
Der 1. FC Köln hat am Freitagabend einen weiteren herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga hinnehmen müssen. In der WWK Arena unterlag der Effzeh dem FC Augsburg klar mit 0:2 und setzt damit seine zuletzt enttäuschende Serie fort. Die Abstiegssorgen bei den Rheinländern werden dadurch wieder größer – der Vorsprung auf die Abstiegszone schrumpft bedrohlich.
Nur insgesamt einen Punkt hat der FC aus den vergangenen vier Bundesligaspielen geholt. Die Alarmglocken schrillen unterm Dom.
Bittere Niederlage in Augsburg
Vor rund 30 660 Zuschauern in Augsburg entwickelte sich lange kein spektakuläres Spiel: Beide Teams neutralisierten sich weitgehend, und Torchancen blieben in der ersten Hälfte Mangelware. Kurz nach dem Seitenwechsel brachte Rodrigo Ribeiro die Gastgeber mit einem Hacken-Tor in Führung – ein Treffer, der Kölns Defensive alt aussehen ließ. In der Nachspielzeit sorgte Alexis Claude-Maurice mit einem Schuss in das leere Tor für die endgültige Entscheidung.
Für den FC war es der nächste Dämpfer im Saisonverlauf: Aus den letzten vier Partien holten die Geißböcke nur einen Punkt, und inzwischen hat man in 15 Spielen nur zwei Siege eingefahren. Das sind Zahlen, die den Blick immer stärker in Richtung Tabellenkeller richten – auch wenn Köln aktuell noch ein paar Zähler Sicherheit auf dem Papier besitzt.
Das Abstiegsgespenst geht wieder um in Köln
Die Niederlage verschärft die bereits angespannte Situation des 1. FC Köln im Abstiegskampf. Die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok kann sich bei nur 24 Punkten nicht mehr erlauben, weiterhin so schwankende Leistungen zu zeigen. Schon am kommenden Spieltag wartet mit dem Borussia Dortmund ein echter Prüfstein – und ein Spiel, in dem Köln dringend punkten muss, um nicht weiter in akute Gefahr zu geraten.
„Den Fluch brechen“ – diesen Satz hat Kwasniok nach dem Spiel geprägt. Er fordert von seinem Team, endlich gegen einen „der Großen“ zu punkten und den Negativtrend zu stoppen. Gleichzeitig macht er keinen Hehl daraus, dass der Druck in dieser Phase der Saison „logisch“ größer werde.
Personalprobleme und fehlende Durchschlagskraft
Ein weiteres Problem: Köln musste in Augsburg auf wichtige Akteure verzichten. Aufgrund von Verletzungen und Trainingsausfällen standen Leistungsträger wie Said El Mala erst spät oder gar nicht zur Verfügung. Gerade solche Ausfälle machen sich besonders in engen Spielen schlecht – denn der FC fand offensiv wenig Mittel, um die gut organisierte Augsburger Abwehr ernsthaft in Gefahr zu bringen.
Defensiv zeigte der FC zwar Einsatz, doch fehlende Kreativität und Durchschlagskraft im Angriff führten dazu, dass man Augsburg nie wirklich unter Druck setzen konnte. Besonders bitter: Eine gute Kopfballchance an die Latte blieb ungenutzt, und so ließ Köln die Gäste im Anschluss das Spiel kontrollieren.
Und jetzt wartet der BVB
Mit dieser Niederlage wird klar: Was zu Beginn der Saison als solides Projekt mit Perspektive begann, droht sich in einen handfesten Abstiegskampf zu verwandeln. Der Vorsprung auf die Abstiegsränge schmilzt – und der 1. FC Köln steht vor Wochen, in denen jeder Punkt zählt wie in kaum einer anderen Phase der Saison.
Der kommende Gegner Dortmund wird keine einfache Aufgabe, doch sie könnte entscheidend dafür sein, ob Köln sich wieder stabilisiert – oder tiefer in den Tabellenkeller rutscht.