
Borussia Dortmund und seine Fans erleben derzeit einen der bittersten Momente dieser Saison: Kapitän Emre Can hat sich im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern München einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen – und die Diagnose ist eindeutig: Der 32-jährige wird in den kommenden Monaten kein Spiel bestreiten können. Damit steht nicht nur seine unmittelbare Zukunft beim BVB infrage, sondern auch seine weitere Zeit im schwarz-gelben Trikot.
Die WM im Sommer kann Emre Can abschreiben, womöglich wird man ihn auch nie wieder im Trikot des BVB sehen.
Schockdiagnose im Klassiker
Im Spiel gegen den Rekordmeister musste Can bereits in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden, nachdem er mehrfach Schmerzen im linken Knie signalisiert hatte. Die anschließenden medizinischen Untersuchungen ergaben, dass sich der Kapitän einen Riss des vorderen Kreuzbands (ACL) zugezogen hat – eine der schwersten Verletzungen im Profifußball, die eine lange Ausfallzeit bedeutet.
Trainer Niko Kovač hatte nach dem Spiel schon auf eine schwere Verletzung hingedeutet, und der Verein bestätigte am Sonntag offiziell, dass Can „mehrere Monate“ fehlen wird. Sportdirektor Sebastian Kehl nannte den Ausfall „extrem bitter“ und betonte, dass der Klub den Spieler während seiner Rehabilitation voll unterstützen werde.
Vertrag läuft aus – was heißt das für seine Zukunft?
Die tragische Komponente in dieser Geschichte: Cans Vertrag endet am Saisonende, also im Sommer 2026. Gerade in einem solchen Moment wird natürlich die Frage laut, ob dieser Kreuzbandriss das letzte Kapitel seiner Zeit beim BVB geschrieben hat.
Vor der Verletzung hatte es bereits Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung gegeben – Dortmund soll daran interessiert sein, seinen Kapitän auch über 2026 hinaus zu halten. Doch mit dem schweren Ausfall steht dieses Szenario auf der Kippe. Einige Beobachter und Fans spekulieren, dass der Klub angesichts der Verletzung eher noch einmal über eine Verlängerung nachdenken könnte, um Can die Möglichkeit zu geben, seine Genesung in vertrauter Umgebung auszuheilen, statt ihn nach der Verletzung „abzuschieben“.
Andererseits könnte gerade das Alter (Can wird in diesem Jahr 33 Jahre) und die lange Rekonvaleszenz herausfordernd sein, um für beide Seiten eine sportlich sinnvolle Fortsetzung zu finden. Ein Kreuzbandriss bedeutet in der Regel eine Ausfallzeit von neun bis zwölf Monaten – selbst bei optimalem Verlauf.
Sportliche und menschliche Dimension
Sportlich ist der Verlust von Can ein harter Schlag für den BVB: Er war nicht nur Stammspieler, sondern auch ein Führungsspieler und Identifikationsfigur im Team. Sein Ausfall zwingt Trainer Kovač, die Abwehr neu zu formieren und taktische Anpassungen vorzunehmen – gerade in einer Phase, in der Dortmund um Titel und internationale Plätze kämpft.
Menschlich ist die Situation für Can ein schwerer Einschnitt: Nach harten Jahren mit Verletzungen hatte er sich gerade wieder ins Team zurückgekämpft, bevor nun diese erneute, langwierige Pause ins Haus steht. Für viele Fans und Experten bleibt die Hoffnung, dass er seine Karriere trotz dieses Rückschlags fortsetzen kann – vielleicht sogar in Schwarz-Gelb. Doch ob der BVB-Kapitelbuchstabe „Can“ noch einmal verlängert wird, bleibt ebenso offen wie die Frage, ob wir ihn jemals wieder auf dem Platz im Trikot des BVB sehen.
Kommt der BVB Emre Can entgegen?
Der Kreuzbandriss beendet Cans Saison vorzeitig und wirft große Fragen über seine Zukunft beim Borussia Dortmund auf. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, und sein Comeback könnte weit in die nächste Saison hinein reichen.
Ob der BVB ihm noch eine Chance gibt, sich von diesem schweren Rückschlag zu erholen und zurückzukommen, wird nicht nur eine sportliche, sondern auch eine emotionale Entscheidung sein – für den Klub, den Kapitän und die Fans gleichermaßen.