Der Französische Supercup entwickelte sich zu einem echten Nervenspiel – mit einem Helden im Tor von Paris Saint-Germain. Torhüter Luca Chevalier avancierte beim Duell gegen Olympique Marseille zum entscheidenden Faktor und führte PSG nach einem 2:2 in der regulären Spielzeit zu einem klaren 4:1-Erfolg im Elfmeterschießen.
Mit zwei starken Paraden vom Punkt sicherte Chevalier den ersten Titel des Jahres – und unterstrich eindrucksvoll seinen wachsenden Stellenwert im Kader der Pariser.
Mentale Stärke nach schwierigen Monaten
Nach dem Spiel sprach Chevalier offen über die emotionale Achterbahnfahrt dieser Partie. Gegenüber RMC Sport schilderte der Keeper, wie sehr ihn die vergangenen Monate geprägt haben.
„Ich bin es gewohnt, ruhig zu bleiben – gerade nach den schwierigen letzten sechs Monaten“, erklärte Chevalier. „Dieses Spiel hat meine Nerven wirklich auf die Probe gestellt. In der 85. Minute, beim Stand von 2:1, kamen plötzlich Zweifel auf, wie das alles enden könnte.“
Tatsächlich drohte PSG die Partie spät aus der Hand zu geben, ehe Marseille noch zum Ausgleich kam. Doch statt zu wanken, zeigte das Team in der entscheidenden Phase große mentale Reife.
Elfmeterschießen als Bühne für den Torhüter
Im anschließenden Shootout war Chevalier voll da – und offenbar mental bestens vorbereitet. „Unser Team hat sich durchgekämpft und enorme Widerstandskraft bewiesen“, so der PSG-Schlussmann weiter. „Tief in mir wusste ich, dass ich das Elfmeterschießen meistern und das Team retten würde. Ich habe diesen Energieschub gespürt.“
Diese innere Überzeugung zahlte sich aus. Zwei gehaltene Elfmeter nahmen Marseille früh den Glauben, während PSG vom Punkt eiskalt blieb. Chevalier wurde so zum unangefochtenen Matchwinner eines ohnehin emotional aufgeladenen Klassikers.
Starkes Signal für die Saison
Der Auftritt im Supercup dürfte Chevaliers Standing innerhalb der Mannschaft weiter stärken – sowohl sportlich als auch mental. Gerade in einem Klub wie PSG, in dem Titel fast schon Pflicht sind, sind Spieler gefragt, die in Drucksituationen Verantwortung übernehmen.
Mit seiner Ruhe, Präsenz und Entscheidungsfreude sendet Chevalier ein klares Signal: Er ist bereit für die großen Momente. Der Supercup-Sieg gegen Marseille könnte sich rückblickend als Schlüsselspiel für seine Saison – und vielleicht sogar für seine PSG-Karriere – erweisen.


