Neven Subotic pleite: Ehemaliger BVB-Star hat fast kein Geld mehr

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Neven Subotic gibt buchstäblich sein letztes Hemd für seine Projekte in Afrika. Der Ex-Profi hat nahezu sein gesamtes Privatvermögen in seine Stiftung gesteckt.

Er war Meisterheld, Publikumsliebling und Abwehrkante bei Borussia Dortmund – doch heute sorgt Neven Subotic mit ganz anderen Schlagzeilen für Aufsehen. Nicht wegen eines Transfers. Nicht wegen eines Comebacks. Sondern wegen Geld. Oder besser gesagt: wegen fehlendem Geld.

Dabei hat Subotic nicht wie andere Ex-Fußballer sein Vermögen verzockt oder anderweitig verjubelt, sondern in ehrenwerte Projekte seiner Stiftung gesteckt. Allerdings treibt Subotic dieses Engagement inzwischen fast bis zur Selbstaufgabe.

„Mein Vermögen ist bald aufgebraucht“

Die Worte des Ex-Profis lassen aufhorchen – und sie sind erschreckend ehrlich. Subotić sagt selbst: Sein Vermögen sei „bald aufgebraucht“. Rund vier Millionen Euro hat der frühere Innenverteidiger bereits aus eigener Tasche in seine Stiftung gesteckt. Dazu kommt jahrelange ehrenamtliche Arbeit.

Das Problem: Anders als viele Topstars hat Subotić nie über Jahrzehnte hinweg Millionen verdient. „Mein Geld ist endlich“, stellt er nüchtern fest.

Eine Aussage, die hängen bleibt. Denn sie zeigt: Hier spricht kein Ex-Profi, der sich ein bisschen engagiert. Hier spricht jemand, der alles gibt.

Vom Fußballmillionär zum Selbstaufopferer

Während viele ehemalige Stars ihr Leben nach der Karriere genießen, hat Subotić einen völlig anderen Weg eingeschlagen. Sein Lebensprojekt: Menschen in Ostafrika Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Mit seiner Stiftung hat er bereits über 400.000 Menschen geholfen – eine beeindruckende Zahl.

Doch dieser Erfolg hat seinen Preis. Denn Subotić finanziert nicht nur Projekte, sondern lange Zeit auch Strukturen, Reisen und Organisation aus eigener Tasche. Das klingt bewundernswert – ist es auch. Aber es wirft eine unbequeme Frage auf: Wie lange kann das gutgehen?

Zwischen Heldentum und Selbstaufgabe

Es ist eine Geschichte, die fast zu schön ist, um wahr zu sein: Der Fußballprofi, der sein Geld nicht für Luxus, sondern für andere Menschen einsetzt. Der buchstäblich „sein letztes Hemd“ gibt. Doch genau hier beginnt die Grauzone.

Denn so inspirierend Subotićs Einsatz ist – er wirkt auch extrem. Vier Millionen Euro privat investiert. Kaum Einnahmen. Ehrenamtliche Arbeit. Und die klare Aussage: Bald ist nichts mehr übrig.

Das ist nicht nur ungewöhnlich. Es ist riskant. Denn was passiert, wenn das Geld wirklich weg ist? Wenn keine Partner einspringen? Wenn der Körper oder die mentale Kraft irgendwann nicht mehr mitspielen?

Die Hoffnung liegt auf Unterstützung

Subotić selbst weiß um das Problem. Deshalb betont er immer wieder, wie wichtig Sponsoren und Partnerschaften für seine Stiftung sind. Sie sollen langfristig das Fundament sichern – und verhindern, dass das Projekt allein auf seinen Schultern lastet.

Denn klar ist: Sein Ziel ist riesig. Bis 2030 will er eine Million Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgen. Ein ambitionierter Plan. Einer, der ohne finanzielle Stabilität kaum umzusetzen ist.

Bewundernswert – aber auch gefährlich?

Die Geschichte von Neven Subotić ist eine, die berührt. Sie zeigt, was möglich ist, wenn jemand seine Bekanntheit und sein Geld für einen guten Zweck einsetzt. Aber sie zeigt auch die Schattenseite: den schmalen Grat zwischen Idealismus und Selbstaufgabe.

Es ist legitim, sich zu fragen, ob dieser Weg dauerhaft gesund ist. Ob ein Mensch wirklich alles geben sollte – bis zur eigenen finanziellen Grenze.

Denn eines ist klar: Wenn Subotić irgendwann selbst nichts mehr hat, kann er auch anderen nicht mehr helfen.

Ein außergewöhnlicher Weg mit offenem Ende

Neven Subotić ist kein Ex-Profi wie jeder andere. Er ist ein Idealist. Einer, der nicht nur redet, sondern handelt – radikal.

Sein Engagement verdient größten Respekt. Gleichzeitig bleibt ein mulmiges Gefühl. Denn Helden brauchen manchmal auch jemanden, der sie bremst.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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