Pechvogel ter Stegen: War’s das mit der WM?

Simon Schneider | am:
Marc-Andre ter Stegen hat sich erneut verletzt. Dass der Keeper bei der WM als Nummer eins im deutschen Tor steht, ist kaum noch realistisch.

Marc-Andre ter Stegen hat sich erneut verletzt – ein erneuter Tiefschlag für den 33-jährigen Nationaltorwart und eine mögliche Vorentscheidung im Kampf um den Platz im deutschen Tor bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Der an den FC Girona ausgeliehene Keeper zog sich im Ligaspiel gegen Real Oviedo eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zu und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen, Medienberichten zufolge bis zu zwei Monate oder länger. Damit ist seine Teilnahme an den entscheidenden WM-Qualifikationsspielen und der Endrunde im Sommer stark gefährdet.

Bitterer Rückschlag für ter Stegen

Ter Stegen hatte sich erst in der jüngeren Vergangenheit nach langen Verletzungspausen wieder an die Spitze seiner Leistungsfähigkeit gekämpft. Nach einer langen Knie- und Rückenproblematik in der Saison 2024/25, die mehrere Operationen und Monate der Reha erforderte, war seine Rückkehr in den Spielbetrieb ein Lichtblick – sowohl für seinen Klub FC Barcelona als auch für die deutsche Nationalmannschaft. Doch die erneute Muskelverletzung setzt diesen Fortschritt abrupt aufs Spiel.

Die Verletzung ereignete sich erst in seinem zweiten Einsatz für Girona, wohin er ausgeliehen worden war, um regelmäßig Spielpraxis zu sammeln – ein entscheidender Faktor im Kampf um die WM-Startelf. Die Hoffnung war, dass Ter Stegen ausreichend Spielzeit bekommt, um die nötige Fitness und Form für die Weltmeisterschaft zu erreichen. Nun bleibt offen, ob er diese Ziele überhaupt noch verfolgen kann.

Konsequenzen für die Nationalmannschaft

Mit Blick auf die WM-Nominierung des DFB wird die erneute Verletzung von Ter Stegen zwangsläufig Debatten auslösen. Der 33-jährige Keeper galt zuletzt als erste Wahl im deutschen Tor, doch ohne Spielpraxis und Fitness dürfte seine Position ins Wanken geraten. Nationaltrainer Julian Nagelsmann steht nun vor schwierigen Entscheidungen: Eine lange Verletzungspause könnte ihn dazu zwingen, Alternativen zu suchen – etwa Oliver Baumann (Hoffenheim), Jonas Urbig (Bayern München) oder andere Torhüter, die regelmäßig spielen.

Zugleich wird die Verletzung sofort wieder Stimmen laut werden lassen, die einen Comeback-Versuch von Manuel Neuer fordern. In deutschen Medien und sozialen Netzwerken werden bereits Parallelen zu früheren Diskussionen gezogen: Ter Stegens wiederholtes Pech bietet die perfekte Vorlage für selbst ernannte Experten und sogenannte „mediale Lobbyisten“ des FC Bayern, die einen Rückkehrer im Tor der Nationalmannschaft sehen wollen. Ob Neuer, der seit seinem Rücktritt vom internationalen Fußball offiziell nicht mehr zur Verfügung steht, diese Rufe erhört oder erneut ablehnt, bleibt offen; bislang hat er ein sofortiges Comeback wiederholt ausgeschlossen.

Eine Karriere mit Hindernissen

Ter Stegens Karriere war bereits in den letzten Jahren von Rückschlägen geprägt. Wiederholte Verletzungen – von Knie- und Rückenproblemen bis hin zu Muskelverletzungen – haben seine Spielzeit stark beeinflusst. Die erneute Pause kommt zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: In einer Saison, in der er endlich wieder auf dem Platz stehen wollte, droht nun der erneute Ausfall – und damit eine mögliche Ausbootung aus der Weltmeisterschaftsplanung.

Für Deutschland bedeutet Ter Stegens Verletzung nicht nur ein sportliches Problem, sondern auch eine strategische Herausforderung: Wer steht im Sommer im Tor? Und wer kann den Ansprüchen genügen, wenn es auf der größten Bühne des Weltfußballs ernst wird?

Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. mehr lesen