Nazigruß vor Real Madrid vs. Benfica: Klub leitet Ausschlussverfahren gegen Mitglied ein

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 2 Min. Lesezeit

Ausgerechnet wenige Minuten nach einem klaren Signal gegen Diskriminierung ist das Champions-League-Play-off zwischen Real Madrid und Benfica von einem Eklat überschattet worden: TV-Kameras filmten einen Zuschauer im Santiago Bernabéu, der während der Hymne der „Los Blancos“ den Nazigruß zeigte. Real Madrid reagierte nach eigenen Angaben umgehend, identifizierte die Person als Vereinsmitglied und ließ sie noch vor dem Anpfiff aus dem Stadion entfernen.

Vorfall kurz vor Anpfiff – Kontrast zum „No to racism“-Banner

Der Moment traf das Spiel in einer besonders sensiblen Phase: Kurz zuvor war im Stadion ein Banner mit der Botschaft „No to racism“ zu sehen. Genau dieser Kontrast sorgt nun für besonders heftige Reaktionen – nicht nur wegen der Geste selbst, sondern auch wegen der Symbolik: Anti-Rassismus-Botschaft und Nazi-Gruß innerhalb weniger Minuten im selben Setting.

Real Madrid: Identifiziert, entfernt, Verfahren gestartet

In einem offiziellen Statement erklärte Real Madrid, man habe den Vorfall unmittelbar nach der TV-Übertragung intern aufgegriffen. Sicherheitskräfte hätten die Person schnell lokalisiert und unverzüglich aus dem Bernabéu entfernt. Parallel dazu sei der Disziplinarausschuss eingeschaltet worden, um ein sofortiges Ausschlussverfahren einzuleiten – inklusive Konsequenzen für die Mitgliedschaft.

Der Klub verurteilte das Verhalten scharf und betonte, dass solche Gesten Hass und Gewalt in Sport und Gesellschaft befeuern.

Warum das so brisant ist: Null-Toleranz wird zum Stresstest

Für Vereine ist ein solcher Fall mehr als ein PR-Problem. Er ist ein Stresstest für die eigene Glaubwürdigkeit, gerade wenn parallel öffentlich gegen Rassismus positioniert wird. Real Madrid wählt hier die maximale Eskalationsstufe: Identifikation, Rauswurf, Disziplinarverfahren – und damit ein Signal, dass der Klub die Sache nicht als „Einzelfall im Block“ kleinreden will.

Ob es darüber hinaus sportrechtliche oder behördliche Schritte gibt, ist zum Zeitpunkt der Berichte offen. Klar ist nur: Der Vorfall hat dem Abend eine Schlagzeile verpasst, die nichts mit Fußball zu tun hat.


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Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.