Paukenschlag in Madrid: Real wirft Alonso raus!

Simon Schneider | am: 12.01.26
Gerade mal ein halbes Jahr durfte Xabi Alonso bei Real Madrid auf der Trainerbank sitzen. Gibt es jetzt die Rückkehr in die Bundesliga?

Bei Real Madrid ist es erneut zu einem Trainerbeben gekommen. Nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Barcelona im Finale der Supercopa haben die Verantwortlichen die Reißleine gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Xabi Alonso getrennt. Der 43-Jährige ist damit schon nach rund sechs Monaten nicht mehr Cheftrainer der Königlichen.

Der Klub bestätigte die Entscheidung am Montag offiziell. In einer kurzen Mitteilung hieß es, Verein und Trainer hätten sich „im gegenseitigen Einvernehmen“ darauf verständigt, die Zusammenarbeit zu beenden. Hinter den Kulissen kam dieser Schritt allerdings kaum überraschend. In Spanien war bereits seit Wochen über ein mögliches Aus des früheren Leverkusener Erfolgstrainers spekuliert worden.

Hohe Erwartungen, wenig Geduld

Alonso hatte seinen Posten erst im Juni angetreten, nachdem er Bayer Leverkusen nach zweieinhalb sehr erfolgreichen Jahren verlassen hatte. Die Erwartungen in Madrid waren entsprechend hoch. Zwar startete Real vielversprechend in die neue Saison und gewann die ersten sieben Pflichtspiele, doch schon früh zeigten sich erste Risse.

Eine deutliche 2:5-Niederlage im Derby gegen Atlético Madrid markierte den ersten Rückschlag. Zwar stabilisierten sich die Ergebnisse anschließend wieder, spielerisch blieb die Mannschaft jedoch oft hinter den Ansprüchen zurück. Besonders im November geriet Alonso zunehmend unter Druck, als Real in sieben Ligaspielen nur neun Punkte holte. Intern wurde das Champions-League-Duell gegen Manchester City bereits als Schicksalsspiel betrachtet. Trotz einer Niederlage durfte Alonso damals bleiben – vor allem wegen des respektablen Auftritts seiner Elf.

Spannungen und fehlende Entwicklung

In den folgenden Wochen stellte sich jedoch keine nachhaltige Verbesserung ein. Beobachter bemängelten, dass Alonsos Spielidee immer schwerer zu erkennen war und der Mannschaft häufig Tempo, Kreativität und Intensität fehlten. Hinzu kamen Berichte über ein angespanntes Verhältnis zwischen dem Trainer und mehreren Leistungsträgern, darunter auch Vinicius Junior, der lange mit Ladehemmung zu kämpfen hatte.

In der Liga liegt Real aktuell vier Punkte hinter dem FC Barcelona auf Rang zwei – für einen Klub mit Titelanspruch zu wenig. Die Niederlage im Supercopa-Finale gegen den Erzrivalen wurde schließlich zum letzten Auslöser für die Trennung.

Versöhnlicher Abschied

Trotz des frühen Endes verabschiedete Real Madrid seinen ehemaligen Spieler mit warmen Worten. Alonso werde stets die Anerkennung und Zuneigung der Fans genießen, da er eine Vereinsikone sei und die Werte des Klubs immer verkörpert habe. Zudem betonte der Verein, dass Real für ihn jederzeit ein Zuhause bleiben werde, verbunden mit Dank für seinen Einsatz und besten Wünschen für die Zukunft.

Nachfolger: Arbeloa übernimmt Verantwortung

Ein Nachfolger steht bereits bereit – erneut setzt Real auf eine Identifikationsfigur. Álvaro Arbeloa übernimmt ab sofort die erste Mannschaft. Der 42-Jährige hatte zuletzt die zweite Mannschaft, Castilla, trainiert und kennt den Verein bestens. Als Spieler gewann er mit Real unter anderem zweimal die Champions League und wurde mit Spanien Welt- und Europameister.

Arbeloa arbeitete sich seit 2020 durch die Nachwuchsabteilung der Madrilenen nach oben und erhält nun seine große Chance an der Seitenlinie des Estadio Santiago Bernabéu. Ob er dauerhaft Cheftrainer bleibt oder nur eine Übergangslösung ist, ließ der Klub offen. Fest steht: Bei Real Madrid beginnt schon wieder ein neues Kapitel.

Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. mehr lesen