
Im Viertelfinale des olympischen Eishockeyturniers kommt es am Mittwochabend (18.02.) zum Duell Finnland gegen Schweiz. Die Rollen scheinen auf den ersten Blick klar verteilt: Die Nordländer gehen als Favorit in die Partie, die Eidgenossen gelten als unangenehmer Außenseiter.
Doch gerade bei Olympischen Spielen haben K.o.-Spiele ihre eigenen Gesetze – und die Schweiz ist immer für eine Überraschung gut. Spannung ist also garantiert, wenn um 18:10 Uhr der erste Puck freigegeben wird.
Ausgangslage: Experten und Buchmacher setzen auf Finnland
Für Finnland verlief die Gruppenphase insgesamt erfolgreich – mit einem kleinen Makel. Trotz einer überraschenden 1:4-Auftaktniederlage gegen die Slowakei reichte es dank starker Leistungen in den weiteren Gruppenspielen zur direkten Qualifikation für das Viertelfinale. Finnland sparte sich damit die Playoff-Runde und konnte Kräfte sammeln.
Ganz anders war der Weg für Schweiz. Die Eidgenossen mussten in die Zwischenrunde und lösten ihre Aufgabe souverän: Mit einem klaren 3:0-Erfolg gegen Italien sicherten sie sich das Ticket für die Runde der letzten Acht. Damit hat die Schweiz zwar ein Spiel mehr in den Knochen, ist aber womöglich auch besser im Rhythmus.
Die Buchmacher sehen die Skandinavier dennoch klar vorne. Für einen Sieg Finnlands nach regulärer Spielzeit wird eine Quote von 1,75 angeboten. Ein Unentschieden nach 60 Minuten liegt bei 4,50, während ein Erfolg der Schweiz mit 3,80 notiert ist. Die Favoritenrolle ist also eindeutig verteilt.
Formkurve und Teamcheck Finnland
Die Finnen sind individuell mit Weltklasse-Spielern besetzt. Ob in der NHL oder in Europas Topligen – viele Akteure bringen reichlich internationale Erfahrung mit. Gerade in der Offensive verfügt Finnland über enorme Qualität, Tempo und Abschlussstärke.
Allerdings hat die Niederlage gegen die Slowakei gezeigt, dass auch dieses Team verwundbar ist. Defensive Unkonzentriertheiten und ein phasenweise zu offenes Spiel wurden eiskalt bestraft. In den folgenden Begegnungen präsentierte sich Finnland jedoch stabiler, strukturierter und deutlich effizienter vor dem Tor.
Im K.o.-Modus dürfte Trainer und Mannschaft der Fokus auf defensive Stabilität noch wichtiger sein. Finnland ist traditionell bekannt für sein diszipliniertes Positionsspiel, schnelles Umschalten und eine starke Special-Teams-Quote. Vor allem das Powerplay kann in engen Spielen den Unterschied machen.
Formkurve und Teamcheck Schweiz
Die Schweizer haben sich in den vergangenen Jahren als feste Größe im internationalen Eishockey etabliert. Das Team überzeugt durch mannschaftliche Geschlossenheit, taktische Disziplin und eine hohe Laufbereitschaft.
Der 3:0-Erfolg gegen Italien in der Playoff-Runde war souverän, auch wenn der Gegner qualitativ nicht auf Augenhöhe mit Finnland agierte. Dennoch zeigte die Schweiz dort ihre Stärken: kompaktes Verteidigen, schnelles Umschalten und eine gute Chancenverwertung.
Ein Vorteil könnte tatsächlich der Spielrhythmus sein. Während Finnland eine Pause einlegen konnte, blieb die Schweiz im Wettkampfmodus. In Turnieren ist das nicht zu unterschätzen – gerade wenn es um Intensität und Timing geht.
Defensiv wird viel davon abhängen, wie gut es gelingt, die gefährlichen finnischen Offensivreihen frühzeitig zu stören. Gelingt es, das Spiel eng zu halten und lange offen zu gestalten, steigt die Chance auf eine Überraschung deutlich.
Taktische Analyse
Taktisch ist eine klare Rollenverteilung zu erwarten. Finnland dürfte mehr Scheibenbesitz haben und versuchen, das Spiel kontrolliert aufzubauen. Mit schnellen Pässen durch die neutrale Zone und viel Verkehr vor dem Tor soll Druck erzeugt werden.
Die Schweiz hingegen wird vermutlich auf eine kompakte Defensive setzen und auf Konter lauern. Ein frühes Tor könnte den Matchplan komplett verändern – insbesondere wenn es dem Außenseiter gelingt, in Führung zu gehen.
Entscheidend dürften auch die Special Teams sein. In einem Viertelfinale bei den Olympischen Spielen sind Strafzeiten Gift. Finnlands Powerplay gilt als brandgefährlich, während die Schweiz im Penalty Killing extrem diszipliniert agieren muss.
Ein weiterer Faktor ist die mentale Komponente: Finnland weiß um seine Favoritenrolle. Die Schweiz kann befreiter aufspielen. Je länger die Partie ausgeglichen bleibt, desto größer wird der Druck auf die Skandinavier.
Quotenanalyse der Buchmacher
Die angebotenen Quoten spiegeln die individuelle Klasse und die größere Tiefe im Kader Finnlands wider. Mit 1,75 auf den regulären Sieg sind die Finnen klarer Favorit. Die 3,80 auf einen Schweizer Erfolg sind durchaus attraktiv, setzen aber auf eine echte Überraschung.
Ein Remis nach 60 Minuten mit einer Quote von 4,50 ist angesichts der defensiven Ausrichtung beider Teams ebenfalls interessant – vor allem in einem K.o.-Spiel, in dem zunächst Sicherheit vor Risiko gehen könnte.
Dennoch zeigt die Marktmeinung klar: Finnland wird als das stärkere Team eingeschätzt.
Wett-Tipp: Finnland setzt sich durch – ohne Verlängerung!
Auch wenn die Auftaktniederlage gegen die Slowakei ein Warnsignal war, spricht die Gesamtqualität klar für Finnland. Die größere individuelle Klasse, die Tiefe im Kader und die Erfahrung in entscheidenden Spielen sind im Viertelfinale ein enormer Vorteil.
Die Schweiz wird kämpferisch dagegenhalten und das Spiel vermutlich lange offen gestalten. Über 60 Minuten jedoch sollte sich die höhere Effizienz der Finnen durchsetzen.
- Wett-Empfehlung: Sieg Finnland nach regulärer Spielzeit
- Wettquote: 1,75
Für sicherheitsorientierte Tipper ist die 1,75 angesichts der Favoritenrolle solide spielbar. Wer etwas mehr Risiko gehen möchte, kann zusätzlich über eine Kombination mit „Unter 5,5 Tore“ nachdenken – da vieles auf eine taktisch geprägte Partie hindeutet.
Am Ende dürfte Finnland seine Ambitionen auf olympisches Edelmetall untermauern und ins Halbfinale einziehen.