DFB-Team: Deniz Undav fordert mehr Respekt

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Deniz Undav beklagt sich über zu wenig Wertschätzung in der deutschen Öffentlichkeit.

Deniz Undav, der starke Stürmer des VfB Stuttgart, hat sich zuletzt in die Debatte um die Offensive der deutschen Nationalmannschaft eingeschaltet – und dabei klare Worte des Unmuts gefunden. Trotz herausragender Treffer-Quote und einer starken Saison fühlt sich der 29-Jährige bei Diskussionen um die Besetzung der Sturmreihe im Deutschland national football team zu wenig gewürdigt.

Warum Undav derzeit genervt ist

Undav liegt mit 14 Treffern in der Bundesliga beim VfB Stuttgart aktuell auf Platz 2 der deutschen Torjägerliste hinter Harry Kane und hat mit 18 Scorerpunkten in 33 Pflichtspielen insgesamt eine beeindruckende Saison hingelegt.

Trotz dieser Zahlen wird sein Name in der öffentlichen Debatte über die Sturmbesetzung des DFB-Teams – vor der FIFA Fußball‑Weltmeisterschaft 2026 – nur selten genannt. Das stößt ihm sauer auf: „Ich finde es schade, dass ich mich immer rechtfertigen muss. Ich glaube, ich zeige das auf dem Platz“, sagte er kürzlich bei einem öffentlichen Termin.

Undav beklagt, dass seine Leistung auf dem Platz nicht ausreichend anerkannt werde und er ständig erklären müsse, warum er gute Leistungen bringe. Das liegt auch an der aktuellen Sturmdiskussion im DFB-Umfeld, in der verschiedene Spieler und Profile als mögliche WM-Angreifer gehandelt werden – mit Undav jedoch oft nur am Rande. Für den Angreifer sei das „nicht nachvollziehbar“, weil seine Statistiken eigentlich für sich sprächen.

Funkstille mit Nagelsmann

Ein weiterer Frustfaktor ist der fehlende Austausch mit Bundestrainer Julian Nagelsmann: Nach eigenen Angaben gab es seit der Winterpause kein Gespräch zwischen ihm und dem Trainerteam über eine mögliche Nominierung für die kommenden Länderspiele gegen Schweiz national football team und Ghana national football team Ende März.

Gerade weil diese Partien und die anschließende Kaderbestimmung wegweisend für die WM-Auswahl sein könnten, wiegt das für Undav doppelt schwer.

„Es habe seit der Winterpause keinen Austausch mit dem Bundestrainer gegeben“, so der VfB-Stürmer – eine Tatsache, die er offen anspricht und mit einem Schulterzucken hinnimmt. Eine direkte Reaktion aus dem Trainerteam gibt es bislang nicht.

Worum es eigentlich geht

Die Diskussion um die Sturmpositionen im DFB-Team ist aktuell eines der heißesten Themen im deutschen Fußball. Während klassische Nummer-9-Profile wie Niclas Füllkrug oder etablierte Größen wie Timo Werner regelmäßig im Gespräch sind, wird Undav eher seltener als Option genannt – obwohl seine Torbilanz für sich spricht.

Genau das kritisiert er: „Ich bin ein guter, klassischer Stürmer, der auch ein guter Zehner sein kann.“ Sein vielseitiges Spiel werde von manchen offenbar falsch gedeutet oder gar nicht wahrgenommen.

Die Reaktionen und Ausblick

Während Fans, Experten und Medien weiter über die optimale Besetzung der Angriffslinien in Deutschland national football team debattieren, steht Undav weiterhin im Wort. Sein Appell: mehr Respekt vor Leistung und Statistik – und weniger endlose Diskussion darüber, ob er überhaupt ein klassischer Mittelstürmer sei.

Gleichzeitig stellt er klar: Seine Argumente liefert er Woche für Woche auf dem Platz – und hofft, dass genau das auch bald im DFB-Trikot wieder Anerkennung findet.

In einem Fußballjahr, in dem die WM 2026 im Sommer alles überstrahlen wird, bleibt Undav damit ein Spieler, dessen Form und Position im Nationalteam noch für Gesprächsstoff sorgen dürfte.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.