1. FC Köln: Zweifel an Stefan Ruthenbeck?

Armin Veh
Armin Veh (Foto: foto2press)

Am morgigen Sonntag klammert sich der 1. FC Köln erneut an einen immer dünner werdenden Strohhalm. Bei RB Leipzig müssen die Geißböcke eigentlich schon gewinnen, um weiter halbwegs realistisch auf den Klassenerhalt bzw. die Relegation hoffen zu dürfen. Setzt es bei den Roten Bullen wieder eine Pleite, könnte man in der Domstadt wohl endgültig und komplett für die 2. Bundesliga planen. Dass darauf ohnehin schon der Schwerpunkt liegt, ist indes klar.

Noch hält man sich aber in vielerlei Hinsicht bedeckt. So hat sich keiner der Spieler, die im Abstiegsfall mit Angeboten anderer Vereine rechnen können, zu seiner Zukunft geäußert. Doch dass Akteure wie Timo Horn, Jonas Hector oder auch Dominique Heintz mit dem FC in die 2. Liga gehen werden, darf man getrost als unwahrscheinlich bezeichnen.

Weitreichende Entscheidungen dürften derweil auch nicht getroffen werden, solange nicht die Schlüsselpersonalie des Trainers geklärt ist. Nachdem zuletzt vom “Express” einmal mehr Markus Anfang von Holstein Kiel als Wunschtrainer bezeichnet wurde, hat Geschäftsführer Armin Veh nun reichlich Anlass zu der Annahme gegeben, dass nicht der momentane Coach Stefan Ruthenbeck mit der Aufgabe eines Neuaufbaus betraut würde.

Bemerkenswerte Aussagen von Armin Veh

“Wir haben einen guten Aus­tausch. Er stellt zwar nicht die Mann­schaft auf, die ich auf­stel­len würde. Aber viel­leicht kommt das ja noch”, zitiert “Bild” Veh mit bemerkenswerten Worten hinsichtlich der Aufstellung. Just in einem wesentlichen Punkt funken der Trainer und der Geschäftsführer offenkundig nicht auf einer Wellenlänge und das allem Anschein nach durchgängig, wie Vehs weitere Aussagen deutlich machen: “Wir tau­schen uns re­gel­mä­ßig aus. Bis­lang war es immer so, dass ich an­ders auf­ge­stellt hätte. Aber ich sehe es auch mehr wie die Zu­schau­er oder Fans und sehe die Mann­schaft nicht die ganze Woche.”

Relativ klar ist, dass unter solchen Voraussetzungen eine weitere Zusammenarbeit auch dann nur bedingt Sinn ergeben würde, wenn sich beide menschlich gut verstehen. Veh betonte zwar auch, Ruthenbeck zu vertrauen und sogar noch Dinge lernen zu können. Aber dennoch ist eher davon auszugehen, dass in der neuen Saison ein anderer Trainer an der Seitenlinie stehen wird.