
Per Mertesacker steht vor einem Einschnitt in seiner Laufbahn abseits des Spielfelds. Nach acht Jahren als Leiter der Nachwuchsakademie des FC Arsenal verlässt der Weltmeister von 2014 den Londoner Topklub zum Ende der Saison.
Was folgt, ist offiziell noch offen. Doch die Diskussionen um seine Zukunft laufen bereits – und ein Engagement beim Deutschen Fußball-Bund erscheint dabei nicht nur reizvoll, sondern vor allem folgerichtig.
Acht prägende Jahre bei Arsenal
Als Mertesacker 2018 seine aktive Karriere beendete, wechselte er nahezu nahtlos in eine Führungsrolle bei Arsenal. Dort verantwortete er die strategische Ausrichtung der Akademie, prägte Strukturen und begleitete zahlreiche Talente auf ihrem Weg Richtung Profifußball. Internationales Arbeiten, moderne Ausbildungsphilosophien und der ständige Austausch mit Trainern, Sportdirektoren und Vorständen gehörten zu seinem Alltag. Erfahrungen, die im deutschen Fußball nach wie vor hoch geschätzt sind.
Entsprechend schwer fiel ihm der Abschied. Arsenal sei für ihn stets ein besonderer Klub gewesen, ließ Mertesacker verlauten. Die Entscheidung sei gut überlegt, aber notwendig gewesen, um sich persönlich und fachlich weiterzuentwickeln. Bis zum letzten Arbeitstag wolle er mit voller Konzentration für die Gunners arbeiten.
DFB als naheliegende Perspektive
Wie die „Bild“ berichtet, gibt es bereits erste Interessenten für den 41-Jährigen. Besonders konkret wird dabei der Deutsche Fußball-Bund genannt. Demnach wird Mertesacker als möglicher Geschäftsführer Sport gehandelt – eine Position, die aktuell noch von Andreas Rettig bekleidet wird, dessen Vertrag zum Jahresende ausläuft. Zum Aufgabenprofil gehört unter anderem die Verantwortung für den deutschen Nachwuchsbereich.
Gerade hier würde Mertesackers Profil ideal passen. Kaum ein ehemaliger Nationalspieler verbindet internationale Ausbildungsexpertise so eng mit tiefem Einblick in die deutsche Fußballkultur. Seine Jahre bei Arsenal haben ihm gezeigt, wie Spitzenförderung auf höchstem Niveau organisiert werden kann – Wissen, das beim DFB dringend gefragt ist.
Tiefe Verbindung zum Verband
Hinzu kommt Mertesackers enge Beziehung zum DFB, die weit über seine 104 Länderspiele hinausgeht. Als langjähriger Nationalspieler, Führungspersönlichkeit und Weltmeister kennt er die handelnden Personen, die internen Abläufe und die besonderen Anforderungen des Verbands aus eigener Erfahrung. Er weiß, wie sensibel das Gleichgewicht zwischen Leistungsdruck, öffentlicher Erwartung und nachhaltiger Entwicklung ist.
Zwar soll Mertesacker intern angedeutet haben, zunächst eine längere Auszeit vom Fußball einlegen zu wollen. Ähnliche Worte fand er allerdings schon nach dem Ende seiner Spielerkarriere – ehe er wenige Monate später bei Arsenal einstieg. Die Geschichte zeigt: Wenn die richtige Aufgabe kommt, ist Mertesacker bereit.
Offenes Ende mit klarer Richtung
Fakt ist: Per Mertesacker verlässt Arsenal und sucht eine neue Herausforderung. Wohin sein Weg führt, bleibt offiziell offen. Doch vieles spricht dafür, dass der DFB für ihn der nächste logische Karriereschritt sein könnte – als Rückkehr zu seinen Wurzeln und als Chance, den deutschen Fußball mit internationaler Erfahrung nachhaltig zu prägen.