
In Dortmund sorgt aktuell ein sportlicher und kommunikativ heikler Transfer‑Zwischenfall für massive Kritik an Sportdirektor Sebastian Kehl. Der Grund: Der eigentlich bis zum Sommer laufende Leihvertrag mit Chelsea‑Innenverteidiger Aaron Anselmino wurde vorzeitig beendet, weil Chelsea eine im Vertrag verankerte Rückhol‑Klausel aktivierte – und der BVB steht nun ziemlich dumm da. Unter den Dortmunder Fans macht sich Unmut breit.
Mitten in diese Stimmungslage tauchen rund um den BVB brisante Gerüchte um Mats Hummels auf. Im Raum steht ein Engagement des Ex-Kapitäns bereits ab kommendem Sommer im operativen Geschäft von Borussia Dortmund – und zwar als Nachfolger von Sebastian Kehl als Sportdirektor.
BVB und Anselmino von Chelsea-Aktion geschockt
Anselmino war im Sommer 2025 als Leihspieler nach Dortmund gekommen und hatte in seinen zehn Einsätzen in Bundesliga und Champions League mit einem Tor und einer Vorlage durchaus überzeugt. Gerade in einer Phase, in der Dortmunds Innenverteidigung durch Verletzungen geschwächt war, bot der 20‑jährige Argentinier eine wichtige Option.
Doch Chelsea hat die Klausel genutzt und den Verteidiger kurz vor dem Ende des Winter‑Transferfensters zurückbeordert – ein Schock für die Schwarz‑Gelben, die so kaum Zeit haben, adäquaten Ersatz zu finden.
Besonders brisant: In Dortmund wurde öffentlich ein emotionaler Abschied des Spielers gezeigt, in dem Anselmino mit Tränen in den Augen seine Teamkollegen umarmt und sich verabschiedet – ein Hinweis darauf, dass er gerne in Dortmund geblieben wäre.
Warum der Vertrag für Kehl zum Problem wurde
Der Vorfall hat eine Debatte über die Vertragsverhandlungen geführt, bei der Kehl zunehmend in die Kritik gerät. Kritiker monieren, dass ein so wichtiges Leihgeschäft keine feste Kaufoption oder zumindest eine Sperrklausel gegen eine vorzeitige Rückholung enthalten durfte – gerade angesichts der angespannten Personalsituation im Defensivbereich. So sieht es für viele Beobachter so aus, als habe Kehl den BVB unnötig verwundbar gemacht.
Zudem werfen Medien und Fans ihm vor, nicht ausreichend Vorsorge getroffen zu haben, um eine Lücke im Kader zu verhindern. Dass Dortmund jetzt mit dünner Besetzung weiterplanen muss und geplante Verpflichtungen auf den Sommer verschoben werden, verstärkt den Eindruck, dass es am strategischen Geschick im Management fehlt.
Kritikpunkt Chukwuemeka: ein weiterer Stolperstein für Kehl
Parallel zu dieser Affäre steht ein anderer Chelsea‑Transfer im Fokus: Carney Chukwuemeka. Der Mittelfeldspieler wurde im Sommer 2025 zunächst auf Leihbasis verpflichtet und wenig später fest übernommen.
Trotz seines Talents kassiert auch dieser Transfer gemischte Bewertungen. Obwohl Chukwuemeka in einigen Partien gute Ansätze zeigte, war seine Rolle insgesamt nicht der erhoffte sofortige Gewinn für das Spiel – was manche wiederum als Kehl‑Fehler werten.
Gerüchte im Hummels: Machtkampf um die sportliche Leitung
Vor diesem Hintergrund brodeln in Dortmund schon die Gerüchte, dass Kehl im Sommer von einer prominenten Figur wie Mats Hummels abgelöst werden könnte.
Hummels, langjähriger Führungsspieler und eine echte BVB-Legende, wird intern als potenzieller Nachfolger genannt, der mehr Erfahrung und strategisches Gewicht in der Transferpolitik einbringen könnte. Obwohl es offiziell keine Bestätigung gibt, zeigen aktuelle Diskussionen, wie stark sich das Vertrauen in Kehls Arbeit verschoben hat.
Insgesamt zeichnet sich in Dortmund eine Situation ab, in der sportliche Entscheidungen, Vertragsdetails und Personalplanung eng verflochten sind – und bei Kehl ganz offensichtlich Nachbesserungsbedarf gesehen wird.