Olympia 2026: Wer trägt die deutsche Fahne bei der Eröffnung?

Simon Schneider | am:
Eishockey-Superstar Leon Draisaitl gilt als klarer Favorit bei der Wahl zum deutschen Fahnenträger bei Olympia 2026.

Bei den Olympischen Winterspielen 2026, die vom 6. bis 22. Februar in Mailand und Cortina d’Ampezzo stattfinden, steht eine der traditionsreichsten Fragen noch offen: Wer wird die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier am 6. Februar tragen? Anders als bei vielen anderen Nationen ist der Fahnenträger für Deutschland noch nicht festgelegt – vielmehr wird die Entscheidung gemeinsam von Fans und Athleten getroffen.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sechs herausragende Athletinnen und Athleten für die besondere Ehre nominiert, die deutsche Delegation ins Olympiastadion zu führen: Drei Frauen und drei Männer stehen zur Wahl. Am Ende werden zwei Sportler – eine Frau und ein Mann – als Fahnenträger-Duo ausgewählt.

Die Kandidaten – ein Überblick

Zu den Nominierten gehören bekannte Namen aus der deutschen Wintersport-Szene:

  • Leon Draisaitl – Der in Köln geborene Eishockey-Star und NHL-Profi steht für eine Sportart, die in Deutschland immer populärer wird und könnte als einer der bekanntesten Athleten im Team Deutschland die Fahne tragen.
  • Katharina Schmid – Die vielfache Skisprung-Weltmeisterin und erfahrene Olympionikin ist eine der Favoritinnen auf Seiten der Frauen.
  • Johannes Rydzek – Olympiasieger in der Nordischen Kombination, der ebenfalls eine große sportliche Karriere vorzuweisen hat.
  • Laura Nolte – Bob-Olympiasiegerin, die schon mehrfach international erfolgreich war.
  • Tobias Wendl – Rodel-Olympiasieger und Teil einer der traditionsreichsten deutschen Wintersport-Disziplinen.
  • Ramona Hofmeister – Snowboarderin, die nicht nur sportlich überzeugt, sondern auch eine moderne, junge Sportart repräsentiert.

Diese Auswahl zeigt bewusst eine Breite verschiedener Sportarten und Persönlichkeiten: erfolgreiche Weltmeister, Olympiasieger, aber auch Athleten, die durch ihre Vorbildfunktion und Persönlichkeit herausragen.

So läuft die Wahl

Die Entscheidung über die Fahnenträger für Deutschland erfolgt in einem beteiligungsorientierten Verfahren, das seit den Olympischen Spielen 2016 praktiziert wird: Öffentlichkeit und Team D-Athleten können gemeinsam abstimmen. Dabei wird das Ergebnis jeweils zur Hälfte aus den Stimmen der Athleten und der Stimmen der Fans berechnet.

Die Abstimmung begann am 26. Januar und läuft noch bis zum 3. Februar 2026. Am 5. Februar will der DOSB das Ergebnis bekanntgeben – einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Spiele.

Warum ist diese Entscheidung wichtig?

Die Rolle des Fahnenträgers bei der Eröffnungsfeier hat weit mehr als symbolischen Charakter. Die Athletin oder der Athlet, der die Flagge vor sich herträgt, verkörpert Stolz, Einheit und Identifikation mit der eigenen Nation – und sendet gleichzeitig eine Botschaft an die Weltöffentlichkeit. Gerade für ein Team wie Deutschland, das ein breites Spektrum an Sparten und Talenten repräsentiert, ist die Wahl ein Moment der kollektiven Identifikation und Vorfreude auf die Spiele.

Zudem zeigt das Verfahren, wie stark die Rolle der Fans und der eigenen Athleten gewachsen ist: Nicht mehr allein sportliche Funktionäre entscheiden über diese Ehre, sondern eine gemeinsame Stimme von Öffentlichkeit und Team Deutschland.

Blick zurück und Ausblick

Bei den vorherigen Spielen 2022 in Peking trugen Claudia Pechstein und Francesco Friedrich die deutsche Fahne – eine Kombination aus Erfahrung und sportlicher Exzellenz. Auch diesmal dürfte das Duo, das sich aus der Abstimmung ergibt, eine Mischung aus sportlicher Leistung, Sympathie und Vorbildfunktion sein.

In knapp einer Woche wird klar sein, wer die deutsche Fahne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien voranträgt – und damit ein Symbol für die Sportnation Deutschland in einem der größten sportlichen Feste der Welt sein wird.

Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. mehr lesen