Warum ist Danny da Costa mitten im Spiel aufs Klo gerannt?

Simon Schneider
geprüft von Lukas Stratmann | 2 Min. Lesezeit
Danny da Costa (rechts) musste im Spiel gegen Sigma Olmütz dringend auf die Toilette und verließ einfach den Platz. Sein Kommentar: „Ich habe gemerkt, es drückt!“

Das hat es so im Profi-Fußball wirklich noch nicht gegeben! Während andere Spieler Krämpfe haben oder ausgewechselt werden, weil sie platt sind, hatte Danny da Costa ein ganz anderes Problem – und das ließ sich einfach nicht mehr kontrollieren.

Mitten im Conference-League-Spiel sprintet der Mainz-Profi plötzlich vom Platz. Kein Foul, keine Verletzung – sondern: akuter Toiletten-Alarm!

„Ich habe gemerkt: Es drückt!“

Die Szene wirkt im ersten Moment völlig absurd. Es läuft die Schlussphase im Achtelfinal-Rückspiel gegen Sigma Olmütz, Mainz führt – und plötzlich verschwindet da Costa einfach in Richtung Kabine.

Die Erklärung liefert der Verteidiger später selbst – und die hat es in sich. Er habe „plötzlich Gänsehaut am ganzen Körper“ bekommen und sofort gemerkt: Jetzt wird’s ernst!

Oder anders gesagt: Es ging nicht mehr um Taktik. Es ging ums Überleben.

Flucht statt Auswechslung

Das eigentlich Verrückte: Da Costa war zu diesem Zeitpunkt gar nicht ausgewechselt! Zwar versuchte er noch, Trainer Urs Fischer zu signalisieren, dass er runter muss – doch der verstand die Situation offenbar nicht.

Die Folge: Der 32-Jährige ergreift selbst die Initiative. Ab durch die Mitte – und direkt Richtung Kabine!

Einfach weg. Während das Spiel weiterläuft.

Chaos an der Seitenlinie

Auf der Bank herrscht kurzzeitig komplette Verwirrung. Warum rennt da plötzlich ein Spieler vom Feld? Trainer Fischer blickt seinem Profi hinterher – ratlos.

Erst als klar wird, dass Mainz plötzlich nur noch zu zehnt spielt, reagiert der Coach und bringt kurzerhand Ersatz. Und da Costa? Sitzt zu diesem Zeitpunkt… nun ja… ganz woanders.

Der nächste peinliche Moment

Doch damit nicht genug!

Als da Costa von seiner „Mission“ zurückkehrt, wird es richtig unangenehm. Denn: Er will tatsächlich wieder auf den Platz! Problem nur: Er ist längst ausgewechselt. Eine Szene wie aus einer Slapstick-Komödie – nur eben live im Europapokal. Selbst Trainer Fischer konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Es sei „ein bisschen lustig“ gewesen, gab er später zu.

Kabine macht sich lustig

Richtig Fahrt nimmt die Geschichte erst nach dem Spiel auf. Denn natürlich bleibt der Vorfall nicht intern. Im Gegenteil: In der Kabine wird die Szene genüsslich auseinandergenommen.

Besonders fies: Die Videoanalysten schneiden extra die letzten Minuten vor seiner Flucht zusammen – inklusive „Spotlight“ auf den sichtlich leidenden da Costa. Seine Bewegungen? Immer langsamer. Immer angespannter. Im Nachhinein für alle ein Riesenspaß – für ihn vermutlich eher weniger.

Ursache? Unklar!

Bleibt die große Frage: Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Da Costa selbst hat eine Vermutung. In der Halbzeit habe er Elektrolyt-Getränke zu sich genommen – die er offenbar nicht besonders gut verträgt.

Eine Mischung mit… explosiver Wirkung.

Fußball schreibt die verrücktesten Geschichten

Am Ende kann der Mainzer selbst darüber lachen. „Für einen Lacher gesorgt“ habe er – und das trifft es wohl perfekt. Sportlich blieb alles folgenlos: Mainz gewann 2:0 und zog ins Viertelfinale ein.

Doch was bleibt, ist eine Szene, die wohl in jede Fußball-Kuriositätenliste eingehen wird.

Denn Hand aufs Herz: Ein Spieler, der mitten im Europapokal-Spiel aufs Klo sprintet? Das ist selbst für den Fußball eine ganz eigene Nummer.

Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.
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