Robert Lewandowski hat in einem Interview mit dem polnischen YouTube-Format Rymanowski Live offen über seine Zeit beim FC Barcelona gesprochen – und dabei seltene Einblicke in die wirtschaftlich angespannte Phase des Klubs gegeben. Besonders bemerkenswert: Der Stürmer räumt ein, zeitweise über seine eigene Torprämie nachgedacht zu haben.
„Es gab eine Prämie für erzielte Tore. Damals hat der Verein jeden Euro genau gezählt“, erklärt Lewandowski. Die finanzielle Situation sei spürbar gewesen – so sehr, dass er sich fragte, ob weitere Treffer dem Klub überhaupt helfen würden. „Ich begann zu überlegen, ob ich mehr schießen sollte“, sagt der Pole und betont zugleich, dass sich an den Rahmenbedingungen „nichts geändert“ habe.
Sportlich liest sich seine Bilanz dennoch beeindruckend: In 165 Einsätzen erzielte Lewandowski 116 Tore für die Blaugrana. Aktuell befindet sich der 37-Jährige in seiner vierten Saison, sein Vertrag läuft zum Saisonende aus. Wie es danach weitergeht, lässt er bewusst offen.
Druck verspüre er keinen. „Ich habe Zeit. Es geht nicht darum, mein Gehalt zu halbieren“, so Lewandowski. Entscheidend seien vielmehr die Vision des Klubs und seine künftige Rolle unter Trainer Hansi Flick. Gespräche über Angebote anderer Vereine habe es bislang nicht gegeben.
Trotz seines Karriereherbstes sind die Ziele klar formuliert: die WM-Qualifikation mit Polen, der Titel in La Liga und der Triumph in der UEFA Champions League. „Ich komme ans Ende meiner Karriere, aber meine Ambitionen brennen so hell wie eh und je“, sagt Lewandowski.
Ein Statement, das zeigt: Auch jenseits von Zahlen und Verträgen bleibt der Torjäger vor allem eines – kompromisslos ehrgeizig.

