Stimmung vor dem Klassiker: BVB-Fans tippen auf hohen Bayern-Sieg

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Blickt man in das Dortmunder Fan-Forum, so glauben selbst die BVB-Fans nicht so recht an einen Sieg gegen die Bayern.

Am Samstag, 28. Februar 2026 um 18:30 Uhr empfängt Borussia Dortmund im Signal-Iduna-Park den FC Bayern München zum Bundesliga-Klassiker. Doch während der Termin wie immer alles andere als ein gewöhnlicher Spieltag ist, herrscht in der Dortmunder Fangemeinde derzeit eher Pessimismus als Vorfreude – aus einem einfachen Grund: Manche Fans trauen ihrem Team gegen den Branchenführer kaum etwas zu. Eine aktuelle Umfrage im großen BVB-Fan-Forum von „schwatzgelb.de“ macht das deutlich.

Im Thread „BVB – Bayern (eure Tipps)““ fragen Nutzer gegenseitig nach erwarteten Ergebnissen – und die Resonanz fällt ernüchternd aus. Einer der ersten Beiträge spricht offen aus, was viele denken: Der User tippt 5:1 für die Bayern, weil er glaubt, dass der Rekordmeister den BVB „an die Wand spielen“ werde, es sei denn, Torhüter Gregor Kobel erlebe einen außergewöhnlichen Abend.

Andere Fan-Stimmen schließen sich dem an – 4:1 oder sogar klare 5:0-Siege für den FC Bayern werden mehrfach vorgeschlagen.

BVB-Fans so pessimistisch wie selten

Neben den harten Zahlen äußern viele Forumsteilnehmer auch subjektive Sorgen: Einige sehen Dortmunds Kader als nicht stark oder tief genug an, um dem Druck eines Bayern-Angriffs standzuhalten.

Andere führen Kräfteverschleiß oder Reisestress als Gründe an, warum das Team physisch und mental im Nachteil sein könnte. Die allgemeine Stimmung schwankt zwischen Galgenhumor und realistischem Fatalismus – Siege werden eher als Überraschung denn als Erwartung beschrieben.

Sportliche Ausgangslage: Warum die Dortmunder Fans skeptisch sind

Abseits der Foren-Stimmung gibt es auch handfeste sportliche Gründe für den Pessimismus. In der Bundesliga-Tabelle liegt Dortmund mit 52 Punkten auf Platz 2, während Bayern mit 60 Punkten uneinholbar an der Spitze steht. Selbst bei einem Sieg würde sich am Punkteabstand kaum etwas ändern, und die Münchner bleiben haushohe Favoriten auf die Meisterschaft.

Dortmunds Form ist in dieser Saison zwar solide – sie sind in der Liga seit Wochen ungeschlagen – doch das Team hat jüngst in der Champions League eine schmerzhafte 1:4-Niederlage gegen Atalanta kassiert und ist dort ausgeschieden. Diese Pleite hat nicht nur die Moral belastet, sondern auch gezeigt, dass der BVB gegen Spitzenmannschaften Probleme bekommen kann.

Bayern seinerseits präsentiert sich wie gewohnt effektiv: In den letzten Ligapartien erzielten sie viele Tore und blieben in der Meisterschaft in Folge erfolgreich. Diese Kombination aus Konstanz, Torgefahr und Erfahrung macht sie statistisch zur stärksten Mannschaft der Liga und erklärt, warum viele Fans dem BVB gegen München wenig Chancen einräumen.

Die Spannung steigt in jedem Fall

Dass viele BVB-Anhänger so pessimistisch sind, hängt aber auch mit der Emotion und Erwartungshaltung zusammen, die ein Klassiker mit sich bringt. Diskussionen im Forum sind oft überspitzt, und extremere Tipps sagen mehr über die Stimmung als über realistische Erwartungen aus – doch sie spiegeln die Unsicherheit wider, wie dieser besondere Abend verlaufen könnte.

Trainer und Spieler haben angekündigt, den Fokus auf die eigenen Stärken zu legen und sich nicht von Favoritenrollen beeinflussen zu lassen. Doch vor dem Spiel bleibt eines sicher: Die Klassiker-Stimmung ist aufgeladen, und die BVB-Fans fiebern trotz Skepsis dem Anpfiff entgegen.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.