Was macht eigentlich Dirk Nowitzki aktuell (2026)?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 4 Min. Lesezeit
Dirk Nowitzki ist zweifellos eine der größten Persönlichkeiten, die der deutsche Sport jemals hervorgebracht hat – eine absolute Legende. Was macht Nowitzki eigentlich heute, also nach der aktiven Karriere als Basketballer?

Dirk Nowitzki gehört zu den prägendsten Figuren der modernen Basketballgeschichte. Der gebürtige Würzburger schaffte Ende der 1990er-Jahre den Sprung in die NBA und entwickelte sich bei den Dallas Mavericks zu einer echten Legende. Über zwei Jahrzehnte blieb er dem Klub treu, gewann 2011 sensationell die Meisterschaft und wurde zum wertvollsten Spieler der Finalserie gewählt. Mit seinem einzigartigen Spielstil – insbesondere dem kaum zu verteidigenden Fade-away-Wurf – veränderte er die Rolle großer Spieler im Basketball nachhaltig. Was macht er heute?

Seine Karriere war geprägt von Beständigkeit, Teamgeist und internationalem Respekt. Nowitzki wurde mehrfach All-Star, sammelte unzählige individuelle Auszeichnungen und gilt bis heute als einer der besten europäischen Spieler, die je in der NBA aktiv waren. Nach mehr als 20 Jahren im Profisport beendete er 2019 seine aktive Laufbahn – doch ganz verschwunden ist er seitdem keineswegs.

Engagement statt Ruhestand: Nowitzki nach dem Karriereende

Nach seinem Rücktritt entschied sich Nowitzki bewusst gegen einen kompletten Rückzug aus der Öffentlichkeit. Zwar genoss er zunächst eine ruhigere Phase ohne täglichen Trainings- und Spielstress, doch verschiedene Projekte hielten ihn weiterhin im Basketball-Kosmos und im gesellschaftlichen Leben präsent.

Ein wichtiger Bestandteil seines Engagements ist die enge Verbindung zu langjährigen Partnern. So besteht etwa eine „Lifetime-Partnerschaft“ mit der ING Deutschland, die sich über die aktive Karriere hinaus auf soziale und gesellschaftliche Initiativen konzentriert.

Gemeinsam werden regelmäßig Projekte unterstützt, die Sport und Bildung für junge Menschen fördern. Diese Kooperation zeigt, dass Nowitzki auch nach seiner Profi-Zeit weiterhin als Identifikationsfigur und Botschafter für gesellschaftliche Themen gefragt ist.

Die Stiftung als Herzensprojekt

Im Mittelpunkt seines Wirkens steht seit Jahren die Dirk-Nowitzki-Stiftung. Sie fördert Programme, die Kindern und Jugendlichen – besonders aus schwierigen sozialen Verhältnissen – bessere Chancen eröffnen sollen. Über Sport- und Bildungsangebote lernen junge Menschen Teamarbeit, Selbstvertrauen und soziale Kompetenzen.

Die Stiftung organisiert und unterstützt zahlreiche Initiativen, darunter Basketball-Trainingsprogramme, Schulprojekte oder Benefizveranstaltungen wie „Champions for Charity“.
Auch neue Sportflächen oder Schulprojekte entstehen in Zusammenarbeit mit Partnern – etwa Basketballplätze, die gemeinsam mit den Dallas Mavericks und der Stiftung realisiert wurden.

Darüber hinaus engagiert sich Nowitzki international: Er ist unter anderem Botschafter von UNICEF und setzt sich für bessere Lebensbedingungen sowie Bildungschancen für Kinder weltweit ein.  Dieses soziale Engagement begleitet ihn bereits seit den frühen Jahren seiner Karriere und ist heute ein zentraler Bestandteil seines öffentlichen Wirkens.

Neue Rolle in den Medien

Lange Zeit hatte Nowitzki selbst angekündigt, nach dem Karriereende eher im Hintergrund bleiben zu wollen. Doch inzwischen wagt er einen neuen Schritt: Zur aktuellen NBA-Saison arbeitet er als Experte für die Basketball-Übertragungen bei Prime Video.

Für den früheren Superstar ist das eine ungewohnte, aber reizvolle Herausforderung, die ihm erlaubt, seine Erfahrung und Perspektive in die Analyse des Spiels einzubringen.

Damit kehrt Nowitzki zwar nicht als Trainer oder Manager in den Ligaalltag zurück, bleibt aber weiterhin eng mit dem Sport verbunden. Gleichzeitig zeigt der Schritt, dass er nach mehreren Jahren Abstand wieder Lust hat, aktiv „zu arbeiten“ und neue Aufgaben auszuprobieren.

Verbunden mit Deutschland – und Dallas

Trotz seiner langen Zeit in den USA ist Nowitzki seiner fränkischen Heimat stets treu geblieben. In den vergangenen Jahren war er wieder häufiger in Deutschland präsent, etwa bei Projekten in Würzburg oder bei Stiftungsveranstaltungen.

Gleichzeitig bezeichnet er Dallas weiterhin als sein „zweites Zuhause“, was die enge emotionale Bindung an seinen früheren Klub unterstreicht.

Auch symbolisch wird diese Doppelheimat sichtbar: In Frankfurt wurde 2023 eine lebensgroße Statue zu seinen Ehren enthüllt, verbunden mit einer Spende für seine Stiftung. Solche Ehrungen zeigen, welchen Stellenwert Nowitzki nicht nur im Sport, sondern auch im öffentlichen Leben Deutschlands hat.

Privatleben: Familie und neue Prioritäten

Abseits der Öffentlichkeit hat sich Nowitzkis Alltag deutlich verändert. Nach Jahren mit dichtem Spielplan steht heute die Familie im Mittelpunkt. In Interviews betont er immer wieder, wie wichtig ihm seine Rolle als Vater ist und wie sehr er die neu gewonnene Zeit mit seinen Kindern schätzt.

Der ehemalige Profi nutzt den ruhigeren Lebensrhythmus, um mehr Zeit zu Hause zu verbringen und nicht mehr ständig zwischen Städten und Kontinenten zu reisen. Gleichzeitig bleibt er durch ausgewählte Auftritte, Benefizveranstaltungen und Medienprojekte präsent – allerdings deutlich kontrollierter als zu aktiven Zeiten.

Ein Leben nach der Karriere – ohne Stillstand

Dirk Nowitzki ist heute weder Trainer noch Manager im klassischen Sinne, aber weit davon entfernt, sich vollständig zurückzuziehen. Stattdessen hat er sich eine Rolle geschaffen, die zu seiner Persönlichkeit passt: engagierter Stifter, gelegentlicher Medienexperte, Botschafter für Kinder- und Jugendprojekte und Familienmensch.

Sein Weg nach der Karriere zeigt, dass sportlicher Ruhm nicht zwangsläufig im Rampenlicht enden muss. Nowitzki nutzt seine Bekanntheit gezielt, um gesellschaftliche Themen zu unterstützen und dem Basketball weiterhin verbunden zu bleiben – nur eben ohne den Druck des Profialltags.

So bleibt der Würzburger auch Jahre nach seinem letzten NBA-Spiel eine prägende Figur: nicht mehr als Spieler auf dem Parkett, sondern als Persönlichkeit, die Einfluss nimmt – auf den Sport, auf junge Menschen und auf die Wahrnehmung dessen, was ein Sportlerleben nach der Karriere bedeuten kann.

Simon Schneider - Chef Redakteur: Bundesliga & News
Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten.