Hürzeler zum BVB: Sucht Dortmund einen Kovac-Nachfolger?

Simon Schneider | am: 14.01.26
Fabian Hürzeler soll beim BVB ganz oben auf der Liste stehen, wenn es um mögliche Nachfolger für Niko Kovac geht. Angeblich planen die Dortmunder ab der kommenden Saison einen Neuanfang auf der Trainerposition – mit Hürzeler als Wunschlösung.

Was braut sich da zusammen bei Borussia Dortmund? Schaut man auf die aktuelle Tabelle der Bundesliga und die Punkteausbeute des BVB, dann ist eigentlich alles im grünen Bereich. Das Aus im DFB-Pokal, die leichtfertigen Punkteverluste in der Champions League und vor allem die spielerische Armut auf dem Platz sorgen hinter den Kulissen aber für enorme Unzufriedenheit. Wie man von Quellen am Rheinlanddamm hört, gibt es bereits konkrete Gedankenspiele um einen Trainerwechsel – spätestens nach der laufenden Saison. Ein Name fällt dabei immer wieder als möglicher Nachfolger von Niko Kovac: der von Fabian Hürzeler!

Borussia Dortmund ist Tabellen-Zweiter der Bundesliga, auf dem Weg in die Champions League. Zufrieden ist man beim BVB aber trotzdem nicht. Der pragmatische Fußball von Niko Kovac nervt nicht nur einen Großteil der Fans, sondern kommt auch in der Führungsetage nicht wirklich gut an.

Intern wird bei den Schwarz-Gelben bereits über einen radikalen Schnitt im Sommer nachgedacht. Niko Kovac ist trotz guter Ergebnisse ein Wackelkandidat. Als neuer Mann in einer neuen Ära wird Sebastian Hürzeler gesehen. Der aktuelle Coach von Brighton & Hove Albion steht für erfrischenden, mutigen Offensiv-Fußball. Genau danach sehnt man sich in den Dortmunder Reihen.

Die Kritik an Niko Kovac in Dortmund

Kritiker bemängeln, dass der BVB-Fußball unter Kovac „effektiv, aber nicht schön“ sei und gerade im Signal Iduna Park zu selten das Gefühl entsteht, einem mitreißenden Offensivfeuerwerk beizuwohnen.

In einem Umfeld, das durch Jürgen Klopps Powerfußball geprägt ist, wirkt der nüchterne Pragmatismus wie ein Stilbruch – und öffnet die Tür für Fantasien von einem mutigeren Ansatz. Mit genau diesem Ansatz kann Sebastian Hürzeler dienen, vermutlich wie kein zweiter Trainer in Europa.

Hürzeler: Von St. Pauli zum Wundertrainer in England

Sebstian Hürzeler wurde beim FC St. Pauli einst ins kalter Wasser geworfen, vom Co-Trainer zum Chef befördert. Was danach passierte war ein kleines Fußballwunder.

Unter Sebastian Hürzeler gewann der FC St. Pauli die ersten zehn Punktspiele in der 2. Bundesliga, ein bis heute unerreichter Startrekord. In der Saison 2023/24 führt der Coach die Kiezkicker nach 13 Jahren Abstinenz zurück in die 1. Bundesliga und verabschiedete sich gleichzeitig nach England.

Bei Brighton & Hove Albion sorgte Hürzeler für der nächsten gigantischen Aufschwung. Er führt den Underdog, der nur mit begrenzten finanziellen Mitteln arbeitet, an die internationalen Qualifikationsplätze heran.

Mehrfach gelang es Brighton unter Hürzeler die Top-Teams der Premier League zu besiegen. Der Coach wurde unter dem zum Trainer des Monats gewählt und hat sich den Titel „Wundertrainer“ gesichert. Sebastian Hürzeler ist der heißeste deutsche Trainer-Export in die Premier League seit Jürgen Klopp, womit direkt der Bogen zu Borussia Dortmund geschlossen wäre.

Passt Hürzeler zum BVB?

Die Antwort ist ganz einfach – Ja. Hürzeler hat einen klaren Plan: dominanter Ballbesitz, hohes Pressing und enorm flexible Positionswechsel im Mittelfeld. Er lässt seine Mannschaft gleichzeitig strukturiert und aggressiv agieren. Die Gegner werden hoch angegriffen. Bei eigenem Ballbesitz wird trotzdem geduldig nach Lösungen im letzten Drittel gesucht.

Sebastian Hürzeler hat aber nicht nur seine eigene Spielidee, er kann auch junge Spieler entwickeln. Allein aufgrund dieser Eigenschaft ist Hürzeler eine sehr gute Option für Zeit nach Niko Kovac bei Borussia Dortmund.

Ob es tatsächlich zum spektakulären Trainerwechsel im Sommer kommt, ist aber noch offen. Abhängig ist dies sicherlich von der sportlichen und fußballerischen Entwicklungen in den nächsten Wochen beim Bundesliga-Zweiten.

Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. mehr lesen