier eine gute Wahrscheinlichkeit.
Die Formkurve: Preußen Münster weiter unter Druck
Preußen Münster tritt regelmäßig solide auf (so etwa beim 1:1 gegen Elversberg am 17. Spieltag), macht sich aber oft das Leben dadurch schwer, dass man nicht immer vollzählig das Spiel beendet.
Beim 0:2 gegen Karlsruhe flog Abwehrchef Paul Jaeckel in der 77. Minute vom Platz, – beide Karlsruher Tore vielen im Anschluss. In Paderborn musste Yassine Bouchama schon nach 28 Minuten raus; gemessen daran war das 1:2 fast schon ein Achtungserfolg. Beim 1:1 in Nürnberg beendete man das Spiel dann wieder mal mit allen elf Spielern.
Münster macht aus seinen Mitteln eigentlich eine ganze Menge, nur die Ergebnisse stellen noch nicht ganz zufrieden. Die Ende-Elf hat ansonsten zuhause erst zweimal verloren.
Die Formkurve: VfL Bochum wird immer stärker
Der VfL Bochum hat sich unter Uwe Rösler prächtig entwickelt. Anfang Oktober stand Bochum noch auf einem direkten Abstiegsplatz, jetzt ist man auf Rang 8 angelangt mit einem mehr als beruhigenden Abstand zu Keller.
Bochum hat in der Liga seit sieben Spieltagen nicht mehr verloren, einem Topteam nach dem nächsten ein Remis abgerungen und am vergangenen Samstag sogar den Tabellenführer geschlagen (2:0). Die Rösler-Elf ist derzeit eher eines der stärkeren Teams im Unterhaus.
Bochum hat zwar nicht die beste Auswärtsbilanz (nur zwei Siege, fünf Niederlagen). Zuletzt hat man aber auch auswärts nicht mehr verloren: Fünf Punkte aus den letzten drei Auswärtspartien.
Wett-Tipp & Prognose: Preußen Münster – VfL Bochum (06.02.26)
Die Buchmacher erwarten eine Partie auf Augenhöhe, wir auch. Manches spricht hier für ein Unentschieden: Münster hat zuhause erst zweimal verloren, dagegen fünfmal Remis gespielt; und auch Bochum hat in vier der letzten fünf Begegnungen die Punkte geteilt.
Sollte es Freitag einen Sieger geben, wird er unseres Erachtens Bochum heißen. Denn die Rösler-Elf scheint derzeit wirklich unbezwingbar zu sein.
Der VfL hat ansonsten zuletzt immer getroffen (insgesamt acht Tore in den letzten vier Partien). Preußen Münster trifft nicht immer; in den zehn Heimspielen hat man aber erst zweimal gar kein Tor erzielt. Gegen Bochum waren es in der Hinrunde immerhin zwei; eines wird man bei eigenem Heimvorteil auch diesmal erzielen.
Wir setzen hier auf die Doppelte Chance X2 (Unentschieden oder Auswärtssieg) und darauf, dass Beide treffen. Die beste Quote: 2.35.

