
Die Trainerkarussells im Weltfußball drehen sich wieder – und diesmal steht ein Name im Fokus, den viele längst aus dem internationalen Geschäft verabschiedet hatten: Joachim Löw. Der frühere Bundestrainer könnte bei der WM 2026 überraschend an der Seitenlinie stehen – allerdings nicht für Deutschland, sondern möglicherweise für Ghana.
Ein Szenario, das zunächst nach wilder Spekulation klingt. Doch ganz so abwegig ist es offenbar nicht.
Löw vor Comeback auf großer Bühne?
Seit seinem Rücktritt nach der EM 2021 ist Joachim Löw offiziell ohne Trainerjob. Immer wieder gab es lose Gerüchte über Engagements im Ausland, konkret wurde es jedoch nie.
Bis jetzt.
Rund um die kommende WM 2026 verdichten sich Hinweise, dass Löw über eine Rückkehr nachdenkt – und dabei offenbar auch Angebote aus Afrika prüft. Besonders Ghana national team soll Interesse zeigen.
Für den ghanaischen Verband wäre ein Trainer wie Löw ein echter Coup: Weltmeister-Coach, enorme Erfahrung, großer Name. Genau das Profil, das man sucht, um international wieder für Aufmerksamkeit zu sorgen.
Warum Ghana überhaupt ein Thema ist
Auf den ersten Blick wirkt die Verbindung ungewöhnlich. Doch bei genauerem Hinsehen ergibt sie durchaus Sinn.
Ghana gehört seit Jahren zu den ambitionierten Nationen im afrikanischen Fußball, hat aber zuletzt den ganz großen Durchbruch verpasst. Bei großen Turnieren fehlte oft die Konstanz, bei der WM will man 2026 wieder ein Ausrufezeichen setzen.
Ein erfahrener Trainer aus Europa könnte genau die Impulse liefern, die dem Team bislang fehlen – taktisch, strukturell und mental.
Und hier kommt Löw ins Spiel.
Löws Profil passt – zumindest auf dem Papier
Mit dem Gewinn der FIFA World Cup 2014 hat Löw bewiesen, dass er Mannschaften auf höchstem Niveau entwickeln und zum Titel führen kann. Seine Stärke liegt vor allem im Aufbau von Teams über einen längeren Zeitraum hinweg.
Genau das könnte für Ghana entscheidend sein.
Denn die individuelle Qualität ist vorhanden – was oft fehlt, ist die klare Spielidee und Stabilität in entscheidenden Momenten. Ein Trainer mit Löws Erfahrung könnte hier ansetzen.
Zudem hat Löw selbst in der Vergangenheit betont, dass ihn internationale Projekte reizen – besonders solche, bei denen er etwas entwickeln kann.
Gerüchte mit Substanz?
Natürlich: Offiziell bestätigt ist bislang nichts. Weder von Löw noch vom ghanaischen Verband gibt es konkrete Aussagen zu laufenden Gesprächen.
Doch die Gerüchte halten sich hartnäckig – und sie kommen nicht völlig aus dem Nichts.
Denn mehrere Faktoren sprechen dafür, dass ein solches Szenario zumindest geprüft wird: Löws grundsätzliche Bereitschaft für ein Comeback, Ghanas Bedarf an einem erfahrenen Trainer und die zunehmende Offenheit afrikanischer Verbände für prominente europäische Coaches.
In der Vergangenheit haben ähnliche Konstellationen bereits funktioniert – etwa bei anderen Nationalteams, die gezielt auf internationale Expertise gesetzt haben.
Risiko oder große Chance?
Sollte es tatsächlich zu einer Zusammenarbeit kommen, wäre das für beide Seiten ein spannendes Experiment.
Für Löw wäre es die Chance, seine Karriere auf ungewöhnliche Weise fortzusetzen – fernab des europäischen Rampenlichts, aber mit einer klaren sportlichen Herausforderung.
Für Ghana wäre es ein Signal an die Fußballwelt: Man meint es ernst.
Doch Risiken gibt es ebenfalls. Die kulturellen Unterschiede, die Erwartungshaltung und die kurzen Vorbereitungszeiten bei Nationalteams könnten zur Herausforderung werden.
Fazit: Mehr als nur ein Gerücht
Joachim Löw und Ghana – das klingt im ersten Moment überraschend. Doch bei genauerem Hinsehen ergibt die Idee durchaus Sinn.
Noch ist nichts entschieden. Aber die Kombination aus Bedarf, Erfahrung und Timing sorgt dafür, dass dieses Gerücht mehr ist als nur ein Hirngespinst.
Vielleicht steht Löw tatsächlich vor einem der ungewöhnlichsten Kapitel seiner Karriere.

