
Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat die wenig überraschende Entscheidung getroffen, sich mit sofortiger Wirkung von Cheftrainer Marcel Rapp zu trennen. Nach einer sportlich ernüchternden Phase – mit zuletzt fünf Pflichtspielniederlagen in Folge und einem Stand von nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz – zogen die Verantwortlichen die Reißleine, um den drohenden Absturz in die 3. Liga abzuwenden. Rapp hatte den Klub seit Oktober 2021 betreut und war 2024 mit ihm als erstem Verein aus Schleswig-Holstein in die Bundesliga aufgestiegen, ehe der direkte Wiederabstieg folgte.
In der offiziellen Vereinsmitteilung hieß es, dass die Entscheidung „einvernehmlich“ getroffen wurde, um neue Impulse auf der Trainerposition zu setzen; konkrete Gründe wurden nicht ausführlich erläutert. Bis zur Nennung eines Nachfolgers übernimmt das bestehende Trainerteam rund um Co-Trainer Dirk Bremser den Spielbetrieb.
Abstiegskampf: Luft wurde immer dünner für Kiel
Der sportliche Druck auf Kiel war in den vergangenen Wochen spürbar gewachsen: Mit einer Serie ohne Sieg und einer Mannschaft, die trotz Engagement und Ballbesitz zu oft nicht punktete, sank die Zuversicht bei Fans und Verantwortlichen.
Die Lage auf Rang 14 der 2. Bundesliga ist prekär – ein Punkt trennt die Störche vom Relegationsrang. In diesem Kontext sah sich die Klubführung offenbar gezwungen zu handeln.
Intern wurde über mögliche Nachfolger spekuliert, wobei mehrere Kandidaten im Raum stehen. Doch ein Name hebt sich aus der Gerüchteküche besonders deutlich ab.
Klare Tendenz zum alten Bekannten: Tim Walter
Tim Walter, der bereits früher bei Holstein Kiel tätig war und dort erfolgreiche Jahre erlebte, gilt nach unseren vertraulichen Recherchen aus internen Kieler Kreisen als sehr wahrscheinlichster Nachfolger von Rapp.
Walter genießt in der Holstein-Szene hohes Ansehen, wurde beim Klubaufstieg als Motivator und Identifikationsfigur wahrgenommen und ist aktuell sofort verfügbar, nachdem er zuletzt vereinslos war. Seine Rückkehr würde bei vielen Fans und Funktionären als symbolischer Neustart im Abstiegskampf verstanden.
Nach unseren Informationen liegt Walter praktisch uneingeschränkt in der Gunst der sportlichen Leitung – der Kontakt zu seinem Umfeld sei bereits hergestellt worden und es gebe intern kein Blatt Papier mehr zwischen den Parteien, was eine baldige Verpflichtung angeht.
Weitere Kandidaten – aber mit Abstrichen
Neben Walter tauchen in der öffentlichen Diskussion weitere Trainer als Alternativen auf:
- Friedhelm Funkel – der erfahrene Coach genießt Respekt, könnte aber als pragmatische Lösung für den Abstiegskampf gelten.
- Horst Steffen – zuletzt bei SV Werder Bremen aktiv, bringt er Erfahrungen aus dem Aufbau von Teams mit.
- Cristian Fiel – in Trainerkreisen als entwicklungsorientierter Coach geschätzt, könnte er im Offensivbereich frische Akzente setzen.
Trotz dieser Optionen zeigt sich jedoch aus gut informierten Kieler Quellen, dass diese Alternativen im Klub intern lediglich als Backup gehandelt werden – nur im Falle, dass eine Einigung mit Walter doch noch scheitern sollte.
Prognose: Walter übernimmt das Ruder
Nach unserer Einschätzung ist Tim Walter der klare Favorit auf die Nachfolge von Marcel Rapp. Die sportliche Führung hat in den vergangenen Tagen intensiv intern beraten, und mehrere Stimmen aus dem Umfeld des Vereins belegen, dass der Deal in fortgeschrittenen Gesprächen steht.
Sollte sich Walter tatsächlich an der Förde wieder auf die Trainerbank setzen, wäre dies kein Zufall, sondern das Ergebnis einer bewussten, gemeinsamen Strategie – die Mannschaft emotional neu zu entfachen und den Kampf um den Klassenerhalt mit einem vertrauten, vereinstypischen Coach anzugehen.
Kurzum: Die Wahrscheinlichkeit, dass Kiel bald Walter präsentiert, ist nach unseren Recherchen sehr hoch – und dürfte an der Kieler Förde für neue Hoffnung im Abstiegskampf sorgen.