Das Tauziehen um die Zukunft des deutschen Fußballs hat begonnen. Der FC Bayern München hat offenbar ein klares Ziel für den Sommer 2026 identifiziert: Kenneth Eichhorn (16) von Hertha BSC. Doch was als klassischer Bayern-Transfer aussieht, entwickelt sich zum harten Dreikampf. Auch Borussia Dortmund und RB Leipzig werfen ihren Hut in den Ring. Trainer Vincent Kompany macht den Youngster zur Chefsache.
Kompanys Vision: Die „Holding Six“ der Zukunft
Nach Informationen des Transferexperten Florian Plettenberg ist das Interesse des Rekordmeisters weit mehr als nur loses Scouting. Vincent Kompany, selbst einst einer der besten Verteidiger der Welt, sieht in dem 16-jährigen Berliner offenbar das fehlende Puzzlestück für die langfristige Kaderplanung.
Eichhorn gilt als Hybrid-Spieler: Ausgebildet im defensiven Mittelfeld, bringt er physische Voraussetzungen mit, die ihn auch für die Innenverteidigung prädestinieren. Genau dieses Profil – spielstark, robust, vielseitig – sucht Kompany. Die Bayern-Bosse unterstützen den Vorstoß, da man die Fehler der Vergangenheit (Verlust von Talenten wie Adeyemi oder Schlotterbeck an den BVB) nicht wiederholen will.
Der „Plan B“ kommt aus Belgien
Sollte der Deal mit dem Hertha-Juwel scheitern, haben die Münchner bereits vorgesorgt. Auf der sogenannten „Schattenliste“ steht Nathan De Kat vom RSC Anderlecht. Auch er passt in das Raster eines modernen, defensiv denkenden Mittelfeldstrategen. Dass Bayern gleich zwei Spieler dieses Profils (Jahrgang 2008/2009) scoutet, zeigt: Der Verein bereitet den Generationenwechsel im defensiven Zentrum vor.
Das Problem: Der „Dortmunder Weg“ lockt
Zwar hat der FC Bayern finanziell die besten Argumente, doch sportlich muss Kenneth Eichhorn eine Grundsatzentscheidung treffen.
- FC Bayern: Training auf Weltklasse-Niveau, aber harte Konkurrenz und der oft steinige Weg über den „Campus“ oder Leihgeschäfte (siehe Paul Wanner).
- BVB & RB Leipzig: Beide Konkurrenten sind ebenfalls im Rennen und punkten traditionell mit einer höheren Durchlässigkeit zu den Profis. Spieler wie Jamie Gittens oder Youssoufa Moukoko (BVB) sowie Xavi Simons (Leipzig) zeigten, dass man dort als Teenager schneller Bundesliga-Minuten sammelt.
Eichhorn selbst hat laut Berichten noch keine Entscheidung getroffen. Sein Zögern hält den Poker heiß.
Hertha BSC: Zahltag oder sportlicher Verlust?
Für den Zweitligisten (bzw. Aufstiegskandidaten) Hertha BSC ist die Situation zweischneidig. Einerseits würde ein Verkauf von Eichhorn Millionen in die immer noch klamme Kasse spülen. Andererseits verliert die „Alte Dame“ ihr Tafelsilber. Ein Bieterwettstreit zwischen den Top 3 der Bundesliga wäre für die Berliner finanziell das bestmögliche Szenario.
Die Sportwetten24-Analyse: Was bedeutet das für den Markt?
Transfers von 16-Jährigen wirken sich selten sofort auf die Meisterschafts-Quoten aus, aber sie senden Signale an den Markt.
- Herthas Aufstiegschancen: Sollte Hertha den Spieler schon im Winter oder fix für den Sommer verkaufen, zeigt das, dass finanzielle Konsolidierung vor sportlichem Risiko steht. Das könnte Wetten auf den Hertha-Aufstieg (falls sie noch im Rennen sind) riskanter machen.
- Bayerns Strategie: Kompany setzt auf Verjüngung. Das stärkt das Vertrauen der Buchmacher in die langfristige Dominanz der Münchner (Outright-Wetten für 2026/27).
- Transfer-Wette: Wo landet Eichhorn?
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- Favorit: FC Bayern (Quote ca. 2.00 – wegen Kompanys Drängen).
- Verfolger: BVB (Quote ca. 3.50 – wegen der besseren Perspektive für Talente).
- Außenseiter: Verbleib bei Hertha (Quote ca. 5.00 – finanziell unwahrscheinlich).
Unser Experten-Fazit: Der FC Bayern wird diesen Transfer mit Macht forcieren, um ein Zeichen an die nationale Konkurrenz zu senden. Wir erwarten eine Einigung vor der EM/WM-Pause im Sommer.