
Schockmoment beim WTA-Turnier in Indian Wells: Coco Gauff musste ihr Drittrundenmatch gegen Alexandra Eala überraschend aufgeben. Die Weltranglisten-Vierte lag bereits 2:6, 0:2 zurück, als sie nach nur 54 Minuten nicht mehr weiterspielen konnte.
Der Grund war eine plötzlich auftretende Verletzung im linken Arm. Gauff beschrieb das Gefühl später als „beängstigend“. Ihr Arm habe sich angefühlt, „als würde ein Feuerwerk darin explodieren“ – kurz darauf habe sich der gesamte Arm angefühlt, „als stünde er in Flammen“.
Eine solche Schmerzbeschreibung sorgt im Tennis naturgemäß sofort für Alarm, denn Arm- und Schulterverletzungen können für Profispieler schnell langfristige Folgen haben.
Schmerzen bereits früh im Match
Die Beschwerden traten offenbar sehr früh im Spiel auf. Gauff erklärte, sie habe die ersten Schmerzen bereits im zweiten Spiel des ersten Satzes gespürt. Danach seien sie immer stärker geworden.
Besonders ungewöhnlich: Die Schmerzen traten sogar bei Bewegungen auf, bei denen sie den linken Arm eigentlich kaum belastete. Genau das machte die Situation für die US-Amerikanerin so beunruhigend.
Nach einem Medical Timeout versuchte sie zunächst weiterzuspielen, doch die Schmerzen ließen nicht nach. Schließlich entschied sich Gauff, das Match abzubrechen – eine seltene Situation in ihrer Karriere. Erst einmal zuvor hatte sie ein Spiel vorzeitig aufgegeben.
Verdacht auf Nervenproblem
Eine endgültige Diagnose gibt es bislang noch nicht. Allerdings vermuten Ärzte laut ersten Einschätzungen ein nervenbedingtes Problem im Arm.
Um Klarheit zu bekommen, kündigte Gauff unmittelbar nach dem Match eine MRT-Untersuchung an. Erst danach wird feststehen, ob es sich um eine harmlose Reizung oder um eine ernsthaftere Verletzung handelt.
Immerhin gibt es erste vorsichtige Entwarnung: Nach Einschätzung ihres Teams könnte es sich um kein langfristiges Problem handeln.
Hoffnung auf schnelle Rückkehr
Trotz der dramatischen Schmerzen zeigte sich Gauff relativ optimistisch. Ihr Ziel ist es, möglichst schnell wieder auf den Platz zurückzukehren – idealerweise schon beim nächsten großen Turnier in Miami Open.
Ob das tatsächlich gelingt, hängt jedoch von den medizinischen Ergebnissen ab. Nervenreizungen können zwar schnell abklingen, in manchen Fällen aber auch länger Probleme verursachen.
Für Gauff wäre eine längere Pause besonders bitter. Die 21-Jährige gehört aktuell zu den größten Stars der WTA-Tour und zählt bei vielen Turnieren zu den Titelanwärterinnen.
Ein kleiner Schreckmoment – oder mehr?
Noch ist also unklar, ob hinter dem „brennenden Arm“ nur eine kurzfristige Reizung steckt oder ein ernsteres Problem.
Fest steht jedoch: Wenn eine Topspielerin wie Coco Gauff plötzlich von einem Arm spricht, der sich „wie in Flammen“ anfühlt, wird die Tenniswelt hellhörig. Die kommenden Tage – und die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen – werden zeigen, ob es nur ein kurzer Schreckmoment war oder der Beginn einer schwierigeren Verletzungsphase.