Was macht eigentlich Heiko Herrlich aktuell (2026)?

Simon Schneider
| veröffentlicht am: 08.01.26 (aktualisiert: 08.01.26)
geprüft von Lukas Stratmann | 3 Min. Lesezeit
Nach seiner aktiven Karriere als Spieler war Heiko Herrlich einige Zeit als Trainer erfolgreich. Herrlich trainierte in der Bundesliga immerhin Bayer Leverkusen und den FC Augsburg. Inzwischen ist es aber sehr still um den ehemaligen Top-Stürmer geworden.

Update: Am 3. Januar 2025 wurde bekannt, dass Heiko Herrlich mal wieder einen Verein im deutschen Profifußball übernimmt. Herrlich wurde Cheftrainer in der 3. Liga bei der SpVgg Unterhaching. Er sollte den Club vor dem Abstieg retten. Es blieb allerdings nur ein kurzes Gastspiel. Bereits im März 2025 wurde Herrlich wegen Erfolglosigkeit wieder entlassen. Im Jahr 2026 ist Heiko Herrlich weiterhin ohne Trainerjob.

Heiko Herrlich hat nicht nur als Fußballer für Schlagzeilen gesorgt. Der ehemalige Stürmer hat eine bewegte Zeit hinter sich, in der der Fußball in den Hintergrund gerückt ist. Herrlich hat eine Gehirntumor-Erkrankung überstanden. Doch was macht Heiko Herrlich heute? Wir haben die Informationen.

Wer an Heiko Herrlich denkt, dem fallen wahrscheinlich folgende Begriffe sofort ein: Stürmer, Gladbach, BVB, sehr gläubig, später Trainer. In jüngster Zeit hat man von Herrlich aber sehr wenig gehört. Unsere Redaktion macht eine Bestandsaufnahme.

Aktueller Status von Heiko Herrlich: Arbeitslos

Offiziell wird Heiko Herrlich derzeit als „arbeitslos“, respektive „vereinslos“ geführt. Der 52jährige gebürtige Mannheimer war nach seiner aktiven Karriere als Trainer tätig. Von 2007 bis 2009 arbeitete Herrlich als Nachwuchstrainer beim DFB. Im Oktober 2009 übernahm Heiko Herrlich das Traineramt beim VfL Bochum.

Es folgten Stationen in Regensburg, Unterhaching, Leverkusen und Augsburg. Bei den Fuggerstädtern wurde Heiko Herrlich im April 2021 entlassen. Seither ist er ohne Engagement.

Unseres Wissens war Heiko Herrlich in den zurückliegenden Jahren bei mehreren internationalen Clubs im Gespräch, unter anderem bei Sparta Prag und Rapid Wien. Zu einem Vertrag ist es schlussendlich aber nie gekommen.

Im hiesigen Trainer-Karussell wird Herrlich ab und an als potenzieller Kandidat genannt, steht aber nur selten wirklich ganz oben auf der Liste der Verantwortlichen. Wir glauben, dass der 52-Jährige irgendwann an die Seitenlinie eines Clubs zurückkehren wird, aber nicht in Deutschland.

Die aktive Karriere von Heiko Herrlich

Heiko Herrlich hat die Jugendabteilung vom SC Freiburg durchlaufen, aber nie im Männerbereich der Breisgauer gespielt. Seinen ersten Profivertrag unterschrieb der Angreifer 1989 bei Bayer Leverkusen.

Richtig durchgesetzt hat sich Herrlich dann bei Borussia Mönchengladbach zwischen 1993 und 1995. Im Anschluss wechselte Heiko Herrlich zu Borussia Dortmund, wo er elf Jahre spielte. 1995 stand Herrlich fünf Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen.

In seiner Zeit als Bundesliga-Profi stand Herrlich für Leverkusen, Gladbach und Dortmund insgesamt 258 Mal auf dem Rasen. Er erzielte 76 Treffer.

Schwere Erkrankung als Schicksalsschlag

Seine schlimmste Zeit erlebte Heiko Herrlich im Herbst 2000. Bereits in der Sommervorbereitung für die neue Saison hatte Herrlich damals Doppelbilder gesehen. Nach langwierigen Untersuchungen wurde ein Gehirntumor diagnostiziert. Herrlich begab sich ein eine langwierige Chemotherapie und wurde schließlich vollständig geheilt. Er kehrte nach der Genesung nochmals auf den Rasen zurück, wurde aber nie wieder ganz der Alte.

In einem Interview erklärte der Angreifer später, dass zur damaligen Zeit nur noch ums Überleben ging. An Fußball hat der seinerzeit nicht mehr gedacht. Seine damalige Frau war zum Zeitpunkt der Diagnose mit dem ersten Kind schwanger. Die schwierige Situation hat Heiko Herrlich geprägt. Seither weiß er, wo die Prioritäten im Leben zu setzen sind. Der Ex-Profi ist Botschafter der Kampagne „Bewegung gegen Krebs“.

Erfolge von Heiko Herrlich

Abschließend haben wir ihnen noch die sportlichen Erfolge von Heiko Herrlich zusammengestellt:

  • UEFA Champions League: 1997
  • Weltpokal: 1997
  • Deutscher Meister: 1996, 2002
  • DFB-Pokal: 1993, 1995
  • Torschützenkönig der Bundesliga: 1995
  • Torschützenkönig des DFB-Pokals: 1995
Simon Schneider - Chefredakteur & News-Experte
Simon Schneider Simon Schneider ist Chefredakteur und News-Experte bei Sportwetten24. Mit über 15 Jahren Erfahrung im Sportjournalismus verantwortet er die redaktionelle Qualität des gesamten Portals. Simons Stärke liegt in der sportartübergreifenden Analyse: Von Fußball und Esports über Tennis und MMA bis zu Wintersport und Politik-Wetten deckt er das breiteste Themenspektrum im Team ab. Intern überzeugt er regelmäßig mit einer der stabilsten Erfolgsquoten. Er hält einen B.A. in Journalistik von der Universität Leipzig und arbeitet von dort aus.