Flick fassungslos: FC Barcelona blamiert sich im spanischen Pokal

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Den Titel in der Copa Del Rey können Hansi Flick und der FC Barcelona wohl schon vor dem Rückspiel gegen Atletico abschreiben.

Der FC Barcelona steht im spanischen Pokal (Copa del Rey) nach einer historischen Demütigung vor dem Aus. Im Halbfinal-Hinspiel beim Atlético Madrid erlitt Barcelona als Titelverteidiger eine katastrophale 0:4-Niederlage, die vor allem in der ersten Halbzeit in die Vereinshistorie eingehen dürfte. Trainer Hansi Flick stand fassungslos am Rand.

Die Partie im Estadio Metropolitano begann für die Katalanen denkbar schlecht: Bereits in der 7. Minute brachte ein kurioser Fehler von Torwart Joan García den Gastgeber in Führung, als der Schlussmann einen Rückpass unter Kontrolle bringen wollte, der Ball aber über die Linie rollte – ein unglücklicher Eigentor-Beginn eines Albtraums.

Barca zur Halbzeit schon 0:4 hinten

Kurz darauf zeigte Atlético Madrid große Effektivität. Antoine Griezmann erhöhte in der 15. Minute, ehe Ademola Lookman und Julián Álvarez die Weichen endgültig auf Demontage stellten. Nach nur 45 Minuten lag Barcelona bereits mit vier Toren zurück – ein Zwischenstand, den man nach so kurzer Zeit selten im Europacup- oder Pokalgeschäft großer Klubs sieht.

Trainer Hansi Flick reagierte zwar noch vor der Pause mit der Einwechslung von Stürmerstar Robert Lewandowski, doch selbst dieser Impuls änderte zunächst nichts am ernüchternden Bild. Barcelona blieb ideenlos, ohne Struktur – und schaffte es nicht, die Defensive der Gastgeber ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.

Rote Karte als weiterer Tiefpunkt

In der zweiten Halbzeit offenbarte sich immerhin ein leicht verbessertes Barca-Gesicht, doch ein Anschlusstreffer blieb verwehrt. Zudem verschärfte sich die Situation durch eine Rote Karte für Eric García nach einer Notbremse. Auch ein zwischenzeitliches Tor von Pau Cubarsí wurde nach eingehender VAR-Prüfung wegen Abseits aberkannt.

Statistisch war diese erste Halbzeit eine historische Pleite: Erst zum zweiten Mal seit der Saison 2004/05 kassierte Barcelona vier Gegentore in nur 45 Minuten. Das erste Mal passierte dies im August 2020 mit einem 2:8-Debakel gegen den FC Bayern München in der Champions League – ebenfalls eine Nacht, die lange im Gedächtnis bleiben wird.

„Demütigung“: Flick findet klare Worte

Die Reaktionen aus der Klubführung und der Presse fielen entsprechend scharf aus. Flick bezeichnete die Leistung als „Demütigung“ und sprach von einem notwendigen Weckruf, während Beobachter von einem „Alptraum-Spiel“ sprachen, das die Fans und Verantwortlichen gleichermaßen ratlos zurücklasse.

Mit diesem Rückstand geht Barcelona in das Rückspiel im Camp Nou am 3. März, wo ein kleines Fußball-Wunder nötig wäre, um das Finale zu erreichen. Abseits des Pokals bleibt in La Liga allerdings noch Hoffnung: Dort führt Barca derzeit die Tabelle, wenn auch nur knapp vor dem Erzrivalen Real Madrid.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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