Holloway kritisiert harte Sperre gegen Clarke: „Völliger Unsinn“

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 2 Min. Lesezeit

Bei Swindon Town sorgt eine Disziplinarentscheidung weiter für großen Unmut. Trainer Ian Holloway hat die Sieben-Spiele-Sperre gegen Kapitän Ollie Clarke scharf angegriffen und die Sanktion als unverhältnismäßig bezeichnet.

Die Strafe geht auf zwei Vorfälle im Carabao-Cup-Erstrundenspiel gegen Cardiff City zurück, die sich in der 57. und 94. Minute ereignet haben sollen. Bislang liegt jedoch noch kein vollständiger öffentlicher Bericht der Football Association vor. Dennoch wurde Clarke neben der Sperre auch zu einer Geldstrafe von 2.750 Pfund verurteilt.

Holloway zweifelt Verfahren und Verhältnismäßigkeit an

Holloway zeigte sich vor allem über die Dauer des Verfahrens irritiert. Wochenlang habe es Gespräche, Einsprüche und Verhandlungen gegeben, ehe die Entscheidung gefallen sei. „Ich verstehe nicht, warum das alles so lange gedauert hat“, erklärte der Coach. Die Anzahl der Spiele nannte er im Vergleich zu anderen Disziplinarfällen „lächerlich“.

Besonders verärgert ist Holloway darüber, dass die endgültige Sanktion offenbar strenger ausfiel als zuvor in Gesprächen angedeutet. Man habe den Eindruck gehabt, sich auf einen Rahmen geeinigt zu haben – am Ende sei jedoch etwas völlig anderes beschlossen worden. Das beschädige aus seiner Sicht das Vertrauen in die Abläufe bei Verband und Liga.

Verteidigung seines Kapitäns

Clarke beschrieb Holloway als leidenschaftlichen Spieler mit hoher Intensität, aber ohne die Absicht, Grenzen zu überschreiten. Gewalt oder unsportliches Verhalten passe nicht zu dessen Charakter. Vielmehr stehe Clarke sinnbildlich für eine Spielweise, die im modernen Fußball zunehmend verloren gehe.

Ironischerweise wäre der Kapitän aktuell ohnehin nicht einsatzfähig, da er an einer Grippe leidet. Dennoch sieht Holloway die Entscheidung als schweren Schlag für den Klub und als problematisches Signal im Umgang mit Spielern.

Swindon vor sportlicher Herausforderung

Ohne Clarke muss Swindon Town in den kommenden Wochen personell improvisieren. Gleichzeitig deutete Holloway an, den Fall nicht einfach hinnehmen zu wollen. Seine deutlichen Worte zeigen, wie angespannt das Verhältnis zwischen Verein und Verbänden derzeit ist – und wie sehr die Sperre intern als ungerecht empfunden wird.

Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.