Die Diskussionen rund um die uruguayische Nationalmannschaft reißen nicht ab. Nun hat sich der argentinische Journalist Hernán Paoloski öffentlich zu Wort gemeldet – und dabei klar Position bezogen. In einem Interview während seines Aufenthalts in Uruguay stellte er sich deutlich hinter Nationaltrainer Marcelo Bielsa, während er die Haltung von Edinson Cavani scharf kritisierte.
Klare Rückendeckung für Bielsa
Paoloski sparte nicht mit Lob für den aktuellen Kurs der Nationalmannschaft. Bielsa leiste eine ernsthafte und konsequente Arbeit, Uruguay habe unter ihm international wieder an Profil gewonnen. Gerade angesichts der oft kontrovers diskutierten Spielweise des Trainers sei diese Entwicklung bemerkenswert.
Aus Sicht des Journalisten sorgt Bielsa dafür, dass Uruguay sportlich wieder als ernstzunehmende Größe wahrgenommen wird. Diese Einschätzung teilt nicht jeder, doch Paoloskis Worte haben Gewicht – nicht zuletzt aufgrund seiner langjährigen Nähe zum südamerikanischen Fußball.
Deutliche Worte in Richtung Cavani
Ganz anders fiel Paoloskis Urteil über Edinson Cavani aus. Dessen öffentliche Kritik an Bielsa nach der Copa América bezeichnete er als enttäuschend. Einen Trainer anzugreifen, weil man selbst keine Rolle mehr spielt, sei eines Führungsspielers nicht würdig, so der Journalist.
Die Aussagen treffen einen wunden Punkt. Cavanis Kommentare gelten als Hinweis auf Spannungen innerhalb der Kabine, Gerüchte über interne Konflikte halten sich seit Monaten. Paoloskis offene Kritik gießt weiteres Öl ins Feuer – und verdeutlicht, wie tief die Gräben offenbar sind.
Hoffnungsträger trotz Unruhe
Trotz aller Kontroversen blickt Paoloski optimistisch nach vorn. Besonders die junge Generation Uruguays stimmt ihn zuversichtlich. Die Nachwuchsspieler hätten laut ihm das Potenzial, sich mit jeder Nation zu messen, wenn sie unter Bielsa weiter gezielt aufgebaut werden.
Dieser Optimismus steht im Kontrast zum aktuellen Off-Field-Drama, zeigt aber auch, worauf der Fokus liegen soll: sportliche Entwicklung statt Personaldebatten. Ob Bielsa diesen Weg trotz interner Spannungen konsequent weitergehen kann, bleibt offen.
Fest steht jedoch: Die Aussagen von Paoloski verschärfen die Diskussion – und machen deutlich, dass Uruguays Nationalteam sportlich wie emotional an einem entscheidenden Punkt steht.

