Ole Werner wütet nach Pokal-Aus: „Absoluter Wahnsinn“

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Nach der Pokalniederlage gegen den FC Bayern platzte Leipzigs Trainer Ole Werner der Kragen.

Trainer Ole Werner von RB Leipzig ließ nach dem Pokal-Viertelfinale gegen Bayern München (0:2) seinen Emotionen freien Lauf – und nahm dabei vor allem Schiedsrichter Daniel Siebert ins Visier. Der 37-jährige Coach reagierte nach der Partie in München nicht nur frustriert über das Ergebnis, sondern äußerst scharf auf die Entscheidungen des Unparteiischen und seines VAR-Teams. Werner nannte gewisse Schiedsrichterentschei­dungen „einfach schlecht“ und sprach von einem „“absoluten Wahnsinn“, dass eine klare Foul-Situation nicht geahndet wurde.

Im Mittelpunkt seiner Kritik stand eine Szene in der 27. Minute: Bayern-Verteidiger Josip Stanišić hatte Leipzigs Antonio Nusa im Zweikampf zu Fall gebracht – nach Ansicht von Werner und vielen Beobachtern eindeutig ein Foul.

Trotz Prüfung durch den VAR blieb der Pfiff aus, was den RB-Coach maßlos erzürnte. „Man braucht dafür keinen VAR – jeder im Stadion sah das Foul, außer vier Leute“, wetterte Werner nach dem Spiel.

Emotionen nach dem Abpfiff: Mehr als nur Ärger über den Pfiff

Nicht nur Werner zeigte sich erbost: Auch Kapitän David Raum äußerte sein Unverständnis über die Unsicherheit der Schiedsrichter seit der Einführung des Videobeweises.

Raum sprach von Mitleid für die Verantwortlichen und appellierte an mehr Mut bei Entscheidungen – ein Umstand, der die Debatte um die Rolle des VAR erneut entfacht. Zudem wurde Leipzig ein regulärer Treffer in der frühen Phase der Partie aberkannt, was die Frustration weiter steigerte.

Ein weiterer Nebenaspekt nach dem Abpfiff war ein angeblich verweigerter Handschlag des Schiedsrichters mit Werner, was die angespannte Stimmung zwischen Trainer und Offiziellen noch zusätzlich symbolisierte.

Bayern am Ende einfach abgezockter

Sportlich gesehen war das DFB-Pokal-Viertelfinale lange Zeit ein intensives Duell zwischen zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Die erste Halbzeit endete torlos, auch weil Leipzigs Keeper Maarten Vandevoordt einige gute Chancen der Bayern vereitelte und die Leipziger Offensive durch Nusa und Co. Akzente setzte.

Doch nach der Pause drehte Bayern auf: In der 64. Minute wurde ein Foul an Bayern von Leipzigs Schlussmann verursacht, was den Gastgebern einen entscheidenden Elfmeter einbrachte. Harry Kane trat an und verwandelte sicher zum 1:0. Kurz darauf erhöhte Luis Díaz auf 2:0, nachdem er den Ball mustergültig von Michael Olise serviert bekam. Mit dieser Führung sicherten sich die Münchner den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale.

Fazit: Bittere Pokal-Niederlage und hitzige Debatte

Für RB Leipzig bedeutet das frühe Aus im Pokal eine bittere Niederlage in einer Saison, in der ohnehin schon viele Herausforderungen zu bewältigen sind.

Werner und seine Mannschaft müssen die Emotionen aus dem Viertelfinale verarbeiten und gleichzeitig die sportliche Konzentration hochhalten – sowohl in der Liga als auch in kommenden Pokalspielen. Die hitzige Kritik am Schiedsrichter wird noch länger diskutiert werden, nicht zuletzt weil sie zentrale Fragen über den Einsatz und die Wirkung des VAR im deutschen Fußball aufwirft.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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