
Die Ligaphase der reformierten Champions League ist abgeschlossen – und für die drei verbliebenen Bundesligisten nimmt der Weg Richtung Finale bereits klare Konturen an. Während der FC Bayern sich eine komfortable Ausgangsposition gesichert hat, müssen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen den Umweg über die Play-offs gehen. Besonders brisant: Schon im Achtelfinale könnte es zu einem rein deutschen Duell kommen.
Bayern gegen den BVB in der Champions League? Das gab es zuletzt in der Saison 1997/1998 im Viertelfinale – mit dem besseren Ende für Borussia Dortmund. Jetzt könnte es im Achtelfinale wieder soweit sein.
Drei Bundesligisten, drei unterschiedliche Ausgangslagen
Der FC Bayern beendete die Ligaphase auf Rang zwei und löste damit direkt das Ticket fürs Achtelfinale. Für Dortmund (Platz 17) und Leverkusen (Platz 16) führt der Weg dagegen über die neu eingeführten K.-o.-Runden-Play-offs. Dort kämpfen die Teams aus den Tabellenplätzen 9 bis 24 um die restlichen Startplätze im Achtelfinale.
Dank des festen Turnierbaums, den die UEFA seit der Reform eingeführt hat, lassen sich mögliche Konstellationen schon jetzt eingrenzen. Die endgültigen Play-off-Paarungen werden in Nyon ausgelost, doch klar ist bereits: Die Bundesliga-Vertreter könnten sich schneller gegenüberstehen, als ihnen lieb ist.
Bayerns mögliche Gegner stehen schon fest
Als Zweiter der Ligaphase trifft der FC Bayern im Achtelfinale auf einen Klub aus dem Tabellenbereich 15 bis 18. Konkret kommen Atalanta Bergamo, Olympiakos Piräus sowie die beiden deutschen Vertreter Dortmund und Leverkusen infrage.
Die Münchner genießen dabei einen strategischen Vorteil: Sie bestreiten das Rückspiel im eigenen Stadion. Dieses Heimrecht würde sich für sie sogar bis in ein mögliches Halbfinale hinein fortsetzen. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es in den entscheidenden Momenten eng wird.
Deutsche Duelle sind sehr realistisch
Die Play-off-Konstellation macht ein Bundesliga-Duell im Achtelfinale sogar wahrscheinlich. Atalanta wird einem der beiden Klubs Dortmund oder Piräus zugelost. Leverkusen trifft auf das jeweils andere Team. Sollten sowohl der BVB als auch Bayer ihre Hürden überwinden, landet einer von beiden zwangsläufig im Achtelfinale gegen den FC Bayern.
Für die Mannschaft, die den Rekordmeister nicht erwischt, wartet allerdings ebenfalls ein dicker Brocken: Tabellenführer Arsenal ist als alternativer Gegner vorgesehen. Ein Ausweichen wäre also kaum eine echte Erleichterung.
Spielplan bringt Bayern eine Pause
Die Play-offs steigen Mitte und Ende Februar, mit Hin- und Rückspielen innerhalb einer Woche. Der FC Bayern kann diese Phase dagegen zur Regeneration nutzen und greift erst im März wieder ins Geschehen ein. Die Achtelfinalspiele sind für die zweite Märzhälfte terminiert.
Erst nach Abschluss der Play-offs wird der restliche Turnierbaum komplett ausgelost. Dann entscheidet sich auch, welche Wege bis ins Finale möglich sind. Neu ist dabei die Regelung zum Heimrecht: Die bestplatzierten Teams der Ligaphase dürfen in den späteren Runden häufiger das Rückspiel vor eigenem Publikum austragen – ein Bonus, der sich als spielentscheidend erweisen kann.
Der Weg nach Budapest
Vom Achtelfinale an geht es im klassischen K.-o.-Rhythmus weiter über Viertel- und Halbfinale bis zum Endspiel Ende Mai in Budapest. Für die Bundesliga-Klubs ist der Traum vom „Finale dahoam“ diesmal also ein „Finale Donau“. Doch bevor über große Titelträume gesprochen wird, warten erst einmal nationale Kraftproben auf europäischer Bühne – mit reichlich Zündstoff schon zum Auftakt der K.-o.-Phase.