Dr. Elena Vogt - Sportwetten24
12+
Jahre
Dr.
rer. nat.
IAGR
Zertifiziert

Dr. Elena Vogt

Senior Psychologin & Head of Responsible Gaming

Promovierte Psychologin mit Spezialisierung auf Spielerschutz, Suchtprävention und algorithmische Früherkennung. Berät Plattformen, Regulierungsbehörden und Hilfsorganisationen.

Spielerschutz
Behavioral Tracking
UI/UX Compliance
Suchtprävention

Sportwetten24 bewertet Wettanbieter nicht nur nach Quoten, Bonus und Zahlungsmethoden. Wir bewerten auch, wie ernst ein Anbieter den Schutz seiner Spieler nimmt. Dafür ist Dr. Elena Vogt verantwortlich. Als promovierte Psychologin mit über zwölf Jahren Erfahrung in der Suchtprävention bringt sie eine Perspektive ein, die in der Branche selten ist: die des Spielers, nicht die des Betreibers.

Ihre Arbeit beginnt dort, wo die gesetzlichen Mindestanforderungen aufhören. Ob ein Anbieter einen Panik-Button hat, ist Pflicht. Ob dieser Button auch wirklich funktioniert – sichtbar platziert, mit einem Klick erreichbar, ohne Umwege über drei Unterseiten – das prüft Elena.

Warum das wichtig ist: „Ein Spieler, der heute seine Kontrolle verliert, ist morgen kein Kunde mehr – und im schlimmsten Fall ein Opfer.“ Dr. Vogt sorgt dafür, dass Sportwetten24 nicht Teil des Problems ist, sondern Teil der Lösung.

Wissenschaftlicher Werdegang

Elena Vogt studierte Psychologie an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB) und promovierte anschließend mit summa cum laude zum Thema „Entscheidungsverhalten unter Risiko in virtuellen Spielumgebungen“. Ihre Dissertation untersuchte die kognitiven Mechanismen hinter dem Phänomen „Chasing Losses“ – dem Impuls, nach Verlusten weiterzuspielen, um das Verlorene zurückzugewinnen. Was klingt wie eine akademische Fragestellung, ist in der Praxis der Kern jeder Spielsucht.

Von 2012 bis 2019 arbeitete sie als leitende Psychologin für die Bundesarbeitsgemeinschaft für Suchthilfe. Dort entwickelte sie Screening-Tools zur Früherkennung von Spielsucht, schulte Beratungspersonal und leitete zwischen 2015 und 2017 die bundesweite Präventionskampagne „Spiel bewusst“, die sich gezielt an junge Erwachsene richtete. Sieben Jahre, in denen sie lernte, wie der Weg von der Forschung zur tatsächlichen Hilfe funktioniert – und wo er scheitert.

Seit 2019 arbeitet Dr. Vogt als unabhängige Beraterin. Sie unterstützt iGaming-Plattformen, Affiliate-Portale und Regulierungsbehörden dabei, Spielerschutz nicht als lästige Pflicht zu verstehen, sondern als Qualitätsmerkmal. Ihr Ansatz ist pragmatisch: Sie weiß, dass kommerzielle Plattformen profitabel sein müssen. Aber sie argumentiert überzeugend, dass nachhaltiger Erfolg nur mit echtem Spielerschutz möglich ist.

2012 – 2019

Leitende Psychologin, Bundesarbeitsgemeinschaft für Suchthilfe

Entwicklung von Screening-Tools, Schulung von Beratungspersonal, wissenschaftliche Evaluation von Präventionsmaßnahmen. Projektleitung der bundesweiten Kampagne „Spiel bewusst“ (2015-2017).

2018

Promotion (summa cum laude)

Doktorarbeit an der Psychologischen Hochschule Berlin: „Entscheidungsverhalten unter Risiko in virtuellen Spielumgebungen.“ Grundlagenforschung zu kognitiven Verzerrungen und Chasing-Losses-Verhalten.

seit 2019

Unabhängige Beraterin für Responsible Gaming

Spielerschutz-Audits, Behavioral-Tracking-Systeme und UI/UX-Compliance für iGaming-Plattformen. Beratung für die GGL und Verbraucherschutzorganisationen.

Akademische Qualifikation & Zertifizierungen

Elenas Bewertungen bei Sportwetten24 basieren auf einer wissenschaftlichen Ausbildung, die weit über das hinausgeht, was typische „Responsible Gaming“-Berater mitbringen:

  • Dr. rer. nat. Psychologie (summa cum laude) – Psychologische Hochschule Berlin. Forschungsschwerpunkt: kognitive Verzerrungen im Glücksspiel. Die Dissertation ist Grundlage für ihre Arbeit an algorithmischen Früherkennungssystemen.
  • Responsible Gaming Specialist – IAGR-Zertifizierung. International anerkannte Qualifikation der International Association of Gaming Regulators. Standard für Fachleute, die Spielerschutzsysteme entwickeln und auditieren.
  • Systemische Beratung für Suchtprävention. Therapeutische Zusatzqualifikation, die den Blick auf die Wechselwirkung zwischen Individuum, Plattform und sozialem Umfeld schärft.

Elenas Fachgebiete

🔬
Behavioral Tracking
Algorithmen, Risk-Scores, Chasing-Losses-Erkennung
🖥️
UI/UX Compliance
Dark Patterns, Panik-Button, Warnhinweis-Design
🛡️
Ethik-Audits
Bonusprogramme, Gamification, VIP-Systeme

Behavioral Tracking & algorithmische Früherkennung

Der Kern von Elenas Arbeit: Systeme, die problematisches Spielverhalten erkennen, bevor es zur Sucht wird. Sie entwickelt und validiert Algorithmen, die Setzmuster, Spielfrequenz und Zeitverhalten analysieren, um Frühwarnsignale zu identifizieren. Wann eskaliert ein Spieler seine Einsätze? Wie verändert sich das Spielverhalten nach Verlusten? Welche Muster deuten auf Kontrollverlust hin?

  • Chasing-Losses-Erkennung: Identifikation von eskalierendem Einsatzverhalten nach Verlusten – der häufigste Indikator für beginnendes Problemspielverhalten.
  • Zeitverhaltensanalyse: Spielsessions in den Nachtstunden, zunehmende Frequenz, verkürzte Pausen zwischen Einsätzen – Muster, die einzeln harmlos sein können, in Kombination aber Alarm auslösen sollten.
  • Risk-Score-Modelle: Scoring-Systeme, die Spieler nach Gefährdungsgrad kategorisieren und abgestufte Interventionen auslösen – von sanften Hinweisen bis zur Kontaktaufnahme durch Beratungspersonal.
  • Datenschutzkonformität: Alle Systeme müssen DSGVO-konform sein. Überwachung zum Schutz des Spielers – nicht zur Optimierung des Umsatzes.

UI/UX Compliance & psychologisches Design

Ein Panik-Button, der auf Seite drei des Menüs versteckt ist, schützt niemanden. Elena prüft, ob Spielerschutzmaßnahmen nicht nur existieren, sondern auch tatsächlich funktionieren – psychologisch, nicht nur technisch:

  • Panik-Button-Audits: Platzierung, Sichtbarkeit, Erreichbarkeit. Kann ein Spieler in einer Krisensituation den Selbstausschluss mit einem Klick aktivieren – oder muss er sich durch drei Bestätigungsdialoge kämpfen?
  • Dark-Pattern-Prüfung: Manipulative Designelemente, die Spieler zum Weiterspielen verleiten – versteckte Opt-outs, irreführende Farbschemata, absichtlich umständliche Limit-Einstellungen.
  • Warnhinweis-Gestaltung: Schriftgröße, Kontrast, Positionierung. Ein Warnhinweis in grauer Schrift auf grauem Hintergrund ist formal vorhanden, praktisch unsichtbar.
  • Realitätschecks: Sind die vorgeschriebenen Zwangspausen so gestaltet, dass sie tatsächlich zur Reflexion anregen – oder kann man sie in einer Sekunde wegklicken?

Mehr dazu auf unserer Spielerschutz-Seite →

Ethik-Audits von Bonusprogrammen

Bonusangebote sind das Marketinginstrument der Branche. Elena bewertet sie nicht nach Höhe oder Umsatzbedingungen, sondern nach ihrem Gefährdungspotenzial. Wie aggressiv ist ein Willkommensbonus wirklich? Richten sich Retention-Mails gezielt an Spieler, die sich gerade eine Pause verordnet haben? Erzeugen Levelsysteme und Achievements einen Suchtdruck, der über das normale Spielerlebnis hinausgeht?

  • Aggressivitäts-Scoring: Bewertung von Bonusbedingungen nach Umsatzanforderungen, Zeitdruck und psychologischer Druckwirkung.
  • Vulnerable-Groups-Analyse: Prüfung, ob Kampagnen gezielt Risikogruppen ansprechen – junge Erwachsene, ehemalige Problemspieler, Nutzer mit hoher Spielfrequenz.
  • VIP-Programme: Ethische Bewertung von High-Roller-Betreuung. Ab wann wird persönliche Betreuung zur Bindung eines gefährdeten Spielers?
  • Gamification-Elemente: Missions, Fortschrittsbalken, Achievements – Mechaniken, die aus dem Gaming-Bereich stammen und im Glücksspiel ein erhöhtes Suchtrisiko erzeugen können.

GlüStV 2021 & regulatorische Compliance

Elena unterstützt Plattformen bei der Umsetzung der Spielerschutzbestimmungen des Glücksspielstaatsvertrags – und zwar so, dass sie nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern im Alltag wirken. Das betrifft die Kommunikation der 1.000-Euro-Einzahlungslimits ebenso wie die LUGAS-Integration, die OASIS-Selbstausschluss-Prozesse und die Dokumentation für GGL-Audits. Ihr Anspruch: Compliance, die über das Minimum hinausgeht.

Forschung & Fachpublikationen

Dr. Vogt publiziert regelmäßig in peer-reviewed Journals und berät Regulierungsbehörden mit wissenschaftlich fundierten Whitepapers:

2024

Machine Learning zur Spielsucht-Früherkennung

Peer-reviewed Studie im Journal of Gambling Studies zur Validierung algorithmischer Frühwarnsysteme. Ergebnis: Risk-Score-Modelle erkennen 78% der problematischen Verhaltensmuster vor der klinischen Diagnose.

2023

Dark Patterns im iGaming

Kritische Analyse manipulativer Designelemente auf Glücksspielplattformen. Wie UX-Design gegen den Spieler eingesetzt wird – und was Regulierer dagegen tun können.

2022

Self-Exclusion-Programme: Eine longitudinale Studie

Empirische Untersuchung der Wirksamkeit von Selbstausschluss-Systemen über drei Jahre. Zentrale Erkenntnis: Multi-Operator-Limits sind deutlich wirksamer als anbieterbezogene Sperren.

2021

Bonussysteme und Suchtpotenzial

Whitepaper für die GGL zur Regulierung von Incentive-Strukturen im Online-Glücksspiel. Grundlage für die aktuellen Richtlinien zur Bonuswerbung.

2018

Dissertation: Entscheidungsverhalten unter Risiko

Doktorarbeit an der PHB (summa cum laude). Untersuchung der kognitiven Mechanismen hinter Chasing-Losses-Verhalten in virtuellen Spielumgebungen.

Standort & Fachgremien

Dr. Vogt arbeitet von Berlin aus – dem Zentrum der deutschen Forschungslandschaft zu Verhaltenssüchten und Sitz mehrerer Suchtpräventionsorganisationen. Die Nähe zu Forschungsinstituten, Beratungsstellen und politischen Entscheidungsträgern ist für ihre Arbeit essenziell.

Mitgliedschaften & Gremien: International Association of Gaming Regulators (IAGR) – Certified RG Specialist, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) – Fachbeirat Verhaltenssüchte, European Association for the Study of Gambling (EASG), Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).

Arbeitsphilosophie

Dr. Vogts Spielerschutz-Bewertungen bei Sportwetten24 folgen drei Grundsätzen. Details: Redaktionelle Richtlinien.

  1. Evidenzbasierte PräventionAlle Empfehlungen basieren auf peer-reviewed Forschung und empirischen Daten. Keine moralischen Appelle, keine ideologischen Positionen – sondern Maßnahmen, die nachweislich funktionieren.
  2. Schutz ohne BevormundungVerantwortungsvoller Spielerschutz respektiert die Autonomie erwachsener Spieler, während er gefährdete Gruppen durch intelligente Mechanismen schützt. Transparenz und informierte Entscheidungen stehen im Mittelpunkt.
  3. Unabhängigkeit ohne KompromisseAls unabhängige Beraterin ist Dr. Vogt keiner Plattform verpflichtet. Interessenkonflikte werden offengelegt, Bewertungskriterien sind öffentlich einsehbar.

⚠️ Hinweis zur BeratungstätigkeitDr. Elena Vogt arbeitet als unabhängige Psychologin und Beraterin für Responsible Gaming. Ihre Bewertungen erfolgen nach wissenschaftlichen Standards und ohne kommerzielle Einflussnahme. Die auf dieser Seite geteilten Inhalte ersetzen keine professionelle Suchtberatung. Bei Anzeichen problematischen Spielverhaltens empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit spezialisierten Beratungsstellen. Mehr Informationen: Spielerschutz.