
Mit der Weltmeisterschaft 2026 in USA, Kanada und Mexiko rückt das größte Fußballturnier des Jahres näher – und bei der deutschen Nationalmannschaft wächst die Spekulation darüber, mit welcher Elf Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Mannschaft ins Rennen schicken wird. Basierend auf aktuellen Aussagen des Trainers, seiner bisherigen Rotation und taktischen Überlegungen zeichnet sich ein möglicher Stammelf-Kern ab – doch an einigen Schlüsselpositionen dürfte Nagelsmann bis zum Turnierstart noch intensiv abwägen müssen.
Torwart und Abwehr – Erfahrung als Basis
Zwischen den Pfosten steht Oliver Baumann momentan ganz oben auf der Liste: Der Routinier von TSG Hoffenheim hat über die Qualifikation hinweg hohe Stabilität gezeigt und gilt als wahrscheinliche Nummer 1 im Tor. Nagelsmann hat seinem Keeper öffentlich großes Vertrauen ausgesprochen und ihn als sicheren Kandidaten für den WM-Startposten beschrieben.
Die Viererkette davor dürfte wieder auf Routine setzen: Rechtsverteidiger Joshua Kimmich soll laut Nagelsmann in dieser Rolle stehen bleiben, nachdem er in dieser Saison gute Leistungen gezeigt hat und dort wichtige taktische Aufgaben erfüllt.
Im Zentrum der Abwehr ist Nico Schlotterbeck wohl gesetzt, vor allem weil er als linker Innenverteidiger ein wichtiges Profil bietet, das der Trainer nicht ohne Weiteres ersetzen will. Neben ihm könnte Jonathan Tah beginnen – eine Paarung, die Balance zwischen Zweikampfhärte und Spielaufbau schaffen soll. Außen verteidigen wahrscheinlich Spieler wie David Raum oder Maximilian Mittelstädt, deren offensive Qualitäten Nagelsmann schätzt. (prognostiziert)
Mittelfeld – Balance zwischen Kreativität und Robustheit
Im zentralen Mittelfeld fällt der Blick auf Leon Goretzka: Trotz weniger Einsatzzeit beim FC Bayern München hat Nagelsmann ihm eine Stammplatz-Rolle in Aussicht gestellt. Der 31-jährige bringt körperliche Präsenz und Erfahrung mit – Eigenschaften, die vor allem im Turniermodus wichtig sein können.
Dazu dürfte Joshua Kimmich zwar als Rechtsverteidiger eingeplant sein, im Mittelfeld könnte er je nach Bedarf zentral agieren, um Struktur und Spielkontrolle zu bieten. Alternativ könnten ein kreativer Spielmacher wie Florian Wirtz oder ein Edeltechniker wie Jamal Musiala neben einem Zweikämpfer wie Aleksandar Pavlović starten, falls der Bayern-Profi seine Form konservieren kann. Alternativ stünde Felix Nmecha vom BVB bereit.
Offensive – Flügel und Sturm mit Fragezeichen
Auf den Flügeln werden vermutlich Leroy Sané oder Serge Gnabry starten – zwei Spieler, die mit Tempo und Torgefahr glänzen können, wenn sie fit sind und ihre Form halten. Ihre Präsenz sorgt für Tiefe und Dynamik in der Offensive. (prognostiziert)
Im Sturmzentrum bleibt es spannend: Nick Woltemade gehört zwar zum Kader, doch seine jüngste Form bei Newcastle United war durchwachsen. Nagelsmann hält dennoch weiter an seiner Entwicklung fest, was ihm zumindest Chancen auf einen Startplatz verschafft – insbesondere wenn er sich im Frühjahr steigern kann.
Klar ist aber wohl, dass Kai Havertz – wenn er fit bleibt und in Form ist – die beste Chance auf den Stammplatz ganz vorne hat.
Taktisches Grundgerüst – 4-2-3-1 mit Flexibilität
Nagelsmann dürfte tendenziell auf ein 4-2-3-1-System setzen, das defensive Stabilität mit Varianten in der Offensive kombiniert. Konstante Spieler wie Baumann, Kimmich und Goretzka bilden das Grundgerüst, während auf den Flügeln und im Sturm Entscheidungen noch offen sind und vom Formstand und Fitnessniveau der Profis abhängen.
Die WM-Elf steht schon fast fest
Die prognostizierte deutsche Startelf zur WM 2026 kombiniert Erfahrung im Defensiv- und Mittelfeldbereich mit Potenzial auf den Außenbahnen und im Sturm. Fest stehen derzeit vor allem Baumann im Tor, Schlotterbeck in der Innenverteidigung, Kimmich auf rechts und Goretzka im zentralen Mittelfeld. Dahinter bleibt Nagelsmanns ultimative Entscheidung bis zum Turnierstart offen – vor allem im offensiven Bereich und im kreativen Zentrum könnten Überraschungen folgen.
Letztlich spricht viel dafür, dass Deutschland mit einer balancierten, aber flexiblen Mannschaft ins Turnier startet – eine Elf, die defensiv sicher steht, im Mittelfeld bewegt ist und nach vorne variabel agieren kann. Bis zum Sommer bleibt allerdings Raum für Diskussionen und Änderungen, wenn sich Formkurven verändern und mögliche Verletzungen eintreten.