PDC UK Open 2026: Spielplan, Übertragung & Wettquoten – Einschätzung von Sportwetten24.com

Armin Schwarz
geprüft von René Müller | 5 Min. Lesezeit

Die UK Open sind das wildeste Major im PDC-Kalender – und genau das macht sie für Wetter so interessant. Keine Setzliste, freie Auslosung, 160 Spieler, drei Tage Dauerbetrieb im Butlin's Resort in Minehead. Luke Littler verteidigt heute Abend seinen Titel. Ob er das schafft, ist offener als die Quote von 3,50 suggeriert.

Quick Facts

Event PDC UK Open 2026 (24. Auflage)
Zeitraum 6.–8. März 2026
Ort Butlin's Resort, Minehead (England)
Teilnehmer 160 Spieler
Preisgeld gesamt 750.000 £
Siegerprämie 120.000 £
TV kostenlos Sport1 (ausgewählt)
Stream kostenpflichtig DAZN
Stream international livepdc.tv
Titelverteidiger Luke Littler

Übertragung: Wo läuft die UK Open live?

  • DAZN zeigt alle Hauptsessions von Freitag bis Sonntag vollständig – von der ersten Runde am Freitagmittag bis zum Finale am Sonntagabend.
  • Sport1 überträgt ausgewählte Sessions kostenlos im Free-TV und im Livestream. In den frühen Runden, wo parallel auf acht Boards gespielt wird, ist die Abdeckung naturgemäß lückenhaft.
  • livepdc.tv ist die direkteste Option für alle, die mehrere Boards gleichzeitig verfolgen wollen. Der internationale PDC-Stream zeigt in den frühen Runden, was Sport1 und DAZN nicht zeigen.

Unsere Empfehlung: Für die Runden 1 und 2 am Freitag lohnt sich livepdc.tv – dort läuft alles. Ab der 3. Runde am Freitagabend und für das gesamte Wochende reicht DAZN vollständig aus.

Spielplan & Modus im Überblick

Tag Session Runde Start
Fr, 06.03. Mittag Runde 1 (8 Boards) 12:00 Uhr
Fr, 06.03. Nachmittag Runde 2 im Anschluss
Fr, 06.03. Abend Runde 3 + 4 20:00 Uhr
Sa, 07.03. Nachmittag Runde 5 (4 Boards) 13:45 Uhr
Sa, 07.03. Abend Achtelfinale (2 Boards) 20:00 Uhr
So, 08.03. Nachmittag Viertelfinale 13:45 Uhr
So, 08.03. Abend Halbfinale 20:00 Uhr
So, 08.03. Nacht Finale ca. 22:00 Uhr

Modus: Alle Partien im Best-of-Legs-Format (keine Sätze).

Runde Format Legs zum Sieg
Runde 1–3 Best of 11 6
Runde 4–Viertelfinale Best of 19 10
Halbfinale/Finale verlängert >10

Deutsche Starter: Wer ist wann dran?

Runde Deutsche Spieler
Runde 1 Unterbuchner, Barkhausen, Ehlers, Hofkens, Rupprecht, Kraft, Merk, Gotthardt
Runde 2 Czerwinski, Weber, Grüllich, Max Hopp
Runde 3 Wenig, Springer, Gabriel Clemens, Ricardo Pietreczko
Runde 4 Martin Schindler (Top-32-Einstieg)

Realistische Einschätzung: Schindler ist als Top-32-Spieler am weitesten, hat aber auch die härtesten Gegner ab Runde 4. Clemens und Pietreczko haben mit dem Runde-3-Einstieg eine faire Chance auf das Wochenende. Max Hopp in Runde 2 – machbar, wenn der Erstrundensieger aus Spivey/Gilding kein Ausrufezeichen setzt.

Preisgeld 2026

Runde Prämie
Sieger 120.000 £
Finalist 60.000 £
Halbfinale 35.000 £
Viertelfinale 20.000 £
Achtelfinale 12.500 £
5. Runde 7.500 £
4. Runde 3.000 £
3. Runde 2.000 £
2. Runde 1.250 £
Runde 1 kein Preisgeld

Wettquoten & Einschätzung von Sportwetten24.com

Quotenstand: 05.03.2026. Angaben ohne Gewähr.

Spieler Quote
Luke Littler 3,50
Luke Humphries 8,00
Gian van Veen 12,0
Gerwyn Price 12,0
Michael van Gerwen 18,0
Josh Rock 20,0
Nathan Aspinall 20,0
Stephen Bunting 20,0

Luke Littler (3,50) – unser Urteil: Quote zu niedrig für dieses Format

Littler ist der beste Spieler im Feld. Das steht außer Frage. Aber die UK Open sind kein normales Turnier – und das ist der Punkt, den die Quote von 3,50 nicht ausreichend abbildet.

Das offene Auslosungsformat ohne Setzliste ist der entscheidende Faktor: Littler kann ab Runde 4 auf jeden anderen Top-32-Spieler treffen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Format-Favorit dieses Turnier verliert, liegt historisch sehr hoch. Von den letzten zehn UK Open gewann kein Spieler zweimal in Folge – Littler wäre der erste.

Unser Fazit zu 3,50: Wir sehen keinen ausreichenden Value. Für einen Titelgewinn ohne Setzlistenschutz müsste ein Spieler wie Littler mindestens sechs fehlerfreie Auftritte aneinanderreihen. Das ist möglich – aber nicht so wahrscheinlich wie 3,50 suggeriert.


Luke Humphries (8,00) – solide, aber kein Schnäppchen

Humphries ist die logische zweite Wahl. Weltranglisten-Nr. 2, konstant, technisch sauber in langen Formaten. Allerdings gilt dasselbe Format-Argument wie bei Littler: Auch Humphries hat keinen Setzlisten-Schutz. Der erste wirklich schwere Gegner kann bereits in Runde 4 warten.

Unser Fazit zu 8,00: Vertretbar als kleiner Anteil an einem strukturierten Portfolio. Kein offensichtlicher Value.


Gian van Veen (12,0) – unser Favorit für Value-Wetter

Van Veen ist der interessanteste Pick des Feldes. WM-Finalist 2026, tiefer Lauf bei einem weiteren Major – er zeigt eine klare Aufwärtstendenz. Mit 12,0 bekommt man einen Spieler, der definitiv in der Lage ist, dieses Turnier zu gewinnen, zu einer Quote, die seinen aktuellen Form-Level unterschätzt.

Das Format der UK Open begünstigt zudem seinen Stil: kurze, intensive Matches in den frühen Runden, bei denen Van Veens Aggressivität ein Vorteil gegenüber „gemächlicheren“ Spielern ist.

Unser Fazit zu 12,0: Interessantester Tip des Felds. Wer auf einen UK-Open-Sieger außerhalb der Two-Lukes-Narrative setzen will, ist hier am richtigsten.


Gerwyn Price (12,0) – wiedererwacht, aber volatil

Price zeigte zuletzt ein Halbfinale und konstante Performances. Nach einer längeren Schwächephase sind die Signale positiv. Das Problem: Price war in seiner Karriere nie ein verlässlicher Turnier-Wetter. Sein Temperament kostet ihn manchmal Legs, die er nicht verlieren sollte.

Unser Fazit zu 12,0: Wenn Price an einem Top-Wochenende spielt, ist 12,0 Value. Das ist ein großes Wenn.


Michael van Gerwen (18,0) – Nostalgie oder echter Faktor?

MVG ist dreifacher UK-Open-Sieger – niemand kennt dieses Turnier besser. Mit 18,0 bekommt man einen Spieler mit mehr UK-Open-DNA als jeder andere im Feld. Er ist nicht mehr die unaufhaltsame Maschine der 2010er Jahre, aber unterschätzt ihn niemand zu Unrecht.

Unser Fazit zu 18,0: Als kleine Spekulation vertretbar – besonders wenn man glaubt, dass MVG dieses Wochenende „in der Zone“ ist. Kein Value-Pick, aber ein emotionaler Pick mit nachvollziehbarer Logik.


Das Format als Wett-Faktor: Was die UK Open wirklich bedeuten

Das ist die wichtigste strategische Überlegung für UK-Open-Wetten: Das offene Auslosungsformat macht Einzelwetten auf den Gesamtsieger statistisch riskanter als bei anderen Majors. Deshalb empfehlen wir:

  • Rundensieger-Wetten statt Outright-Wetten. Wer Pietreczko oder Clemens für den Einzug ins Viertelfinale wettet, setzt auf einen überschaubaren Pfad – nicht auf sechs erfolgreiche Matches in Folge. Die Quoten für Rundensiege bei deutschen Spielern bieten häufig besseren Value als die Outright-Märkte für Top-Favoriten.
  • Early-Value im Turnierverlauf. Nach Runde 3 und 4 sind die Brackets klarer und die Quoten noch nicht vollständig angepasst. Wer live den Auslosungsbaum verfolgt und schnell reagiert, findet hier die strukturell besten Gelegenheiten.

Wertung
Highlights
 
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Quoten ohne Gewähr, Stand 05.03.2026. Sportwetten sind mit erheblichem Verlustrisiko verbunden. 18+ | BZgA-Hotline: 0800 1 37 27 00 (kostenlos, 24h) | bzga.de

Armin Schwarz - Chef-Analyst & Sportwetten-Experte |
Armin Schwarz Armin Schwarz ist Chef-Analyst und Sportwetten-Experte bei Sportwetten24. Seit 2012 in der iGaming-Branche tätig, bringt er unter anderem drei Jahre Erfahrung als Quoten-Analyst auf Buchmacher-Seite mit. Sein Schwerpunkt liegt auf mathematischer Quoten-Analyse, Value-Betting-Strategien und systematischen Anbieter-Tests. Armin hat über 50 Sportwetten-Anbieter auf Quoten-Qualität, Margenstruktur und Limit-Politik geprüft. Er hält einen B.Sc. in Mathematik von der Universität Heidelberg und arbeitet von dort aus.
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