
Borussia Dortmund muss in den Playoffs der Champions League nicht gegen einen deutschen Rivalen antreten – und das ist eine gute Nachricht für Fans und den Wettbewerb insgesamt. Bei der Auslosung am Freitag in Nyon entschied das Los, dass der BVB auf Atalanta Bergamo trifft und damit nicht auf Bayer Leverkusen. Hätte das Pendel anders ausgeschlagen, wäre es zum ersten deutsch-deutschen Duell dieser Saison gekommen – doch die Realität ist nun ein internationales Aufeinandertreffen, das dem Kräftemessen mehr Farbe und Spannung verleiht.
Die Konstellation vor der Auslosung versprach ein Duell „50:50“ – entweder gegen Atalanta oder gegen Leverkusen. Dass es am Ende Italien wurde, sorgt für wohlmeinende Erleichterung im deutschen Fußball. Eine Begegnung zwischen Dortmund und Leverkusen wäre zwar sportlich reizvoll, aber auch ein bisschen erwartbar gewesen.
Stattdessen bekommt die Königsklasse ein internationaleres Gesicht – eine willkommene Abwechslung, nicht nur für die Fans der Schwarz-Gelben, sondern für alle, die europäischen Fußball in seiner ganzen Breite schätzen.
In Leverkusen und Dortmund ist man froh
Borussia Dortmund bekommt es mit einem Team zu tun, das in den letzten Jahren seine Klasse in Europa unter Beweis gestellt hat. Atalanta Bergamo hat sich in der Serie A und auf internationalem Parkett als unangenehmer, offensivstarker Gegner etabliert, der keiner Partie seinen Stempel aufdrückt, sondern sie mit Leidenschaft und taktischer Flexibilität gestaltet.
Die Begegnung verspricht daher nicht nur sportlich anspruchsvoll zu werden, sondern auch stilistisch attraktiv – ein Duell zwischen zwei Traditionsmannschaften mit Ambitionen, das Lust auf mehr macht.
Gewinnt der BVB endlich gegen ein italienisches Team?
Für den BVB ist diese Auslosung gleichzeitig eine kleine Rückkehr auf vertrautes Terrain. In der laufenden Saison hatte es bereits Duelle mit italienischen Teams gegeben – darunter ein spektakuläres 4:4 gegen Juventus Turin und eine knapp verlorene Partie gegen Inter Mailand.
Nun setzt sich diese italienische Fußballreise fort, und Dortmund kann zeigen, wie gut es auf diese taktischen Herausforderungen eingestellt ist.
Leverkusen gegen Olympiakos Piräus
Auf der anderen Seite steht Bayer Leverkusen, der gegen Olympiakos Piräus antritt, während Dortmund und Atalanta in den Playoffs aufeinandertreffen. Diese Konstellation bietet beiden Bundesliga-Vertretern die Chance, sich unabhängig voneinander ins Achtelfinale zu kämpfen, ohne sich gegenseitig den Weg versperren zu müssen.
Dadurch bleibt auch im weiteren Verlauf der K.o.-Phase die Möglichkeit offen, dass mehrere deutsche Teams in den entscheidenden Runden vertreten sind – was wiederum dem deutschen Fußball als Ganzes gut tut.
Champions League bleibt spannend
Gerade im Hinblick auf die Attraktivität der Champions League ist eine international geprägte Playoff-Runde wertvoll. Fans aus unterschiedlichen Ländern treffen aufeinander, verschiedene Spielstile prallen aufeinander und das Spektakel gewinnt an dramaturgischer Tiefe.
Ein rein deutsches Duell im frühen Playoff-Stadium wäre zwar interessant, aber in seiner Erwartbarkeit weniger aufregend gewesen. Ein Aufeinandertreffen zwischen Dortmund und Atalanta hingegen verspricht Spannung, Unsicherheit und echte internationale Würze.
So gesehen gewinnt nicht nur der BVB durch die Auslosung – es gewinnt auch der Wettbewerb. Der internationale Charakter der Champions League bleibt erhalten, und die Vorfreude auf das Duell zwischen Schwarz-Gelb und dem italienischen Herausforderer könnte größer kaum sein.