
Werder Bremen hat einen neuen Trainer! Daniel Thioune übernimmt die Verantwortung für die Bundesliga-Mannschaft und soll die Hanseaten im drohenden Abstiegskampf stabilisieren. Nach der Entlassung von Horst Steffen hatten die bisherigen Assistenten Raphael Duarte und Christian Groß die Mannschaft interimsmäßig betreut.
Geschäftsführer Fußball Clemens Fritz zeigte sich bereits am Dienstag zuversichtlich, dass ein Nachfolger rechtzeitig vor der nächsten Ligapartie gefunden werden könnte. „Es gibt keine Garantie, aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass beim Freiburg-Spiel ein neuer Trainer auf der Bank sitzt“, hatte Fritz erklärt. Jetzt ist der Deal mit Thioune perfekt. Der Vertrag wurde am Dienstag unterschrieben.
Thioune könnte genau der richtige Mann sein
Thioune, 51 Jahre alt, bringt Erfahrung aus mehreren Stationen im deutschen Profifußball mit. Der gebürtige Hamburg hatte seine Trainerkarriere bei den Jugendmannschaften von Eintracht Norderstedt begonnen, bevor er 2016 den Sprung in den Profibereich wagte.
Anschließend führte er den VfL Osnabrück zurück in die 2. Bundesliga und machte erneut durch seine Fähigkeit auf sich aufmerksam, Teams in schwierigen Situationen zu stabilisieren. Es folgten Stationen beim HSV und bei Fortuna Düsseldorf.
Thioune ist bekannt für seine taktische Disziplin, die klare Kommunikation mit den Spielern und eine pragmatische Herangehensweise, die besonders in Krisensituationen gefragt ist.
Die Aufgabe heißt Klassenerhalt
Bei Werder Bremen tritt er ein besonders heikles Erbe an. Die Mannschaft steckt tief im Abstiegskampf und rangiert aktuell in der unteren Tabellenregion. Nach einer enttäuschenden Hinrunde konnte das Team nur wenige Punkte sammeln, und die Leistungen auf dem Platz ließen sowohl Fans als auch Verantwortliche zunehmend besorgt zurück.
Thioune soll nun für Stabilität sorgen, das Selbstvertrauen der Spieler zurückgewinnen und kurzfristig Punkte sammeln, um den direkten Abstieg zu vermeiden. „Daniel Thioune bringt die Erfahrung und die Ruhe mit, die wir jetzt brauchen“, sagte Clemens Fritz bei der Bekanntgabe der Verpflichtung.
Der neue Coach als Hoffnungsträger
Die Bremer hoffen, dass der neue Coach die Mannschaft schnell auf Kurs bringt und den Abstiegskampf noch einmal spannend machen kann. Schon das kommende Spiel gegen den SC Freiburg könnte ein erstes Signal dafür liefern, ob Thioune seine Handschrift sofort durchsetzen kann.
Mit seiner Mischung aus Erfahrung, Ruhe und taktischer Flexibilität gilt Thioune als Hoffnungsträger für die Bremer, die dringend Stabilität und Erfolge brauchen. Ob es ihm gelingt, Werder rechtzeitig aus der Krise zu führen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.