Bei Real Madrid wird im Umgang mit Kylian Mbappé weiterhin vorsichtig, aber flexibel geplant. Trotz seiner Knieverletzung schließt der spanische Rekordmeister einen Einsatz des Offensivstars im Finale des Supercopa de España ausdrücklich nicht aus.
Der Franzose wird nicht mit nach Saudi-Arabien reisen, wo das Finalturnier ausgetragen wird. Hintergrund ist ein Bänderriss im Knie, der Ende Dezember diagnostiziert wurde. Dennoch deuten vereinsnahe Berichte darauf hin, dass Real Madrid Mbappé im Erfolgsfall keine Einsatzsperre auferlegen würde, sollte er rechtzeitig spielfähig sein.
Individuelle Betreuung in Madrid
Während der restliche Kader zum Supercup reist, bleibt Mbappé in Madrid und arbeitet dort intensiv an seinem Comeback. Zwei Physiotherapeuten aus dem Betreuerstab wurden bewusst abgestellt, um sich ausschließlich auf seine Rehabilitation zu konzentrieren. Ziel ist es, in den kommenden Tagen eine möglichst schnelle und zugleich kontrollierte Rückkehr zu ermöglichen.
Diese Vorgehensweise unterstreicht den Spagat, den Real Madrid aktuell geht: Einerseits soll kein Risiko eingegangen werden, andererseits will man sich die Option auf einen kurzfristigen Einsatz des Unterschiedsspielers offenhalten – insbesondere in einem möglichen Endspiel.
Halbfinale gegen Atlético als erste Hürde
Sportlich steht für Real Madrid zunächst das Halbfinale an. Am Donnerstag, den 8. Januar, trifft das Team im Stadtduell auf Atlético Madrid. Erst wenn diese Partie erfolgreich gestaltet wird, rückt das Finale am 11. Januar realistisch in den Fokus – und damit auch die Mbappé-Frage.
Intern gilt ein Einsatz im Halbfinale als ausgeschlossen. Sollte Real jedoch das Endspiel erreichen und Mbappé medizinisch grünes Licht erhalten, könnte eine kurze Einsatzzeit zumindest in Erwägung gezogen werden.
Risikoabwägung mit Blick auf die Saison
Ein möglicher Mbappé-Comeback im Supercup-Finale wäre nicht nur sportlich brisant, sondern auch strategisch heikel. Die Saison ist lang, und Real Madrid kämpft auf mehreren Fronten um Titel. Ein zu früher Einsatz könnte langfristige Folgen haben – gleichzeitig ist Mbappés Präsenz ein Faktor, der Spiele entscheiden kann.
Aktuell bleibt es bei einer bewussten Grauzone: Kein fester Plan, kein kategorisches Nein. Real Madrid setzt auf tägliche medizinische Bewertungen – und hält sich bis zuletzt alle Optionen offen.

