
Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Cortina d’Ampezzo hat Lena Dürr am Mittwoch ein Drama erlebt, das Sportfans und Experten gleichermaßen sprachlos zurückließ. Nach einem starken ersten Durchgang und einer realistischen Medaillenchance endete ihr Slalom-Rennen auf unfassbare Weise schon nach wenigen Sekunden – ein Moment, der ihr Olympia-Abenteuer in Italien wohl nachhaltig prägen wird.
Die Medaille war zum Greifen, dann folgte das unfassbare Desaster. Lena Dürr hatte ihre Nerven am Mittwoch einfach nicht im Griff.
Auf dem Weg zu Silber – und dann der Schock
Dürr hatte sich im Finale des olympischen Slaloms hervorragend präsentiert. Nach dem ersten Lauf lag sie auf dem zweiten Platz und hatte damit beste Chancen auf Olympisches Edelmetall, nur hinter der dominierenden Mikaela Shiffrin, die seit Jahren als Maß aller Dinge im technischen Skisport gilt.
Doch im zweiten Lauf kam es ganz anders: Bereits am ersten Tor fädelte Dürr ein, verlor die Balance und schied unmittelbar aus – nach gerade einmal etwa 0,7 Sekunden. Ein Fehler, der im gesamten Feld seinesgleichen sucht und den Traum von einer Medaille abrupt beendete.
„Katastrophe, worst case“, kommentierte die 34-jährige Münchnerin später den unfassbaren Moment. Die Enttäuschung stand ihr ins Gesicht geschrieben: „So ist es jetzt““, sagte sie resigniert.
Ein bitteres Déjà-vu nach 2022
Für Dürr ist dieses Olympische Fiasko keine Neuheit. Schon bei den Spielen vor vier Jahren in Peking hatte sie eine Medaillenchance im Slalom liegengelassen, als sie nach einem starken ersten Lauf im zweiten Durchgang zurückfiel und am Ende ohne Edelmetall blieb. An diesen bitteren Moment knüpfte ihr heutiger Ausfall in Italien fast schon nahtlos an.
Die Schwierigkeit, auf diesem Niveau zweimal in Folge an der Medaille vorbeizufahren, macht den heutigen Fehler noch tragischer. Nach dem Rennen wirkte Dürr fassungslos, stand reglos im Schnee und musste erst verarbeiten, was gerade passiert war. Viele Beobachter sprachen von einem der dramatischsten Momente dieser Olympischen Spiele.
Emotionen im Zielraum und bei der Siegerehrung
Als der Fehler passierte, ertönte im Hintergrund bereits die Musik für die Siegerehrung. Dürr, die eigentlich jubeln wollte, unterbrach ihr Interview, rannte zurück in den Zielbereich – nur um zu realisieren, dass ihr Traum geplatzt war. US-Star Shiffrin feierte später ihren ersten Olympiasieg nach Jahren der Enttäuschungen, während Dürr im Schnee stand und mit ihren Gefühlen rang.
Trotz der bitteren Enttäuschung zeigte sich ein besonderer Moment der Sportlichkeit: Mitten in den Emotionen suchte Dürr den Kontakt zu ihren Rivalinnen, die ihr Beistand leisteten. Bei der Siegerehrung schloss sie sich kurz der schwedischen Medaillengewinnerin an, fand so einen Moment des Trostes – doch ein solcher Augenblick heilt keine tiefen sportlichen Wunden.
Ein Kapitel, das schmerzt – und Fragen hinterlässt
Der heute erlebte Blackout wirft Fragen auf: War es Übermotivation, ein früher Konzentrationsverlust oder einfach ein Moment, in dem alles schiefging? Dürr selbst sprach später von einem „beschissenen Gefühl“, aber auch von Akzeptanz.
Unabhängig von der genauen Ursache bleibt dieser Slalom ein Kapitel, das sie – und viele Fans – nicht so schnell vergessen werden. Für Dürr könnte es die letzte Chance auf olympisches Edelmetall gewesen sein: „In vier Jahren noch einmal die Ringe zu sehen, ist absolut unwahrscheinlich“, sagte sie nach dem Rennen. Egal wie es weitergeht – dieses dramatische Aus bleibt ein zentraler Moment der Olympischen Spiele 2026.