
Die Frage, ob der Video-Schiedsrichter (VAR) im Profifußball abgeschafft werden sollte, ist ein kontroverses Thema, das unterschiedliche Meinungen hervorruft. Hier sind einige Argumente sowohl für als auch gegen den VAR aufgelistet.
Fakt ist: Die Unzufriedenheit wächst. So lange solch haarsträubende Fehler passieren wie vor wenigen Wochen bei der Partie zwischen Bochum und dem BVB (klarer Elfmeter für Dortmund nicht gegeben), macht der VAR wohl keinen Sinn mehr. Also wirklich abschaffen?
Argumente für den VAR:
- Fehlentscheidungen vermeiden: Der VAR wurde eingeführt, um offensichtliche Fehlentscheidungen zu korrigieren und die Spielgerechtigkeit zu verbessern. Durch die Überprüfung von strittigen Situationen kann der VAR helfen, klare Fehler zu erkennen und zu korrigieren.
- Fairness erhöhen: Der VAR soll dazu beitragen, dass die gleichen Regeln für alle Mannschaften gelten und dass keine Mannschaft durch eine fehlerhafte Entscheidung benachteiligt wird. Dies kann zu einer gerechteren Spielatmosphäre führen.
- Transparenz und Objektivität: Der VAR ermöglicht es, strittige Situationen noch einmal anzuschauen und Entscheidungen auf der Grundlage objektiver Kriterien zu treffen. Dadurch kann die Transparenz und Verständlichkeit der Schiedsrichterentscheidungen verbessert werden.
Argumente gegen den VAR:
- Unterbrechung des Spielflusses: Die Überprüfung von strittigen Situationen durch den VAR führt oft zu längeren Unterbrechungen des Spielflusses. Dies kann das Spieltempo verlangsamen und den Spielspaß beeinträchtigen.
- Interpretationsspielraum bleibt bestehen: Obwohl der VAR helfen soll, klare Fehler zu korrigieren, bleiben manche Entscheidungen immer noch subjektiv. Es gibt weiterhin Interpretationsspielraum, und die VAR-Entscheidungen können zu Diskussionen und Uneinigkeit führen.
- Emotionen und menschlicher Faktor: Der Fußball lebt von Emotionen, und strittige Entscheidungen gehören dazu. Der VAR kann dazu führen, dass bestimmte umstrittene Entscheidungen nicht mehr von den Schiedsrichtern auf dem Platz getroffen werden, was den menschlichen Aspekt des Spiels verringert.
Entscheidungen sorgen für frustrierte Fans, Spieler und Trainer
Letztendlich ist die Frage, ob der VAR im Profifußball abgeschafft werden sollte, eine Frage der Abwägung zwischen Fairness und Spielgenuss. Einige Menschen befürworten den VAR als Instrument zur Fehlerkorrektur, während andere der Ansicht sind, dass der menschliche Faktor und die Kontinuität des Spiels wichtiger sind.
Die endgültige Entscheidung liegt bei den Fußballverbänden und den Organisatoren, die verschiedene Faktoren berücksichtigen müssen, um die bestmögliche Lösung zu finden.
Tatsache ist aber in jedem Fall: Stand jetzt – und damit reden wir von der Saison 2022/2023 – hat der VAR den Fußball nicht gerechter gemacht. Im Gegenteil. Er sorgt bei Fans und Verantwortlichen überwiegend für Frust und Unverständnis.