Peinliches Skandal-Video: Hertha BSC schmeißt Salomon Kalou raus!

Simon Schneider | am: 05.05.20
Kalou gefeuert
Salomon Kalou hat sich selbst und Hertha BSC bis auf die Knochen blamiert. (Foto: Shutterstock.com)

Salomon Kalou ist ein gestandener Mann, er wird im August 35 Jahre alt. Seit 2003 ist Kalou als Fußballprofi in Europa aktiv, er kickte in vier verschiedenen Ländern und gewann mit dem FC Chelsea die Champions League. Außerdem absolvierte der Stürmer 97 Länderspiele für die Elfenbeinküste. Man müsste also von einem in allen Bereichen erfahrenen Spieler ausgehen. Aber wenn man sich das Skandalvideo vom Montag so anschaut, dann kommt man zu einem anderen Schluss: Kalou ist geistig auf dem Niveau eines Kleinkinds stehen geblieben. Anders lässt sich die Aktion des Hertha-Profis kaum erklären. Der Verein hat sofort reagiert und Kalou noch am Abend vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert. Der Ivorer wird wohl nie wieder für die Hertha auflaufen.

Aber was genau war eigentlich geschehen? Salomon Kalou war am Montagmorgen auf dem Weg zum Trainingsgelände der Hertha – und er nahm dabei per Handy ein Video auf, das er live über seine Facebookseite ins Internet streamte. Problematisch wurde es dann, als Kalou immer weiterfilmte – auch als er schon im Kabinentrakt war.

Man kann sich nur fremdschämen

Und so konnte man live mitverfolgen, wie bei Hertha BSC so ziemlich jede Abstandsregel und jedes Hygienekonzept unterlaufen wird. Da wurde sich zur Begrüßung fleißig die Hand gegeben, da wurden Kontaktverbote nicht eingehalten. Richtig peinlich waren auch die Gespräche der Spieler – allen voran Vedad Ibisevic – die sich über die Gehaltskürzungen wegen der Coronakrise echauffierten.

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Vorurteile über dumme Fußballprofis bestätigt

Fast zehn Minuten lang filmte und streamte Kalou dabei auch intimste Momente. So platzte er einfach in den Coronatest von Jordan Torunarigha, obwohl er ausdrücklich vor der Tür warten sollte. Physiotherapeut David de Mel scheint als einziger die Situation zu erfassen: „Mach das aus. Lösch das Video bitte!“

Aber dass Kalou die Bilder da schon längst live ins Netz übertragen hat, ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand. Und so dürften in wenigen Minuten so ziemlich sämtliche Vorturteile über stockdumme, überbezahlte Fußballprofis bestätigt worden sein. Und dies zwei Tage vor der Entscheidung der Politik über den umstrittenen Neustart der Bundesliga.

Hertha wirft Salou aus der Mannschaft

Tiefpunkt des Videos dürfte dann die Szene sein, in der Kalou feixend durch die Flure schlendert und mehrfach „Coronavirus, Coronavirus“ ruft. Dabei lacht er laut.

Kurze Zeit später löschte Kalou das Posting dann von seiner Facebookseite, aber da war das Video natürlich längst im Umlauf. Zuerst reagierte die DFL (Deutsche Fußball Liga) mit einem deftigen Statement: „Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel. Dafür kann es keine Toleranz geben.“

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Am Abend gaben die Hertha-Bosse dann den sofortigen Rauswurf des Stürmers bekannt. Sportdirektor Michael Preetz gab sich bestürzt: „Er hat Hertha BSC damit großen Schaden zugefügt. Aber auch dem gesamten Profifußball mitten in der Diskussion um die Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Es ist der Eindruck entstanden, als wenn manche Spieler das Thema Corona nicht ernst nehmen.“

Bundesliga wird am 15. Mai fortgesetzt

Salomon Kalou wird nun also wohl nie wieder für die Hertha spielen. Der Vertrag des Ivorers wäre im Sommer ohnehin ausgelaufen. Zum Abschied hat Kalou aber jetzt einen massiven Image-Schaden für den gesamten Club hinterlassen.

Fakt ist aber auch, dass dieses peinliche Vorkommnis wohl keinen Einfluss auf die politische Entscheidung am Mittwoch haben wird. Schon in der Nacht zu Dienstag meldete die Agentur Reuters, dass die Bundesliga „höchstwahrscheinlich“ grünes Licht für einen Neustart am 15. Mai bekommen wird.

 

Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. mehr lesen