Warum wurde HSV vs. Leverkusen so kurzfristig abgesagt?

Simon Schneider | am: 13.01.26
Viele Fans waren am Dienstag schon auf dem Weg zum Volksparkstadion, als die Absage für die Partie des HSV gegen Bayer Leverkusen bekannt wurde.

Das ist maximal unglücklich gelaufen: Quasi auf den letzten Drücker wurde am Dienstag das Spiel zwischen dem Hamburger SV und Bayer Leverkusen abgesagt. Viele Fans beider Clubs waren da längst schon auf dem Weg zum Stadion, entsprechend groß war der Frust. Was waren die Gründe und warum gab es plötzlich Sicherheitsbedenken? Unser Redakteur Simon Schneider gibt die Antworten.

Der Hamburger SV und Bayer Leverkusen mussten am Dienstagabend unverrichteter Dinge bleiben. Nur wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff um 20.30 Uhr im Volksparkstadion zog die Deutsche Fußball Liga die Reißleine und sagte die Bundesligapartie ab. Ausschlaggebend waren witterungsbedingte Sicherheitsbedenken, konkret statische Risiken im Bereich des Stadiondachs.

Tauwetter bringt Dach in Bedrängnis

Auslöser der Absage war das ungewöhnlich starke Tauwetter nach heftigen Schneefällen. Wie die DFL mitteilte, hatten sich unter der Schneeschicht auf der Dachmembran Wassermengen gesammelt, die nicht wie vorgesehen abfließen konnten. Dadurch entstanden punktuelle Lasten, die aus statischer Sicht nicht kalkulierbar waren. Ein hinzugezogener Experte bewertete die Situation als potenziell gefährlich – mit Folgen. Das Volksparkstadion wurde kurzfristig gesperrt, die Partie gestrichen.

Bereits im Vorfeld hatte der übertragende Sender Sky über mögliche Probleme berichtet. Schneereste und schmelzendes Eis auf dem Dach könnten einen sicheren Stadionbesuch unmöglich machen, hieß es. Diese Einschätzung bestätigte sich wenig später offiziell.

HSV kämpfte bis zuletzt für die Austragung

Dabei war der HSV noch am Vortag optimistisch gewesen. Klubverantwortliche betonten, dass seit Tagen rund um die Uhr gearbeitet werde, um Eis und Schnee aus dem Stadion und dessen Umfeld zu entfernen. Interne wie externe Kräfte seien unermüdlich im Einsatz gewesen, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, ließ der Verein verlauten. Auch am Dienstag selbst liefen die Maßnahmen weiter: Zufahrtswege wurden gesichert, Dachkanten und Umläufe von Schnee befreit.

Doch trotz aller Bemühungen blieben die Risiken bestehen. Bereits am Mittag hatte der Klub die Fans darüber informiert, dass aufgrund der Schneeschmelze keine Parkflächen rund um das Stadion zur Verfügung stünden – ein erstes Anzeichen dafür, wie angespannt die Lage war.

Dritte Absage im Norden – neuer Termin noch offen

Die Begegnung ist bereits die dritte Spielabsage im Norden binnen weniger Tage. Zuvor waren auch die Partien St. Pauli gegen RB Leipzig sowie Werder Bremen gegen Hoffenheim dem Winterwetter zum Opfer gefallen. Diese Spiele sollen am 27. Januar nachgeholt werden.

Für das Duell zwischen dem HSV und Leverkusen gestaltet sich die Terminfindung komplizierter. Die Werkself ist in den kommenden Wochen stark international eingebunden, unter anderem mit Champions-League-Partien gegen Piräus und Villarreal. Ein Nachholtermin im Januar gilt daher als ausgeschlossen. Wann das Spiel angesetzt wird, will die DFL zeitnah entscheiden – unter dem klaren Primat der Sicherheit.

Simon Schneider Simon – Senior Redakteur & News-Experte Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus (u.a. für das renommierte Portal Sport-Revue) bringt Simon journalistische Sorgfalt in die Welt der Sportwetten. Er weiß: Informationen sind die Währung des Erfolgs.

Während seine Wurzeln im Fußball, Esports und Wintersport liegen, hat er sein Portfolio bei Sportwetten24 erfolgreich erweitert. Simon ist unser Spezialist für das aktuelle Nachrichtengeschehen – von kurzfristigen Ausfällen im Tennis über MMA-Fights bis hin zu Politik-Wetten. In der Redaktion gilt er als der "Allrounder mit dem goldenen Händchen" und überzeugt intern regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. mehr lesen