Mit dem Start der Australian Open 2026 rückt das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres in den Mittelpunkt des internationalen Tennis-Kalenders. In Melbourne treffen sportliche Dominanz und offene Fragen aufeinander – und genau das spiegelt sich in den aktuellen Siegerquoten wider.
Die Buchmacher zeichnen ein klares Bild an der Spitze, lassen dahinter jedoch Raum für taktische Wetten und längerfristige Marktoptionen. Die Quoten dienen dabei weniger als Prognose, sondern als Momentaufnahme von Form, Auslosung und Erwartungshaltung.
Siegerquoten Australian Open 2026: So bewertet der Markt die Titelchancen
Die Langzeitmärkte für das Herren-Einzel werden aktuell von zwei Spielern dominiert. Jannik Sinner und Carlos Alcaraz bilden den Maßstab, an dem sich alle weiteren Titelkandidaten messen lassen müssen.
Beide prägten die vergangene Saison deutlich. Sinner gewann zuletzt in Melbourne und Wimbledon, Alcaraz sicherte sich die Titel bei den French Open und den US Open. Die Aufteilung der Grand-Slam-Trophäen erklärt, warum der Markt nahezu ausschließlich auf dieses Duo fokussiert ist.
In Melbourne genießt Sinner zusätzliches Vertrauen. Als zweifacher Titelverteidiger reist er mit einer makellosen Bilanz der vergangenen zwei Jahre an. Diese Serie fließt unmittelbar in die Quotenbewertung ein und verschafft ihm einen leichten Vorsprung.
Alcaraz liegt nur knapp dahinter. Seine bisherigen Ergebnisse bei den Australian Open waren solide, aber nicht titelreif. Dennoch halten seine Vielseitigkeit, seine Entwicklung auf Hartplatz und sein körperliches Niveau die Quote stabil. Der Markt bewertet weniger die Vergangenheit als das Potenzial.
Novak Djokovic 2026: Erfahrung gegen Marktlogik
Direkt hinter den beiden Topfavoriten folgt Novak Djokovic. In Melbourne bleibt er unabhängig von Formkurven ein fixer Faktor. Zehn Titel bei den Australian Open machen ihn zum erfolgreichsten Spieler in der Turniergeschichte.

Auch die jüngste Saison liefert Argumente. Djokovic erreichte bei allen vier Grand Slams mindestens das Halbfinale – eine Konstanz, die außer Sinner kein weiterer Spieler vorweisen konnte.
Trotzdem spiegeln die Quoten eine realistischere Einschätzung wider als in früheren Jahren. Alter, Belastungssteuerung und die gestiegene Konkurrenz fließen stärker in die Bewertung ein. Für den Wettmarkt bedeutet das: höhere Quoten bei gleichzeitig unverändert hohem Respekt vor seiner Best-of-Five-Stärke.
Eine Wette auf Djokovic bleibt damit eine Entscheidung für Erfahrung und mentale Kontrolle – jedoch mit größerem Risiko als bei den beiden jüngeren Favoriten.
Verfolgerfeld: Diese Spieler behalten Wettanbieter im Blick
Hinter der Topgruppe öffnet sich das Feld deutlich. Mehrere Spieler werden als ernstzunehmende Mitfavoriten geführt, vor allem aufgrund ihrer Setzposition und ihrer Leistungen auf Hartplatz.
Alexander Zverev gehört zu dieser Gruppe. Sein Finaleinzug in Melbourne im Vorjahr unterstreicht seine Eignung für den Belag. Als Topgesetzter vermeidet er frühe Duelle mit Sinner oder Alcaraz, was seinen Turnierweg kalkulierbarer macht.
Ebenfalls relevant sind Lorenzo Musetti und Alex de Minaur. Beide kombinieren Athletik mit taktischer Flexibilität. De Minaur profitiert zusätzlich vom Heimvorteil, der in engen Matches spürbar sein kann.
Ein weiterer Name mit Außenseiterpotenzial ist Felix Auger-Aliassime. Seine starke Schlussphase der Vorsaison macht ihn zu einem interessanten Kandidaten für tiefere Turnierläufe.
Zum erweiterten Kreis zählen zudem Ben Shelton und Taylor Fritz. Beide verfügen über enorme Schlagkraft, zeigen aber noch Schwankungen in längeren Grand-Slam-Matches.
Setzliste Australian Open 2026: Orientierung für Wettstrategien
Die Setzliste liefert eine wichtige Grundlage für langfristige Wetten. Sie zeigt, wer früh geschützt ist und welche K.o.-Duelle erst in späteren Runden möglich werden.
| Setzplatz | Spieler |
|---|---|
| 1 | Carlos Alcaraz |
| 2 | Jannik Sinner |
| 3 | Alexander Zverev |
| 4 | Novak Djokovic |
| 5 | Lorenzo Musetti |
| 6 | Alex de Minaur |
| 7 | Felix Auger-Aliassime |
| 8 | Ben Shelton |
| 9 | Taylor Fritz |
| 10 | Alexander Bublik |
| 11 | Daniil Medvedev |
| 12 | Casper Ruud |
| 13 | Andrey Rublev |
| 14 | Alejandro Davidovich Fokina |
| 15 | Karen Khachanov |
| 16 | Jakub Mensik |
Für Wettbegeisterte bedeutet diese Struktur Planungssicherheit. Potenzielle Halbfinal- und Finalrouten lassen sich früh analysieren, bevor Quoten stärker reagieren.
Wettmärkte rund um die Australian Open 2026
Neben dem Turniersieger bieten die Buchmacher eine Vielzahl an Märkten, die während der Australian Open relevant werden. Besonders gefragt sind Matchwetten, Satzmärkte und Spezialwetten auf Tie-Breaks oder Turnierfortschritte.
Beliebt sind unter anderem:
- Matchgewinner in frühen Runden
- Over/Under-Wetten auf Sätze oder Games
- Satz-Handicaps zur Quotenanpassung
- Wetten auf Halbfinal- oder Finaleinzüge
Langzeitwetten auf den Turnierverlauf sichern häufig bessere Quoten, erfordern jedoch eine genaue Analyse von Auslosung, Belastung und möglicher Gegnerdichte.
Einordnung zum Turnierstart
Die Australian Open 2026 starten mit einer klaren Marktstruktur an der Spitze und einem offenen Verfolgerfeld. Sinner und Alcaraz definieren die Favoritenrolle, Djokovic bleibt der erfahrene Unsicherheitsfaktor, dahinter eröffnen sich strategische Optionen für risikobewusste Wetten.
Für dich bedeutet das: weniger Bauchgefühl, mehr Marktverständnis – und eine solide Grundlage, um das Turnier sportlich wie wetttechnisch einzuordnen.