Nach ewiger Hängepartie: Upamecano hat bei Bayern verlängert

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Dayot Upamecano (rechts) bleibt beim FC Bayern, aber ohne großes Drama ging es wohl nicht

Nach gefühlt einer Ewigkeit des Verhandelns ist es endlich offiziell: Der französische Innenverteidiger Dayot Upamecano hat seinen auslaufenden Vertrag beim FC Bayern vorzeitig verlängert – und das bis zum 30. Juni 2030. Damit bleibt der 27-jährige Abwehrchef dem deutschen Rekordmeister langfristig erhalten, was sportlich durchaus eine Erleichterung ist. Doch die Art und Weise, wie dieses Kapitel zu Ende ging, wirft Fragen auf – vor allem an den wenig souveränen Umgang des Vereins mit einer der wichtigsten Personalien der Saison.

Was man zunächst als reine Formalität betrachtete, entwickelte sich zu einem echten Poker über Wochen und Monate. Obwohl sowohl Verein als auch Spieler angeblich den Wunsch nach einer Verlängerung teilten, schien es zwischenzeitlich fast so, als ob die Bayern nicht wirklich die Zügel in der Hand hatten.

Gerüchte über wiederholte Verzögerungen, geänderte Forderungen des Spielers und das Eingreifen seines Beraterstabs ließen die Münchner Führung immer wieder zurückrudern oder Antworten schuldig bleiben.

Berater am Drücker – Bayern wirkte ungeduldig

Waren es zunächst sportliche Perspektiven oder Loyalität, die Upamecanos Entscheidung hätten bestimmen sollen, rückten bald andere Faktoren in den Vordergrund: Geld, Vertragsdetails und strategische Manöver.

Nicht nur in Presseberichten, sondern auch aus Fan-Kreisen wurde wiederholt kritisiert, wie sehr sich der französische Nationalspieler und sein Umfeld Zeit ließen und offenbar versuchten, Bayern in einzelne taktische Entscheidungen zu drängen.

Zwischenzeitlich soll es sogar Situationen gegeben haben, in denen der Verein ein finales Angebot zurückzog, nur um kurz darauf erneut am Verhandlungstisch zu sitzen.

Beobachter beschrieben diese Phase als „verzögerten Poker“, bei dem Bayern gegenüber den Beratern und Forderungen des Spielers nicht immer souverän auftrat. Dass ein zentraler Leistungsträger wie Upamecano seine Zukunft beim Klub sieht, ist zweifellos eine sportliche Stärke – doch der langwierige und öffentlich ausgetragene Poker hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack.

Sportlicher Gewinn, image-technischer Verlust?

Sportlich bringt die Verlängerung Sicherheit: Upamecano ist nicht nur Stammspieler, sondern auch ein wichtiger Bestandteil der Defensivachse des FC Bayern. Mit drei Meistertiteln und zahlreichen Einsätzen gehört er zu den prägenden Figuren des Teams. Doch in Zeiten, in denen Professionalität und klare Kommunikation gefragt sind, wirkte der Verein nicht immer, als habe er Kontrolle über das Geschehen.

Während die Konkurrenz im Hintergrund vielleicht strategisch verhandelt, wirkte Bayern wiederholt überrascht, als würde jeder Schachzug von außen diktiert. Am Ende steht ein erfolgreiches Ergebnis – aber die Frage bleibt, ob der Verein diese Hängepartie wirklich als sportlichen Erfolg oder eher als lehrreiche Geduldsprobe verbuchen sollte.

Simon Schneider - Chefredakteur: Bundesliga & News
Simon Schneider Simon – Chefredakteur & News-Experte | Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus bringt Simon redaktionelle Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten.